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Vorladung als Beschuldigte


05.04.2007 14:35 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Ich war von 2004 bis Mitte 2005 mit einem jungen Mann zusammen der wohl etwas mit Drogenhandel zutun hatte. Ich habe ein großes Problem damit gehabt und trennte mich auch von ihm. Im Sommer jedoch (vor der Trennung) hat er mich gefragt ob ich nicht Lust hätte nach Holland zu fahren mit ihm und einem Freund. Ich dachte mir nichts dabei und fuhr mit den beiden hin. Wir verbrachten eine Nacht zu zweit in einem Hotel und der andere Kollege war unterwegs. Am nächsten Tag holte uns dieser ab und wir fuhren noch in die Stadt und gingen Essen. Gegen abend fuhr ich und mein Ex Freund zurück nach Hause. Als ca. ein Jahr später ein Verfahren gegen sämtliche Leute eröffnet wurde, wurde ich auch als Zeugin geladen. Ich berichtete von der Fahrt, weil ich mir dabei nichts dachte. Ich war damals total verschossen in meinen Freund und hätte von ihm niemals gedacht das er mich in schwierigkeiten bringen würde. ich bin lediglich mitgefahren, weil wir sehr wenig Zeit verbracht haben. Im April hab ich dann gegen jemanden ausgesagt. Heute bekam ich plötzlich einen Anruf der Kriminalpolizei die mich gerne wieder verhören möchten (als Beschuldigte). Es hätte irgendwer ausgesagt das ich Drogen transportiert hätte und es gewußt habe. Das stimmt aber definitv nicht und das habe ich auch damals schon gesagt, als die Polizei mir das unterstellen wollte. Ich habe mir noch nie was zu schulden kommen lassen und mit dem Jungen auch schon sehr lange nichts mehr zutun. Ich habe einen tollen Job und wurde von der Polizei schon unter Druck gesetzt, dass ich was sagen sollte oder ich "war" mal beschäftigt. Ich hab Existenzängste und möchte einfach nur mit der Sache abschließen. Wie soll ich mich bei der Polizei verhalten bzw. was sind meine Rechte? Können die mich da behalten? Was kann mir schlimmstenfalls passieren? Ich beteuere aber wirklich meine Unschuld!!! Wegen meinem Ex lag ich auch zuletzt im Krankenhaus. Ich hätte mich vor lauter Angst nicht gewagt mich in Dinge einzumischen.
05.04.2007 | 15:04

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage(n), die ich wie folgt beantworte:

Delikte im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln sind alles andere als Kavalierdelikte. So wird nach § 29 BtMG mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer Betäubungsmittel unterlaubt anbaut, herstellt, mit ihnen Handel treibt, sie ohne Handel zu treiben, einführt, ausführt, abgibt, sonst in den Verkehr bringt, erwirbt oder sich in sonstiger Weise verschafft. Auch der Besitz von Beäubungsmitteln ist gamäß § 29 Abs. 1 Nr.3 BtMG strafbar.

Sie vermuten, dass Sie aus dem Bakanntenkreis Ihres Freundes von unbekannter Seite bezichtigt wurden. Wissen jedoch nichts Näheres. Sie sollten jetzt die Nerven bewahren und sich auch nicht einschüchtern lassen, zumal Sie sich je selbst nichts vorzuwerfen haben.

Gemäß § 163 a Abs. 4 StPO müssen die Polizeibeamten bei der ersten Vernehmung des Beschuldigten diesem eröffnen, welche Tat ihm überhaupt zur Last gelegt wird. Gemäß § 136 StPO ist auch darauf hinzuweisen, dass es dem Beschuldigten nach dem Gesetz freistehe, sich zu der Beschuldigung zu äußern oder nicht zur Sache auszusagen und jederzeit, auch schon vor seiner Vernehmung einen von ihm zu wählenden Verteidiger zu befragen.

Von diesem Recht sollten Sie wohl auch Gebrauch machen. Sie sind als Beschuldigte nicht verpflichtet, eine Aussage zur Sache zu machen .

Ein von Ihnen konsultierter Rechtsanwalt kann Akteneinsicht bei der Ermittlungsbehörde beantragen. Spätestens nach Abschluss der Ermittlungen ist dem Strafverteidiger die Akteneinsicht in der Regel zu gewähren.

Sollte es nach Abschluss des Ermittlungsverfahen zur Anklage gegen Sie kommen, so kann erst nach Akteneinsicht eine sinnvolle Verteidigungsstrategie besprochen werden.

Nach § 32 Abs. 2 Nr. 5 lit. a.) BZRG werden übrigens Verurteilungen, durch die auf Geldstrafe von nicht mehr als 90 Tagessätzen erkannt wurde, nicht in ein Führungszeugnis für private Arbeitgeber aufgenommen. Die Drohung, dass Sie etwas sagen sollen, ansonsten waren Sie "einmal" beschäftigt, bewerte ich - wenn sie den so ausgesprochen wurde - als Verfehlung übereifriger Ermittlungsorgane.

Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Dipl.- Jur. M. Kohberger
Rechtsanwalt



Rechtsanwalt Michael Kohberger

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