Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.015
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Veruntreuung, Unterschlagung und Betrug?


30.09.2007 21:57 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Sehr geehrte Damen und Herren,
Mein Anliegen an Sie, beinhaltet zwei Hauptfragen mit Nebenfragen:
Meine zwei Brüder verweigern sich Bankkontobelege, Informationen über erloschene Konten und Sparguthaben meines verstorbenen Vaters(zuvor starb auch die Mutter), trotz mehrmaliger Aufforderung, trotz Hinweis auf die Rechtslage(Auskunftspflicht), zuzusenden.
Alle drei sind wir Erbberechtigte. Erste Hauptfrage: gibt es da eine BEHÖRDE, mit der ich mit meinem Erbschein, Auskunft über die erloschenen Konten und SPARBÜCHER meines Vaters erhalten kann? Oder ist dies nur durch Erzwingung mit Hilfe eines Rechtswegs gegen meine Brüder möglich (ich habe da von einer DREISTUFENKLAGE gehört – träfe das zu?)?
Nun habe ich durch den Nachlaßbetreuer des Erbengemeinschaftskontos, wenigstens von diesem Konto Kopien der Kontoauszüge der letzten Jahre bekommen.
Da fiel mir auf, daß meine Brüder sogar nach dem Tode meines Vaters sich viel Geld rausgenommen hatten. Da wir noch bis vor kurzem eine Eigentumswohnung besaßen, mußte auf dem Konto genügend Geld liegen damit die Rechnungen für Strom, Grundsteuern etc. bezahlt werden konnten.
Weil unser Vater durch Fremdverschuldung in einem Verkehrsunfall ums Leben kam, bekamen wir auf das Erbengemeinschaftskonto Schmerzensgeld ausbezahlt, die dann durch drei geteilt wurde. Hierzu forderte mich mein Bruder auf, ihm eine für diese spezielle Transaktion gefristete Vollmacht zu geben. Das heißt, daß die Vollmacht nicht mehr gültig ist, nachdem das Geld gedrittelt auf unsere Bankkonten kam. Eine relevant hohe Restsumme ließen wir auf dem Konto übrig, daß wie vorher erwähnt, die monatlichen anfallenden Gebühren für die Eigentumswohnung beglichen werden konnten.
Schließlich verkauften wir gemeinsam die Wohnung. Als beim Notar bei der Eigentumsüberschreibung geäußert wurde, daß mein Bruder noch eine gültige Vollmacht über das Erbengemeinschaftskonto besäße, bekam ich einen Schrecken. Ich habe dann bei der Bank nachher die Vollmacht widerrufen, weil ich fürchtete, daß die Summe auf dem Erbengemeinschaftskonto von meinen Brüdern nicht mit mir gedrittelt sondern unter ihnen, sowie ich sie kenne, halbiert würde. Meine Brüder waren auch kategorisch dagegen, daß der Verkaufserlös der Wohnung gleich mit Hilfe des Notars und der Käuferin zu je einem Drittel an unsere Bankkonten gezahlt würde, so wie es auch der Notar vorgeschlagen hatte; sie drängten mit großem Druck darauf das Geld auf das Erbengemeinschaftskonto zunächst zahlen zu lassen und erst nachher zu dritteln. Also das war mir schon sehr verdächtig und dann auch noch die Vollmacht, die entgegen der Behauptung meines Bruders in Wirklichkeit nicht befristet war.
Das dreiste an der Sache ist, daß mir meine Brüder Rechnungen schickten, daß ich Ihnen Geld schulde, weil bevor die Eigentumswohnung noch verkauft wurde, das Konto leer wurde und sie es mit eigenem Geld aufladen mußten, damit die anfallenden Gebühren beglichen werden konnten.
Zunächst habe ich meine angeblichen Schulden nicht bezahlt und wartete, die Recherche über die Kontoauszüge der Bank ab.
Und siehe da: Statt Geld eingezahlt zu haben, hatten sie von diesem Konto selber soviel Geld rausgeholt, daß nichts mehr drauf war. So ganz raffiniert, daß als die Wohnung verkauft wurde, es genau gepaßt hatte. Nun ist meine zweite Hauptfrage, da ich alle Unterlagen schriftlich habe, auch die an mich schriftlich erstellte Rechnung – ist dann das auch eine Sache des Staatsanwalts, wie wäre dann die Bezeichnung des Delikts: GEMEINSAME ABSPRACHE, VERUNTREUUNG, UNTERSCHLAGUNG, BETRUG? Was wären die zu erwartenden STRAFMASSNAHMEN? Oder, was ich befürchte, könnten meine Brüder es mit meiner „erschwindelten“ Vollmacht mit raffinierten Lügen sich da rausschwindeln? Also ich glaube nicht, denn ich habe ja SCHWARZ AUF WEISS, einerseits die Rechnung an mich über eine Summe die sie eingezahlt hätten, welche laut Kontoauszüge nicht belegt sind, im Gegenteil sie hatten andauernd was rausgeholt und kein einziges mal irgendwas einbezahlt. Gilt das als harmloses Kavaliersdelikt? Also ich kann vor lauter Wut und Verstörtheit, seit letzter Zeit nicht mehr gut schlafen. Es sind zwar meine Brüder... aber ich komme mir wie Abel vor.

Vielen Dank und entschuldigen Sie bitte die umständliche Umschreibung, aber mir geht die Sache zu sehr unter die Haut, als daß ich sie wieder und wieder solange überarbeite, bis sie besser zu lesen ist.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Der Erbe kann vom Erbschaftsbesitzer Auskunft über den Umfang und den Verbleib der Erbschaft verlangen.
Der Erbschaftsbesitzer muss auf Verlangen ein Verzeichnis vorlegen, in dem alle Gegenstände, die er aus dem Nachlass erlangt hat, aufgeführt sind. Er muss auch über den Verbleib der Nachlassgegenstände Auskunft geben und die Aufstellung durch eine eidesstattliche Versicherung bekräftigen.

Wenn diese Auskunft nicht oder nicht in vollem Umfang erteilt wird, müssen Sie als Auskunftsberechtigter auf Auskunft klagen. Eine Behörde kann Ihnen das nicht abnehmen.

Als Straftatbestand kommen hier Untreue und veruntreuende Unteschlagung in Betracht.
Die Strafbarkeit kann jedoch erst hinreichend nach Einsicht der relevanten Unterlagen geprüft werden.
Hinsichtlich eines eventuellen Strafmaßes bei Verurteilung kommt es auf die gesamten Umstände der Tat an (Schadenshöhe, Vorstrafen etc.)

In jedem Fall sollten Sie einen Kollegen mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen, um (weiteren) Rechtsverlusten vorzubeugen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2007
info@kanzlei-roth.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER