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Vermittlungs Firma will Geld

12.07.2010 17:46 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Hallo,
ich habe vor 2 Jahren meine Ausbildung beendet bei der Deutschen Post AG als Paketbote, leider bot man mir nur ein befristeten Arbeitsvertrag an mit dem ich mich nicht zufrieden geben wollte. Ich suchte mir ein neuen Job, und bin auf einer Vermittlungs Firma gestoßen die mir einen Unbefristeten Arbeitsvertrag vermittelt hat ebenfalls in der KEP Branche. Diese "Vermittlung" würde durch einen Gutschein der Arbeits Agentur finanziert werden, leider hatte ich kein Anspruch auf diesen Gutschein. Bei der Vermittlung hieß es ich würde 1750 Netto+ Spesen kriegen. Außerdem soll ich die Kosten von 1000€ in 5x 200€ Raten tragen für die Vermittlung. Ich sagte dem zu und unterschrieb ein laut Firma "unverbindliches" Blatt wo der Betrag gelistet war. Jetzt nach 3 Wochen erfuhr ich dass ich nur 1600€ Netto verdiene, dazu kommt noch dass ich bereits über 32 Überstunden geleistet. Dass dicke Minus von dem man mir erst jetzt erzählt akzeptier ich nicht. Mein cheff ist mit mir sehr zu frieden und sagte mir, dass er der Vermittlungsfirma verschweigen will, dass er mich eingestellt habte wodurch die Kosten von 1000€ verfallen würden. Von der Vermitlungsfirma bekam ich bisher nur Anrufe, indem ich mitteilte dass noch kein Arbeitsvertrag zustande kam. Auch eine Schriftliche Aufforderung kam noch nicht etwas zu bezahlen.

Meine Frage: kann ich dafür rechtlich belangt werden?

Bei der Argentur für Arbeit teilte man mir guten gewissen mit, dass die Firma es nicht herrausfinden würde.

Vielen Dank für die Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten:

Private Arbeitsvermittlung ist grundsätzlich erlaubt, solange gewisse Kriterien eingehalten werden. Aus Ihrer Darstellung ist zunächst kein Anhaltspunkt ersichtlich, der gegen die Wirksamkeit des Vermittlungsvertrages sprechen würde. Der Vermittlungsvertrag muss allerdings schriftlich vereinbart worden sein. D.h. in schriftlicher Form und durch beide Seiten unterschrieben. Ist dies nicht geschehen, dann ist auch kein Anspruch auf die Vermittlungsvergütung gegeben.

Anderenfalls können Sie aus einem wirksamen Vertrag selbstverständlich in Anspruch genommen werden. Die Fälligkeit der Vergütung ist aber davon abhängig, dass ein wirksamer Arbeitsvertrag zustandegekommen ist. Das muss Ihnen die Vermittlung in der Tat nachweisen. Sie sollten aber Ihren schriftlichen Vertrag darauf durchlesen, ob ein Auskunftsrecht der Vermittlung vereinbart ist.

Ich hoffe, ihre Frage damit im Rahmen dieser Erstberatungsplattform zufriedenstellend beantwortet zu haben.

Nachfrage vom Fragesteller 12.07.2010 | 18:27

Vielen Dank für die schnelle Antwort,
in meinen Vertrag steht nichts von einer Auskunftspflicht. Mein Cheff schlug mir sogar vor, eine Einstellung zu "Verheimlichen".
Also dürfte die Firma mir nichts nachweisen können oder?

Aber strafbar durch Betrug etc. mach ich mich nicht ?

Vielen Dank nochmal für ihre schnelle Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.07.2010 | 16:23

Der Nachweis des Abschlusses eines Arbeitsvertrages dürfte der Vermittlerin in der Tat schwer fallen.

Die Frage eines strafbaren Verhaltens kann sich stellen, wenn sie vorsätzlich den vertraglichen Anspruch der Vermittlerin vereiteln. Dies ist aber stets ebenfalls eine Nachweisfrage. Im Strafverfahren muss Ihnen ein strafrechlich relevantes Verhalten nachgewiesen werden. Das Risiko einer Strafbarkeit dürfte "überschaubar" sein.


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