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Stromvertrag / Umzug

04.01.2016 14:01 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich habe folgendes Anliegen.

Im Januar 2015 bin ich aus meiner Wohnung ausgezogen.
Es gibt ein Übergabeprotokoll mit der Zählernummer und Zählerstand Strom.
Dieses Übergabeprotokoll wurde von mir und der Nachmieterin unteschrieben (31.01.15).

Ca.zwei Wochen später habe ich mich in der neuen Wohnung bei dem ortsansäßigen Stromlieferanten mit meiner neuen Adresse angemeldet (was mein Vermieter auch schon getan hatte) und habe die alte Wohnung mit dem Zählerstand der alten Wohnung abgemeldet.

Irgendwann im September bekam ich dann mal Post von den Lechwerken,mit einer Nachzahlung bis einschließlich 27.7.2015 (da hat sich die Nachmieterin erst in der Wohnung angemeldet) in Höhe von 460€.

Ich teilte telefonisch mit, dass ich dort seit 31.01.2015 nicht mehr wohne, sie wollten dies prüfen.

Für meine jetzige Wohnung bekam ich ganz normal seit dem 01.02.2015 die Erinnerung für Abschlagszahlung zugeschickt.

Heute rief ich erneut bei den Lechwerken an, nachdem ich am 28.12.2015 ein Schreiben mit der Einstellung der Stromversorgung für meine neue Wohnung bekam (dabei handelt es sich um die offenene Rechnung wie oben genannt in Höhe von 460€ von der alten Wohnung, für einen Zeitraum in dem ich dort bereits nicht mehr wohnte).

Die Antwort.Sie hätten meine Kündigung nicht erhalten und somit hätte ich Pech.
Es läuft der Vertrag erst nicht mehr auf meinen Namen, seitdem die Nachmieterin sich am 27.07.2015 angemeldet hat (ich gehe davon aus, dass Sie sich da erst angemeldet hat, nachdem man bezüglich meines Stromvertrages ihr den Strom abstellen wollte).
Die Lechwerke interessiert kein Übergabeprotokoll wo hervorzugehen ist das ich nicht mehr in der Wohnung gewohnt habe und hat mir schriftlich angedroht, den Strom meiner jetzigen Wohnung zum 11.01.2016 einzustellen.

Frag ewas kann ich jetzt tun?
Ich habe das Kündigungsschreiben direkt bei den Lechwerken in den Briefkasten geworfen und habe somit auch keinen Nachweis.

ich hoffe das man mir irgendwie helfen kann.
Die NAchmieterin ist für mich weder telefonisch noch persönlich erreichbar.
04.01.2016 | 14:43

Antwort

von


(1940)
Brandsweg 20
26131 Oldenburg
Tel: 0441-7779786
Web: http://www.jan-wilking.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Sie keinen Zeugen für den Einwurf des Kündigungsschreibens haben, wird es tatsächlich schwer werden, sich gegen die Forderung des Stromanbieters zu wehren.

Denn der Kunde trägt die Beweislast für den Zugang eines Kündigungsschreibens, weil es sich diesbezüglich um eine empfangsbedürftige Willenserklärung im Sinne des § 130 BGB handelt. Es liegt im Verantwortungsbereich desjenigen, welcher sich auf den Zugang eines Schreibens berufen will, sicher zu stellen, dass ein solcher Zugang auch erfolgt ist. Auch das Übergabeprotokoll wird Ihnen hierbei leider wenig weiterhelfen. In einem vergleichbaren Fall hat das Amtsgericht Freudenstadt (Urteil vom 02. April 2008 - Az. 5 C 466/07) hierzu ausgeführt:

"Es kommt weder darauf an, wann die Beklagte Strom abgelesen hat, noch ob die Wohnung nach Übergabe von einer dritten Person genutzt bzw. renoviert wurde. Entscheidend ist allein die ordnungsgemäße Beendigung des Vertragsverhältnisses. Der Vertragspartner eines Energielieferungsvertrages ist dem Versorgungsunternehmen bis zu seiner Kündigung ungeachtet dessen zahlungspflichtig, dass der Strom etwa von einem Dritten verbraucht worden ist. Wird der Gebrauch von Energie ohne ordnungsgemäße Kündigung eingestellt, so haftet der Kunde dem Versorgungsunternehmen für die Bezahlung des Verbrauchs auch dann, wenn inzwischen ein Dritter die Leistungen des Versorgungsunternehmens in Anspruch genommen hat und Vertragspartner geworden ist (OLG Frankfurt NJW-RR 1989, 889 ) ."

Ohne weiteren Nachweis für den Einwurf der Kündigung sehe ich daher wenig Chancen, der Forderung entgegenzutreten. Sie sollten dann den offenen Betrag besser bezahlen und versuchen, sich das Geld von der Nachmieterin wiederzuholen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Jan Wilking

ANTWORT VON

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