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Verleumdung wegen angeblichem Kindesmissbrauchs


07.05.2006 17:09 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Vater einer Tochter im Alter von 3,5 Jahren und lebe von der leiblichen Mutter getrennt.
Jedoch habe ich zu Ihr und meiner Tochter ein sehr gutes Verhältnis.

Bereits vor 3 Jahren äuserte die Großmutter meiner Tochter gegenüber meiner ehemaligen Lebensgefährtin, dass Sie befürchte ich könne meine Tochter sexuell Missbrauchen.
Dies Wiederholte sich noch etwa zwei mal.

Darauf habe ich leider nie reagiert, da ich die Großmutter noch nie für voll genommen habe.

Jetzt kam es jedoch soweit, dass Sie zu meiner ehemaligen Lebensgefährtin sagte, ich würde dies wirklich tun und auch versuchte meine Tochter zu erpressen, dies zu bestätigen, was diese jedoch nicht machte.

Daraufhin vereinbarte ich umgehend einen Termin beim Kinderarzt und forderte Großmutter, Großvater und die leibliche Mutter auf, an diesem Termin teilzunehmen.
Diesem Vorschlag stimmten erst alle zu.
Wenige Minuten entschied jedoch die Großmutter, nicht mit uns zum Arzt zu gehen, da Sie ja jetzt die böse sei.

Meine ehem. Lebensgefährtin und ich nahmen den Termin trotzdem wahr, welcher natürlich bestätigte das meiner Tochter nichts fehle.

Daraufhin beantragte ich jedoch noch einen Termin bei einer Kinderpsychologin.

Nach immerhin einer Woche meldete die treusorgende Großmutter den angeblichen Missbrauch dem Jugendamt, welches mir jetzt natürlich verbot, meine Tochter zu sehen, ohne dass zumindest meine ehem. Lebensgefährtin anwesend sein.
Da meine Tochter sehr an mir hängt, ist dies für sie natürlich schwer zu verstehen.

Anzumerken sei auch, dass sich das Kind, nach einem aufenthalt über des Wochenende bei der Großmutter mir gegenüber sehr abweisend verhält.

Ich habe bereits Strafantrag gegen die Großmutter gestellt, welche jedoch sämtliche Gerüchte in Ihrem Familienkrei und sicherlich auch anderweitig verbreitet.

Pei der Polizei wurde mir mitgeteilt, dass ich nicht der erste bin, welcher die Großmutter wegen übler Nachrede Anzeigt.
Bereits zweimal beschuldigte Sie andere des sexuellen Missbrauchs an Kindern, welche dann Anzeige erstatteten.
Weitere zwei Personen sind mir auch bekannt, welche sich jedoch nicht dagegen wehrten.

Ich möchte mich dagegen mit allen Mitteln wehren, da es an der Zeit ist solchen Menschen das Handwerk zu legen.

Da ich selbständig bin, habe ich auch einen Ruf zu verlieren, außerdem fühle ich mich in meinem Stolz und meiner Ehre verletzt, ganz zu schweigen von den psychischen Problemen, welche solch eine Unterstellung verursacht.

Was kann ich weiter tun, da ich es eigentlich nicht nur bei dieser Anzeige belassen möchte.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt summarisch beantworten möchte:

1)
Neben dem strafrechtlichen Procedere haben Sie die Möglichkeit, zivilrechtlich gegen die Großmutter vorzugehen. Denkbar ist, diese auf Unterlassung in Anspruch zu nehmen und es ihr bei Androhung einer hohen Geldsumme für den Fall der Zuwiderhandlung gerichtlich verbieten zu lassen, entsprechende Äußerungen über Sie zu verbreiten. Allerdings ist zu sagen, dass Sie in diesem Fall entsprechende Beweise bezüglich der ehrverletzenden Äußerungen (z.B. Schriftstücke oder Zeugen) beibringen müssen.

2)
Außerdem stehen Ihnen ggf. Schadensersatzansprüche aus § 823 Abs.2 BGB (Verletzung eines Schutzgesetzes) i.V.m. § 164 StGB (falsche Verdächtigung), § 186 StGB (üble Nachrede),§ 187 StGB (Verleumdung) und aus § 823 Abs.1 BGB zu. Die anzusetzende Summe kann, sofern die Äußerungen auch in der Öffentlichkeit getätigt worden sind und Sie dies beweisen können, bei Ihnen als Selbständigem schnell eine höhere Summe, die vom Einzelfall abhängt, erreichen.

3)
Auch sollten Sie das Jugendamt über die von Ihnen eingeleiteten Schritte informieren; hier sollten Sie außerdem ein ärztliches Attest über die Untersuchung Ihrer Tochter vorlegen und Ihrerseits vor dem Einfluss der Großmutter warnen. Auch könnte Sie eine Aussage Ihrer ehem. Lebensgefährtin vorerst „entlasten“.

Der Großmutter sollte Ihr Fehlverhalten in aller Deutlichkeit klar gemacht werden, wobei ich Ihnen rate, sich anwaltlich vertreten zu lassen. In diesem Zusammenhang steht Ihnen meine Kanzlei gerne zur Verfügung.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick über Ihre Möglichkeiten gegeben zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt
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