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Verkauf Differenzbesteuerung


| 16.12.2010 12:24 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban



Hallo.. ich bin als ebay-Verkaufsagent tätig und verkaufe zu etwa 80% von privaten Einlieferer/Kunden bei ebay. In meinen Rechnungen steht immer "Kein Ausweis der Mehrwertsteuer gemäß Differenzbesteuerung (§25s UStG. Jetzt habe ich einen Bierwagen verkauft, auch dieser Kunde tritt mir gegenüber als privater Einlieferer auf, der Käufer besteht mir gegenüber auf Ausweis der MwST. (Aufforderung über Anwalt. Wenn ich diese ausweisen würde müsste ich die ja auch am Finanzamt als eingenommene Umsatzsteuer wieder abführen, da ich aber keine Rechnung mit Vorsteuer habe, würde ich diese komplett aus meiner Tasche bezahlen. Ich erstelle meinem Einlieferer gegenüber einen Auszahlungsbeleg auf dem ich Steuer auf meine vereinbarte Provision bezahle. Hat der Käufer nun das Recht auf eine Rechnung mit MwSt. zu bestehen? Dann würde ich ja über 1000,- Euro Steuer abführen müssen bei einer Provision von 250,- Euro??? Vielen Dank für die Beantwortung
Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Fragen zur Rechnungsstellung bei der Differenzbesteuerung nach § 25 a UStG.

Die Forderung Ihres Kunden nach Erstellung einer Rechnung mit Umsatztsteuerausweis nach § 14 UStG können und dürfen Sie nicht erfüllen. Dies verstößt gegen § 14 Abs. 6 UStG. Selbst wenn Sie Ihrem Kunde eine solche Rechnung ausstellen würden, kann er die Vorsteuer daraus nicht geltend machen, Sie müssten Sie aber in voller Höhe abführen.

Die im Verkaufspreis enthaltene Umsatzsteuer – auch wenn Sie diese nach § 25 a UStG ermitteln und an das Finanzamt zahlen, darf gem. §14a (6) UStG, nicht gesondert auf der Rechnung ausgewiesen werden. Sie als Wiederverkäufer müssen darauf hinweisen, dass Sie die Differenzbesteuerung anwenden, nach Ihrem Vortrag haben Sie dies ausreichend gekennzeichnet.

Der Käufer kann bei klarer Kennzeichnung als Wiederverkäufer von Ihnen keine Rechnung mit gesondertem Umsatzsteuerausweis verlangen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und stehe für eine Nachfrage gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

§ 14 Abs. 6 UStG
In den Fällen der Besteuerung von Reiseleistungen ( § 25 ) und der Differenzbesteuerung ( § 25a ) ist in der Rechnung auch auf die Anwendung dieser Sonderregelungen hinzuweisen.
In den Fällen des § 25 Abs. 3 und des § 25a Abs. 3 und 4 findet die Vorschrift über den gesonderten Steuerausweis in einer Rechnung ( § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 8 ) keine Anwendung.

Bewertung des Fragestellers 20.12.2010 | 15:10


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