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Unterhalt für 18järigen


25.11.2011 15:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von



Guten Tag,

mein Sohn den ich seit seiner Konfirmation nicht mehr gesehen habe weil seine Mutter ihn
beeinflusst (ich musste zwischenzeitlich beim Einwohnermeldeamt gegen Gebühr seine Adresse erfragen) wird im nächsten Frühjahr Volljährig.
Bis dahin gibt es einen Unterhaltstitel den ich auch bediene.
Mein Sohn besucht bis zum Sommer 2012 (evtl. auch länger) ein Wirtschaftgymnasium und wohnt bei seiner Mutter.
Jetzt hat seine Mutter mich anwaltlich aufgefordert mein Einkommen nachzuweisen um
den Unterhalt für das Volljährige Kind zu berechnen.
Grundsätzlich ist das ja in Ordnung.

Nur trau ich weder der Mutter noch ihrer Anwältin. Ich soll natürlich alle 12 Gehaltsabrechnungen vorlegen und den Einkommenssteuerbescheid.

Kann ich sicher sein, dass die Kindesmutter diese nicht zu sehen bekommt?
Diese Frau verwendet jede Information gegen mich. Nicht nur rechtlich relevante Fakten.

Wie kann ich bewirken, dass die Unterlagen vertraulich behandelt werden und nur die
Unterhaltsberechnung der Mutter zugänglich wird?
Gibt es eine neutrale/unabhängige Stelle an die ich mich wenden kann?

In welchem Rahmen muss ich informiert werden bei
Veränderungen, zB Abbruch der Schule, Ausbildungsbeginn, Nebenjob??
25.11.2011 | 19:50

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Grundsätzlich sei zum Unterhalt für volljährige Kinder anzumerken, dass beide Elternteile (!) und eben nicht nur der Vater dem Kind Barunterhalt schulden. Sofern die Mutter leistungsfähig ist, also über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, ist auch sie selbst dem Sohn gegenüber barunterhaltspflichtig.

Zu Ihrer eigentlichen Frage:
Wenn Sie der Rechtsanwältin der Kindsmutter die Gehaltsabrechnungen / Steuerbescheide etc. übersenden, wird die Anwältin diese auf Wunsch der Kindsmutter selbstverständlich an die Kindsmutter weiterleiten. Die Anwältin arbeitet schließlich als Dienstleisterin der Kindsmutter, so dass sie keinen Grund hat, ihrer eigenen Auftraggeberin die Unterlagen vorzuenthalten.

Der Sinn des Auskunftsrechts liegt schließlich darin, die genauen Hintergründe zu erfahren.

Eine neutrale Stelle existiert leider nicht.

Ich bedaure, Ihnen keine positivere Auskunft geben zu können.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sollten hier wichtige Informationen hinzugefügt, weggelassen oder unklar dargestellt worden sein, kann die rechtliche Beurteilung womöglich auch völlig anders aussehen. Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Ich wünsche Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt




Nachfrage vom Fragesteller 25.11.2011 | 21:52

Sehr geehrter Herr Zimmlinghaus,
wie sieht die Antwort auf meine Frage nach meinem
Inforecht (zB Abbruch der Schule, Ausbildungsbeginn, Nebenjob)bzw. der Infopflicht meines Sohnes aus? Wie zeitnah muss ich informiert werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.11.2011 | 22:55

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Der BGH hat entschieden, dass der Unterhaltsgläubiger, also Ihr Sohn, nach dem Grundsatz von Treu und Glauben gemäß § 242 BGB verpflichtet ist, solche Änderungen selbsttätig, also unaufgefordert Ihnen gegenüber anzuzeigen, die den Unterhaltsanspruch der Höhe nach beeinflussen würden.

Wenn sich eine solche Änderung also konkret abzeichnet, muss Sie Ihr Sohn informieren.

Es gibt keine Regelung hinsichtlich einer genauen Frist, innerhalb derer sie informiert werden müssen; dies wird man auch vom Einzelfall abhängig machen müssen. Evident ist, dass Sie über solche Änderungen zeitnah informiert werden müssen. Dies sollten Sie auch Ihrem Sohn so mitteilen bzw. anwaltlich mitteilen lassen.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt


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