Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
490.902
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Polizei Vorladung als Beschuldigter (unschuldig)


| 11.05.2018 20:29 |
Preis: 30,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrten Damen und Herren,

Ich habe heute 11.05.2018 eine Vorladung von der Polizei im Briefkasten gehabt.
Mir wird: Fahren ohne Fahrerlaubnis ,vorgeworfen.

Tatzeitpunkt wurde mit dem 01.01.2015!! ( vor 3 Jahren angeblich ) vermerkt um 00.00 Uhr. was äußerst kurios ist da ich zu dem Zeitpunkt nichtmal ein Pkw besaß geschweige denn Pkws fuhr. Vielmehr scheint es ein Platzhalter zu sein meines Erachtens nach.
Außerdem fehlt der angebliche Ereignisort. Dort steht nämlich nichts.




Ich muss noch anmerken, dass ich vor einiger Zeit meinen Führerschein abgegeben musste wegen einigen Delikten. Seitdem bin ich KEIN Auto mehr gefahren und bin nurnoch zu Fuß und mit Öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Das Auto steht in der Garage.

Der Termin zur Vorladung ist erst in 3 Wochen. Ich habe bereits auf der Dienstelle angerufen um mich zu informieren wobei es bei der Anzeige grob geht und was das aus heiterem Himmel soll und mir wurde gesagt dass der Bearbeitende PK bzw. Verfasser der Anzeige im Urlaub ist und die mir nichts weiteres nennen können da ich ein paar Details wissen wollte weil ich mit der Anzeige nichts anfangen kann.

Ich kann schon garnicht mehr richtig schlafen und stehe im Dunkeln. Es ist einfach ein ungutes Gefühl eine Anzeige zu haben ohne die Gründe zu kennen zumal ich Privat mehr als genug Probleme und Kummer habe.

Meine Frage: Kann ich nicht einfach zur Dienstelle mit der Vorladung und unabhängig vom Verfassenden PK nähere Informationen zu dem Vorwurf einholen?

Ich kann einfach nicht 3 Wochen warten und grübeln und schlaflose Nächte verbringen und mir die fragen warum wieso weshalb stellen.

Ich meine die müssen mir doch zumindest sagen wann und wo das passiert sein soll bzw. Wie es zu der Anzeige kommt. Habe ich da kein Recht drauf das sofort zu erfahren ? Oder muss ich 3 Wochen bis zum Termin warten ? Einen Anwalt werde ich so oder so einschalten das steht ausser Frage.. aber damit ich zumindest Klarheit habe denn hier liegt definitiv ein Fehler oder Verwechslung vor .. Das ist doch nicht fair.


Vielen Dank im Voraus und mir freundlichen Grüßen !
11.05.2018 | 21:03

Antwort

von


37 Bewertungen
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511/1222458
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Zunächst meine ich, dass Sie sich nicht allzu große Sorgen machen. Es ist grundsätzlich richtig, dass Ihnen mitgeteilt werden muss, worum es geht. Anders wäre es Ihnen nämlich nicht möglich, zu wissen, wozu genau Sie Angaben machen sollen.

Ich würde Ihnen daher dazu raten, hier keinerlei Angaben zu machen. Eigentlich sollten Sie auch nicht bei der Polizei nachfragen, da dann immer die Gefahr besteht, dass Ihnen doch irgendwelche Angaben entlockt werden. Sie müssen weder Angaben machen, noch den Termin absagen. Daraus darf Ihnen auch kein Nachteil entstehen.

Wenn Sie ohnehin einen Anwalt einschalten möchten, wäre es zunächst sinnvoll Akteneinsicht zu beantragen, um zu überprüfen, was der Hintergrund der Vorladung ist. Ggf. hat jemand (zu unrecht) Anzeige erstattet. Danach kann dann u.U. eine Einlassung vorgenommen werden.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte. Wenn Sie Nachfragen haben, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Sie können mir das Schreiben auch gerne hier einmal hochladen.

Mit freundlichen Grüßen
Nicolas Reiser
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 11.05.2018 | 21:23

Sehr geehrter Herrn Reiser,


Vielen Dank erstmal für ihre schnelle Antwort.

Meine Frage bezog sich überwiegend darauf ob ich nicht vorzeitig zur Dienstelle mitsamt der Vorladung hingehen kann und Infos beziehen kann um ein wenig Klarheit zu haben wie diese Anzeige zustande kam. Mir ist bewusst dass man bei der Polizei keine Angaben machen sollte jedoch habe ich nicht die Nerven 3 gestandene Wochen zu warten damit ich Licht im Dunkeln habe. Ich werde nur Infos einholen. Und keine Angaben machen. So oder so habe ich nichts verbrochen somit kann man mir auch nichts 'entlocken', jedoch will ich Details erfahren wie sich so eine Anzeige zusammendichten kann.

Die Frage(n):

Kann ich vorzeitig zur Dienstelle und nach groben Gründen und Ursprüngen bzgl. der Anzeige Infos einholen, noch VOR dem in 3 wochen anstehenden Vorladungstermin ?

Ist das möglich ?

Habe ich dazu das Recht ?

Oder kann man mir die Infos verwehren mit der Anmerkung dass in 3 Wochen mein Vorladungstermin ist ??

Danke für ihre Antwort !

Mit freundlichen Grüßen !

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.05.2018 | 22:00

Vielen Dank für Ihre Nachfrage,

Sie haben das Recht, vor einer Einlassung darüber informiert zu werden, um was es konkret geht (§163a Abs.4, 136 StPO). Das kann aber im Zweifel auch kurz vorher sein. Eine konkrete Frist gibt es nicht. Auch auf die Nennung von etwaigen Anzeigeerstattern haben Sie nicht unbedingt einen Anspruch.

Meistens wird aber in ähnlichen Fällen konkret erläutert, was der Hintergrund ist, z.b. dass jemand Sie angezeigt und behauptet hat, Sie seien trotz Fahrverbot gefahren.

Also, ja- Sie können auf der Dienststelle nach groben weiteren Infos fragen. Erklären Sie am besten, dass Sie sonst nicht wissen, was ihnen vorgeworfen wird. Es ist auch Ihr Recht, zu wissen wozu Sie etwas sagen sollen, wenn es sich nicht ausreichend aus der Ladung ergibt. Ansonsten kann sich daraus ein Beweisverwertungsverbot ergeben. Aber Sie könnten trotzdem auf den Termin verwiesen werden, mit der Begründung, dass Ihnen dann der Vorwurf nocheinmal erläutert wird.

Da es aber im Interesse der Polizei liegt, die Sache zügig zu bearbeiten, sollte es möglich sein, vor dem Termin Informationen zu bekommen.

Bei weiteren Fragen können Sie mir gerne auch einfach direkt (kostenlos) eine Email schreiben.

Mit freundlichen Grüßen
Nicolas Reiser


Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
Bewertung des Fragestellers 11.05.2018 | 22:44


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Nicolas Reiser, LL.M., MLE »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.05.2018
5/5.0

ANTWORT VON

37 Bewertungen

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511/1222458
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Zivilrecht, Verkehrsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Internet und Computerrecht, Vertragsrecht, Datenschutzrecht