Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Vertrag mit Minderjährigen


| 30.05.2006 16:00 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Sohn hat im Internet an einem Gewinnspiel teilgenommen und dabei seine vollständige Anschrift aber, da er noch minderjährig ist, ein falsches Geburtsdatum angegeben. Die Volljährigkeit ist zur Teilnahme an diesem Gewinnspiel erforderlich. Heute erhalten wir von einer Firma aus Österreich, die Produktproben versendet, eine letzte Mahnung über 91,50 Euro für 12 Monate, mit der Aufforderung, diese bis zum 02.06.06 zu begleichen. Sollte dieser Termin nicht eingehalten werden, droht man uns mit der Eintreibung über ein Inkassounternehmen. Bei diesem Gewinnspiel ist unser Sohn mit dieser Firma angeblich einen Vertrag eingegangen, der über 24 Monate läuft. Wir haben aber bis heute keine Rechnung und keine erste Mahnung sowie keine Produkte von dieser Firma erhalten. Ist dieser angebliche Vertrag gültig bzw. wie sollen wir uns als Eltern verhalten? Vielen Dank für Ihre Antwort!

Mit freundlichem Gruß

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrte Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Informationen wie folgt beantworte:

1. Wenn ein Gewinnspiel in Aussicht gestellt wurde, muss niemand mit einem Vertragsschluss rechnen, diesen sollte Sie daher zunächst generell bestreiten und hilfsweise die Anfechtung des Vertrages erklären.

2. Rechtsgeschäfte, die Minderjährigen eine (Zahlungs-) Verpflichtung aufbürden, sind zunächst schwebend unwirksam und bedürfen der Zustimmung der Eltern. Erklären Sie hilfsweise, dass Sie diese Genehmigung verweigern.

3. Schließlich müssen Sie mit der Vertragsbestätigung über Ihr zweiwöchiges Widerrufsrecht belehrt werden. Da hier unbekannt ist, ob diese Belehrung erfolgt ist, sollte Sie den Vertrag hilfsweise auch widerrufen.

Wichtig ist, dass Sie zum Ausdruck bringen, dass Sie definitv keine Leistung auf die behauptete Forderung erbringen werden.

Denn sollte Sie dann trotzdem ein Inkassounternehmen kontaktieren, weisen Sie darauf hin, dass Sie der Firma gegenüber schon die Erfüllung des behaupteten vertrages verweigert haben und weisen Sie die Forderung nochmals zurück.

Die Einschaltung eines Inkassounternehmens war in dem Fall entdgültiger Leistungsverweigerung nicht notwendig und die dadurch entstehenden Kosten wären nicht erstattungsfähig.

Ob die Firma ihre angeblichen Ansprüche dann tatsächlich gerichtlich geltend macht, halte ich für sehr zweifelhaft.

Ich hoffe Ihnen eine erste Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 30.05.2006 | 17:19

Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Wir hätten gern noch gewusst, ob unser Sohn (17 Jahre alt) wegen der falschen Altersangabe mit rechtlichen Konsequenzen rechnen muss. Nochmals herzlichen Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.05.2006 | 17:37

Sehr geehrte Fragesteller,


strafrechtliche Konsequenzen sehe ich nicht, zivilrechtlich könnte entfernt an Schadensersatzansprüche gedacht werden. Diese müsste die Gegenseite jedoch darlegen und beweisen, was insbesondere vor dem Hintergrund, dass bereits ein Vertragsschluss streitig ist und die Firma auch noch keine Leistung erbracht hat, schwer fallen dürfte.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen herzlichen Dank! Sie haben uns kurzfristig und schnell geholfen. Diese Seite haben wir bestimmt nicht das letzte Mal in Anspruch genommen! "
FRAGESTELLER 5/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER