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Vermieter-Rechtschutzversicherung


| 26.05.2006 14:22 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht



Habe vor drei Jahren mit dem Hauptagenten einer großen Versicherung eine Vermieter Rechtschutzversicherung abgeschlossen.Der Herr kennt mich und mein Haus seit Jahren.Er hat zu Unrecht eine Jahresmieteinnahme von 5.000.00 DM in die Police eingetragen, obwohl das die Monatsmieteinnahme ist!
Ich habe die Police leider nicht auf Richtigkeit nach Erhalt geprüft.
Nun ist eine Streitigkeit im vorgerichtlichen Feld mit einem Mieter aufgetreten. Aus diesem Grund bat mein Anwalt um Kostenübernahme.Dies war im September 2005. Bisher ist es noch zu keinem Rechtstreit mit dem Mieter gekommen.
Durch die Anfrage meines Anwaltes erfuhr ich,daß der Hauptagent der Versicherung mich völlig unterversichert hatte und ich wurde sofort nachversichert im Oktober 2005.(Jahresmiete 60 tausend DM und nicht 5 tausend DM).
Nun (im Mai 2006) bat mein Anwalt wiederum um Kostenübernahme. Die Versicherung meint nun immer noch, ich sei unterversichert und möchte sich an den evtl. anfallenden Unkosten lediglich mit 30 % beteiligen.Was kann ich tun? Bisher - wie gesagt -ist kein Gerichtsverfahren gegen den Mieter anhängig,lediglich sind einige Anwaltsschreiben verfaßt worden.

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Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage aufgrund der vorliegenden Informationen summarisch wie folgt:

Wenn der Schadenfall eingetreten ist, während des Zeitraumes in dem Sie eine zu niedrige Versicherungsprämie gezahlt haben, ist dieser Schadenfall tatsächlich auch nicht vollständig (u.U. kann der Versicherungschutz auch vollständig versagt werden) abgesichert.

Sie sprechen von einem Hauptagenten der Versicherung, es wäre zu prüfen, ob Sie diesem die Kenntnis der tatsächlichen Mieteinnahmen nachweisen können und dadurch einen schadenersatzpflichtigen Fehler seinerseits geltend machen können. Dagegen spricht aber ihre Aussage, daß Sie die Police selber auch nicht kontrolliert haben. Es gehört zu Ihren Obliegenheiten diese bei Erhalt zu prüfen und Fehler ggf. korrigieren zu lassen.

So wie sie den Fall schildern, nehme ich an, es handelt sich um den gleichen Schadenfall wie bei der ersten Anfrage ihres Anwaltes, insofern ist es richtig, wenn die Versicherung hier einen Fall der Unterversicherung annimmt.

Sie sprechen davon, daß Sie im Oktober 2005 "nachversichert" wurden - das bedeutet, erst ab diesem Zeitpunkt haben Sie die richtige Versicherungsprämie gezahlt - alle Schadenereignisse, die vor diesem Datum liegen, sind daher nicht davon erfaßt - die 30 % die der Versicherer als Übernahme angeboten hat, wären demnach schon ein Entgegenkommen. Eine echte Nachversicherung wäre ja nur gegeben, wenn sie für den gesamten Versicherungszeitraum rückwirkend alle Beiträge nachträglich bezahlt hätten. Dies wird schon technisch nicht möglich gewesen sein.

Ohne genaue Kenntnis der Versicherungsbedingungen und der genauen zeitlichen Daten ist eine konkretere Beantwortung Ihrer Frage nicht möglich. Ich hoffe dennoch, eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben.

Freundliche Grüße


Diane Kirschkowski
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 26.05.2006 | 21:34

Sehr verehrte Frau Rechtsanwältin:-)

Freundlichen Dank für Ihre umfassende Antwort auf mein Problem.

Bisher ist noch kein Schadensfall eingetreten,da kein gerichtliches Verfahren gegen den Mieter eingeleitet wurde.Es sind lediglich einige Briefe meines Anwaltes zur Mieterhöhung erfolgt.Zum Glück habe ich dadurch im letzten Jahr gemerkt,daß ich unterversichert worden bin.

Da ich nachversichert wurde im Oktober 2005(erhebliche Nachzahlung)und erst evtl. in naher Zukunft ein Gerichtsverfahren droht,weil der Mieter die Mieterhöhung bisher nicht akzeptiert hat,stellt sich die Frage,warum ich nun unterversichert sein soll,da ja Zahlungen letztes Jahr erfolgt sind und die davor bestandene Unterversicherung mit der Nachzahlung meiner Meinung nach, geendet ist und bis dato auch kein Schaden da war.

Ich bin bis zum Jahre 2008 an die Versicherung gebunden, die übrigens sehr teuer ist.

Nun ist guter Rat teuer:-)

Mit lieben Grüßen



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.05.2006 | 00:02

Sehr geehrte Fragestellerin,

auf Ihre Nachfrage kann ich Ihnen noch folgendes mitteilen:

Der Schadenfall ist nicht erst das gerichtliche Verfahren, sondern in Ihrem Fall bereits der Streit über die Mieterhöhung, die Ihr Mieter offensichtlich nicht anerkennt. Dieser Streitfall liegt nach Ihren Schilderungen noch vor der Anpassung der Versicherungsprämie und ist daher nicht richtig versichert.

Nach den allgemeinen Rechtschutzbedingungen (Fassung von 2000)gilt als Eintritt des Schadenfalles das Ereignis, durch das ein Versicherungsnehmer oder ein anderer (Dritter) gegen eine Rechtspflicht verstoßen haben soll. (hier Nichtzustimmung zur Mieterhöhung)

Ich kann im Moment nur vermuten, daß Ihre Nachzahlung nicht rückwirkend, sondern nur ab dem Tag, ab dem die Unterversicherung bemerkt wurde, erfolgte - eine erhebliche Nachforderung entsteht vor allem deswegen, da Sie ja vorher nur für ein 12tel der tatsächlichen Miete Beiträge entrichtet haben. Im voraus haben Sie daher eine viel zu geringe Prämie bezahlt.

Es tut mir leid, ihnen keine positivere Auskunft geben zu können - aber wenn Ihre Mieterhöhung rechtmäßig ist, und der Mieter zu Unrecht seine Zustimmung verweigert, bekommen Sie nach einem erfolgreichen Verfahren ja auch Ihre Anwaltskosten zurückerstattet.


Freundliche Grüße

Diane Kirschkowski
Rechtsanwältin

Ich weise zur Sicherheit darauf hin, daß dieses Forum nur erste rechtliche Orientierungen und keine abschließende rechtliche Beurteilung des gesamten Falles zuläßt, daß insbesondere ohne Kenntnis der genauen Daten und der genauen Versicherungsbedingungen keine endgültige Aussage getroffen werden kann.

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