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Vorladung Polizei


| 15.12.2010 19:32 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Christina Palmberger



ich schreibe sie an, da ich dringlichst Hilfe benötige. Ich habe heute eine vorladung von der Polizei bekommen. Ich werde vorgeladen wegen Warenbetrug.

Nun zu meiner Geschichte:
Ich bin 31 Jahre alt, Vollzeit beschäftigt als Erziehrin in der Lebenshilfe. Ich habe einen 8 jährigen Sohn. Der Vater meines Sohnes hat mich noch während der Schwangerschaft verlassen, meine Eltern mich zu dieser Zeit im Stich gelassen, ich habe mein Abitur nach der Geburt nachgeholt um meinem Sohnetwas bieten zu können. Ich hatte niemals Geld, dann habe ich angefangen imInternet Ware zu bestellen, Ich konnte meinem Kind endlich was bieten, er konnte mithalten, ich wurde damals wegen meiner nicht vorhandenen Kleidung gehänselt, es wurde mir so einfach gemacht, dann musste ich die EV abgeben, ich konnte aber nicht mehr aufhören, ich machte einfach weiter, bis es wieder nach 3 Jahren zur Abgabe der EV kam, ich konnte nicht mehr aufhören, es wurde immer schlimmer, ich fühlte mich schlecht wenn ich "nichts" einkaufen konnte. Ich habe 2005 geheiratet und die Hölle erlebt! Letztes Jahr schaffte ich die Trennung, nun bin ich mit meinem Sohn wieder alleine, stehe vor einem Scherbenhaufen, mein Leben war bislang eine Katastrophe, ich habe alles falsch gemacht mit meiner Kaufsucht, ich liebe meinen Sohn doch so sehr, ich wollte nur gutes, ich weiß das ich kaufsüchtig bin, ich brauche Hilfe, mein Leben scheint endlich gut zu sein, ich habe einen tollen Job, tolle Kollegen ein schönes Mietshaus und mein Sohn hat die Trennung auch gut weggesteckt, nun stehe ich vor dem was ich gemacht habe und mir wird erstmals bewusst was passiert ist. Ich weiß nicht wie ich reagieren soll, soll ich zur Polizei und alles gestehen? Ich hatte noch nie etwas mit der Polizei zutuen. Ich habe so wahnsinnige Angst, ich brauche nun wirklich Hilfe, mit meinen Eltern kann ich darüber nicht reden, sie sehen in mir immer die Tochter die alles 100% schafft. Sie sind meine Rettung, was kann ich machen?

Ich hoffe sehr auf eine schnelle Rückmeldung.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und Ihrer Schilderung des Sachverhaltes gerne wie folgt:

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie Waren im Internet gekauft - ohne daß Sie diese jemals bezahlen wollten. Das erfüllt (zumindest nach dem, was Sie geschildert haben) strafrechtlich betrachtet den Tatbestand des Eingehungsbetruges, strafbar gemäß § 263 StGB.

Wenn Sie nicht bestreiten, die Taten begangen zu haben, sollten Sie bereits bei der Polizei ein Geständnis ablegen. Davor brauchen Sie keine Angst zu haben, auch Polizisten sind "nur" Menschen. Sie werden Sie zu Ihren Personalien und zum Tatablauf befragen und ein Protokoll darüber anfertigen.

Die Polizei wird die Sache dann an die zuständige Staatsanwaltschaft weiterleiten. Ab dem Zeitpunkt sollten Sie versuchen - eventuell mit der Unterstützung eines Rechtsanwaltes - dort eine Einstellung des Verfahrens zu bewirken. Je nachdem, in welchem Umfang und über welche Zeit hinweg Sie Waren bestellt und nicht bezahlt haben, kann das jedoch schwierig werden. Sie könnten aber zum Beispiel anbieten, Ihre Schulden zu begleichen, auf Ihren stabilen Lebenswandel hinweisen und auf alles, was für Sie und Ihre positive Entwicklung spricht.

Ich kann Ihnen gerne während des Verfahrens behilflich sein - eine räumliche Distanz steht einer Mandatserteilung dank Telefon und E-Mail nicht im Wege. Wenn Sie mich direkt kontaktieren möchten, finden Sie unten Kontaktdaten.

Ich hoffe, konnte Ihnen helfen. Sollten Fragen offen geblieben sein, können Sie die kostenlose Nachfrage-Funktion in diesem Forum nutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Christina Palmberger

Nachfrage vom Fragesteller 15.12.2010 | 20:24

Hallo Frau Palmberger,
in der Vorladung steht Betrug nach § 261. Ich weiß nicht um was es sich handelt und bin nun unsicher ob ich nicht zu dem Vorgang schweigen sollte um nicht schlafende Hunde zu wecken? Ich habe vor mir einen Anwalt zu nehmen der für mich Akteneinsicht nimmt.

Was denken sie?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.12.2010 | 20:42

Bei § 261 StGB handelt es sich um Geldwäsche und Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte. Die Vorschrift können Sie durch Anklicken oben sehen.

Wenn in dem Schreiben zusätzlich von "Betrug" die Rede ist, wird es sich wahrscheinlich um einen Druckfehler handeln.

Bei der Vernehmung wird Ihnen die Polizei zu Beginn sagen, welchen Taten genau Ihnen zur Last gelegt werden. Nur zu diesen Taten, die Sie eingestehen, sollten Sie sich auch äußern.

Um sicher zu gehen, ist Akteneinsicht zu empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen
Christina Palmberger

Bewertung des Fragestellers 21.12.2010 | 22:07


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