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Verkauf des Mietshauses

15. September 2022 07:25 |
Preis: 30,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Zusammenfassung:

Bei einem Vermieterwechsel gilt: Kauf bricht nicht Miete (§ 566 BGB). Die Gründe für eine ordentliche Kündigung ergeben sich auch nach einem Vermieterwechsel aus § 573 BGB. Für eine Kündigung bedarf es demnach eines berechtigten Interesses des Vermieters.

Hallo!

Wir wohnen in Stuttgart, Bad Canstatt. Das Mehrparteien Haus in dem wir eine Wohnung gemietet haben wurde verkauft. Die neuen Eigentümer sanieren und renovieren das Gebäude und boten uns Geld um noch dieses Jahr auszuziehen. Die Wohnungen sollen nach der Sanierung einzeln verkauft werden.

Derzeit befinde ich mich im Studium, mache in ca. 1 Jahr meinen Bachelor und arbeite nebenher. Mein Partner verdient voll.

Wenn wir hier wohnen bleiben und wie geplant nach meinem Studium erst ausziehen, besteht die Möglichkeit dass wir von den neuen Besitzern vorzeitig gekündigt werden?

Liebe Grüße
I&A

15. September 2022 | 09:27

Antwort

von


(104)
Willbecker Str. 75
40699 Erkrath
Tel: 01783172971
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Sehr geehrte/r Mandant/in,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich gilt: Kauf bricht nicht Miete (§ 566 BGB). Das bedeutet, dass der neue Eigentümer anstelle des bisherigen Vermieters in das Mietverhältnis eintritt und sich im Übrigen nichts an den Rechten und Pflichten der Mietparteien ändert.

Auch die Kündigungsgründe für den Vermieter ändern sich nicht. Diese ergeben sich bei einer ordentlichen Kündigung aus § 573 BGB. Eine Kündigung ist demnach nur möglich, wenn der Vermieter ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses hat, wobei eine Kündigung zum Zwecke der Mieterhöhung ausgeschlossen ist.

Ein berechtigtes Interesse des Vermieters könnte insbesondere dann vorliegen, wenn er die Räume als Wohnung für sich, seine Familienangehörigen oder Angehörige seines Haushalts benötigt, sog. Eigenbedarfskündigung (§ 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB). Der Vermieter würde sich jedoch schadensersatzpflichtig machen, wenn er eine Eigenbedarfskündigung nur als Vorwand benutzen würde, um das Mietverhältnis mit Ihnen zu beenden. Also insbesondere dann, wenn die Wohnung anschließend nicht von ihm selbst oder seinen Angehörigen tatsächlich bezogen, sondern an Dritte weitervermietet wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Leon Beresan


Rückfrage vom Fragesteller 15. September 2022 | 12:50

Vielen Dank für die Antwort!

Greift bei unserem Fall auch eine Sperrfrist zum Thema Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentum? Oder besteht trotzdem die Möglichkeit mit einer ordentlichen Frist gekündigt zu werden?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15. September 2022 | 15:13

Sehr geehrte/r Mandant/in,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Bei einer Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen, wie in Ihrem Fall, kann sich der neue Vermieter erst nach Ablauf von drei Jahren seit der Veräußerung auf seine berechtigten Interessen berufen, § 577a Abs. 1 BGB. Eine ordentliche Kündigung ist in diesem Zeitraum nur aufgrund einer nicht unerheblichen Pflichtverletzung des Mieters möglich (§ 573 Abs. 2 Nr. 1 BGB).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Leon Beresan

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