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Ungerechtfertigte Rechnung für einen Umzug

04.12.2018 14:36 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Was ist bei einem "missglückten" Umzug zu berechnen?

Guten Tag,
ich habe von einem Transportunternehmen eine Rechnung von knapp 1000,00 € für die Durchführung meines Umzugs bekommen.
Im Vorfeld gab es keine schriftliche Festlegung eines Festpreises, die am Umzugstag zu erbringenden Leistungen wurden bei einer vorherigen Besichtigung mündlich vereinbart. Die Arbeitszeit wurde in pro Person und Stunde abgerechnet. Es waren der Transporteuer und zwei seiner Mitarbeiter von 9-17h anwesend.
Am Umzugstag wurde von einem Mitarbeiter des Transportunternehmers 15 Minuten nach Umzugsbeginn (also um 9.15h) der Fahrstuhl blockiert. Dieser funktionierte gegen 12.30h wieder.
Dies hatte zur Folge:
- Der Transporteur hat sich bis um 12h, zum Teil zusammen mit seinen Mitarbeitern, immer wieder um die Behebung der Fahrstuhlstörung gekümmert, waren etwa im Baumarkt oder in anderen Geschäften und haben in diesem Zeitraum nicht meinen Umzug gemacht, sondern versucht, auf meine Kosten ihre Fehler zu beheben. Auf seine Bitte hin habe ich nicht sofort den Kundendienst gerufen. Der Fahrstuhl war daher erst wieder funktionsfähig, als der Großteil des Umzugguts hinuntergetragen worden war.
- Meine Bekannten haben stattdessen die Kartons getragen sowie, entgegen der ursprünglichen Vereinbarung, statt des Transporteurs Waschmaschine, Kleiderschrank und Küche abgebaut.
- Aus diesen Gründen hat der Umzug weitaus länger gedauert, und dies obwohl statt der angekündigten drei sogar sechs Bekannte geholfen haben. Zudem konnten am Umzugstag nicht wie vereinbart Schrank, Küche und Herd wiederaufgebaut werden.
- Der Transporteur hat mich angesichts der fortgeschrittenen Zeit gebeten, am folgenden Montag den Rest (Schrankaufbau, Herdanschluss, Küchenaufbau) erledigen zu können und hierfür erneut Stunden und Anfahrt berechnet. Er hat in dieser Zeit zudem die Reparatur eines Stuhls vorgenommen, um die ich ihn nicht gebeten hatte. Vom eigentlich vereinbarten Aufbau der Küche bin ich zurückgetreten.

In welchem Maße kann und wie sollte ich der Rechnung widersprechen? Wenn ich mir die Leistungen anschaue, die statt des Transporteuers von meinen Bekannten erbracht wurden, bin ich geneigt, allenfalls die Hälfte der mir berechneten Arbeitszeit zu zahlen.

06.12.2018 | 01:25

Antwort

von


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Gerne zu Ihrem Fall:

Als Verbraucherin haben Sie mit dem Unternehmen einen etwas gemischt typischen Werkvertrag abgeschlossen, bei dem es üblich und auch wirksam ist, vorher im Rahmen einer Besichtigung einen Stundenpreis/pro Person zu vereinbaren. Allerdings ausgerichtet auf den Erfolg.

Wenn das Unternehmen zurechenbar Stundenleistungen nicht erbracht hat, dürfen Sie diese von der Rechnung abziehen, also insofern die Vergütung „bilanziert" abziehen. Das sollten Sie unter Schilderung des hier vorgelegten Sachverhalts tun. Denn als Werkunternehmer war Ihnen der Erfolg geschuldet. Die

Nacherfüllung am nächsten Tag haben Sie konkludent akzeptiert, müssen das also per Saldo abziehen, also dem Unternehmer gut rechnen. Die neuen Anfahrtkosten lehnen Sie aber nachdrücklich ab. Die fallen in das Verschulden des Unternehmers.

Aus der Ferne schätze ich es durchaus für gerecht ein, wenn Sie sich einvernehmlich auf die Hälfte der vereinbarten Summe (aus der Stundenvergütung errechnet) einigen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Krim.-Dir. a.D. Willy Burgmer

Rückfrage vom Fragesteller 12.12.2018 | 11:51

Wenn ich es richtig verstehe, hat der Widerspruch eine aufschiebende Wirkung, wann ich die Rechnung bezahlen muss. Was mache ich, wenn der Transporteur sein Verschulden nicht einsieht und trotz des Widerspruchs eine Zahlungsfrist setzt und mit einem Inkassobüro droht? Soll ich die Summe überweisen, die ich für gerechtfertigt halte oder erkenne ich damit die Rechnung als Ganzes an?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 12.12.2018 | 12:32

Eine Teilzahlung hat keine anerkennene Wirkung. Will der Gegner mehr, kann er wg. des Restbetrags einen Mahnbescheid erwirken, dem Sie widersprechen können. Dann muss er das streitige Verfahren einleiten.

Sie können auch "unter Vorbehalt ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" den vollen Betrag zahlen, um sich den Rückforderungsanspruch zu sichern und diesen dann selbst per MB ein zuklagen.

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