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Differenzbesteuerung bei GmbH

| 25. September 2021 17:06 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Ich plane evtl. ein Versandhandel zu eröffnen (Rechtsform GmbH) und habe diesbezüglich folgende Fragen.

1. Ich werde den Großteil der Ware normal über den Großhandel beziehen und somit Vorsteuer ziehen und Umsatzsteuer abführen. Den kleineren Teil der Ware soll die GmbH von meinem Mann abkaufen und die Differenzbesteuerung nutzen können. Dies soll ein größerer Posten zu Beginn und wahrscheinlich später noch ein oder
2. Mein Mann hat seine Sammlung in den letzten Jahren aufgebaut und alles als Endverbraucher gekauft und immer Umsatzsteuer abgeführt. Teilweise hat er auch noch die Rechnungen. Es handelt sich ausschließlich um Neuware, die in der Vitrine stand.
3. Die Sammlung hat einen Wert von angenommen 50.000 €. Wäre es möglich nun ein Teil für angenommene 20.000€ an die GmbH zu verkaufen und als Privatmann für 20.000€ eine Rechnung mit genauer Auflistung (es handelt sich um Flaschen) der Bestandteile zu schreiben? Und könnte die GmbH mit Hilfe dieser Rechnung nun die Artikel mit Differenzbesteuerung verkaufen?
4. Angenommen die Differenzbesteuerung funktioniert unter diesen Bedingungen, was genau müsste dann im Shop unter dem Artikel stehen, der mit Differenzbesteuerung verkauft werden soll?
5. Wenn Differenzbesteuerung zu Beginn gewählt werden kann, ist es dann auch möglich im Folgejahr den Rest der Sammlung der GmbH auf gleiche Weise zu verkaufen und wieder die Differenzbesteuerung zu wählen?
6. Nun noch eine Besonderheit. Mein Mann vermietet ein Haus an ein Unternehmen und hat hier für Ausweis der Umsatzsteuer optiert. Zudem hat er eine Photovoltaikanlage auf seinem Dach. Er ist sonst aber rein Privatmann und hat kein Gewerbe. Kann er trotz dieser Umstände als Privatmann eine Rechnung ohne Ausweis der Umsatzsteuer schreiben?


Einsatz editiert am 26.09.2021 11:37:56

Einsatz editiert am 28.09.2021 10:04:11

Einsatz editiert am 28.09.2021 19:13:14

Eingrenzung vom Fragesteller
28. September 2021 | 10:03
30. September 2021 | 23:01

Antwort

von


(254)
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01326 Dresden & Köln
Tel: 0351 65 888 350
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Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Frage nehme ich gerne an. Die Sache ist nicht anspruchslos, wie die Hinweise der Kollegen schon angedeutet haben.

Wegen fortgeschrittener Stunde nehme ich die Sache heute an, werde aber erst morgen nach Einarbeitung in die Details mit einer Antwort auf die Sache zurück kommen.

Gleichzeitig stehe ich per Mail zur Verfügung, bevor Sie hier vorschnell die Nachfragefunktion verbrauchen.

Mit besten Grüssen und bis morgen.

Fricke
RA und Dipl. Kfm.


Ergänzung vom Anwalt 1. Oktober 2021 | 11:40

Sehr geehrte Ratsuchende,

das Vorhaben würde nur nach folgender Annahme und Maßgabe funktionieren.

Ihr Mann scheint gewerblich eine Photovoltaikanlage zu betreiben und zum Ausweis der Umsatzsteuer berechtigt und verpflichtet zu sein. Damit ist er Unternehmer, aber nur in diesem Bereich seiner Tätigkeiten. Gleiches gilt in Bezug auf seine Vermietung.

Losgelöst davon scheint dieser aus privaten Gründen für sich und nicht gewerblich wohl Flaschen oder sonstige Gegenstände erworben und gesammelt zu haben. Hierfür hat er und wird er Umsatzsteuer bezahlt haben. Die spätere Veräußerung Ihres Mannes müssten nun also an ein Unternehmen erfolgen und dürfte keine Umsatzsteuer ausweisen. Das ist nicht der Fall, wenn er diese Ware als Privatmann veräußert und nicht angenommen werden kann, daß er eigentlich selber auch hier gewerblich handelt. ( keine dauerhafte Lösung für diesen also ).

Damit erwirbt die GmbH von einem Privatmann Ware und hat hierfür keine gesonderte Umsatzsteuer bezahlt, da es eben nur einen "Verkaufspreis" gabe. Das ist der Netto – und Bruttoeinkaufspreis zugleich, der als Grundlage für die Differenzbesteuerung für die GmbH herangezogen wird.

Der Mehrwert unterliegt dann der Umsatzsteuer. Der Preis der Ware und die Rechnung beim Verkauf der Ware darf die Umsatzsteuer dann nicht ausweisen, es muss aber ein Hinweis auf das Vorliegen der Differenzbesteuerung ausgewiesen werden.

Die Rechnung weist dann die Position aus, wobei "Netto- und Bruttopreise" bitte nicht verwendet werden sollten. Es wird nur der Verkaufspreis ausgewiesen. Unter dem Verkaufspreis wird dann eingefügt:

Enthaltene Mehrwertsteuer 19 Prozent auf ( Differenzbetrag einfügen ).

Die Rechnung weist dann am Schluss den Rechnungsbetrag auf und darunter den Hinweis, daß hier eine Differenzbesteuerung nach § 25 a UstG vorliegt.

Im weiteren sind die Voraussetzungen für die GmbH erfüllt. Diese kann und darf bereits versteuerte und nicht mit Umsatzsteuer ausgewiesene Ware aufkaufen und dann differenzbesteuert verkaufen. Die Sammlung Ihres Mannes könnte insoweit aufgesplittet werden, was ja auch dann gelten würde, wenn Sie den zweiten Teil von einem Dritten kaufen würden.

Die Aufzeichnungen des Ankaufes und auch des zuvorigen Aufkaufes vom Mann mit Steuernachweis sollten für das FA aufbewahrt werden, damit dieses immer die Voraussetzungen nach § 25 a UstG und die konkrete Umsetzung selber nachvollziehen kann.

Aber: eine Dauerlösung ist das nicht. Wenn nun Ihr Mann auf die Idee kommt, auf diese Weise ständig die GmbH mit differenzbesteuerter Ware versorgen zu dürfen, wird er selbst zum Unternehmer, er wäre umsatzsteuerpflichtig, dürfte die Ware nicht mehr ohne Umsatzsteuer an die GmbH verkaufen und die Differenzbesteuerung für die GmbH wäre hinfällig. Also bitte nicht übertreiben und den Vorgang einmalig oder auf zwei Tranchen verteilt so abwickeln.

Mit besten Grüssen

Fricke
Ra

Bewertung des Fragestellers 1. Oktober 2021 | 18:56

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