Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unbezahlte Überstunden und trotzdem Abmahnung?


| 15.01.2006 18:59 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Sehr geehrte Damen Und Herren

Seit 5 Jahren Arbeitet meine Frau bei einer Gebäubereinigung als Reinigungskraft auf 400 Euro basis 2,5 Std. pro Tag.Seit ca.3 Jahren in dem selben Objekt zusammen mit 4 Kolleginnen.
Vor 2 Monaten wechselte eine Kollegin zu einem anderen Unternehmen und wurde nicht ersetzt.
Ab diesem Zeitpunkt mussten meine Frau und Ihre Kolleginnen die Arbeit mitmachen.Da Die Arbeit jedoch jetzt nicht mehr in 2,5 Std.pro Tag möglich war sprach meine Frau die zuständige Objektleiterin an die aber auf das Problem nicht einging.
Danach sprach die Objektleiterin meine Frau und Ihre Kolleginnen an dass die Reinigungsleistung nicht in Ordnung sei und sie länger Arbeiten sollten (ohne Lohnausgleich) oder eine neue Reinigungskraft wieder hinzukomme jedoch dann jede 80Euro weniger Lohn bekommen würden.
Meine Frau und Ihre Kolleginnen arbeiteten dann auch jeden Tag etwas länger um die zusätzliche Arbeit zu schaffen jedoch war es der Objektleiterin immer noch nicht genug,und sie übte weiterhin Druck aus.Jetzt bekam meine Frau auch noch eine schriftliche Abmahnung von Ihrer Vorgesetzten mit einer frist alle sogenanten Mängel zu beseitigen da das Unternehmen das F3ehlverhalteh meiner Frau nicht unbeanstandet hinnehmen würde.
Dieser Druck macht meiner Frau sehr schwer zu schaffen.
Ich finde das Verhalten der Objektleiterin und des Unternehmens Inakzeptabel da es meiner Meinung schon an Mobbing grenzt.
Vieleicht sollen aber diese Schikanen und die Abmahnung auch die möglichkeit der Kündigung einer unbequemen Mitarbeiterin erleichtern.

Bitte um Ihre Meinung zu diesem Fall und welche Rechtlichen Möglichkeiten wir für eine weitere Vorgehensweise haben.

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst einmal richten sich die zu leistende Arbeitszeit und der Arbeitsumfang nach dem vorliegenden Arbeitsvertrag. Ihre Frau hat daher nicht die Verpflichtung, darüber hinaus Arbeitsstunden zu leisten. Die Abmahnung wird wohl Ihrer Schilderung nach keine rechtliche Grundlage haben und Ihre Frau kann deshalb arbeitsrechtlich dagegen vorgehen und zunächst verlangen, dass die Abmahnung aus der Personlakte entfernt wird und dieser zugleich widersprechen und den Sachverhalt richtig stellen.

Dennoch bin ich mir nicht sicher, ob dies die Situation Ihrer Frau im Unternehmen verbessert.

Sollte sich die Firma dazu entschlossen haben, eine Arbeitnehmerin loszuwerden, hat diese meist wenig Möglichkeiten, dagegen anzugehen. Dennoch, Mobbing ist nicht zulässig.

Dem Arbeitgeber obliegt der Schutz des Persönlichkeitsrechts und der sonstigen Rechtspositionen wie Gesundheit und Ehre des Arbeitnehmers. In jedem Schuldverhältnis, wie insbesondere dem Arbeitsverhältnis, besteht die Pflicht zur Rücksicht gegenüber den Rechten, Rechtsgütern und Interessen des Vertragspartners (§ 241 Abs. 2 BGB).

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern steht in Betrieben des privaten Rechts zunächst die Möglichkeit offen, sich bei der im Betrieb zuständigen Stelle zu beschweren, wenn sie sich vom Arbeitgeber oder von anderen Arbeitnehmern des Betriebes benachteiligt oder ungerecht behandelt oder in sonstiger Weise beeinträchtigt fühlen (§ 84 BetrVG). Dieses Recht besteht unabhängig von der Existenz eines Betriebsrates. Zuständig ist im Zweifel der unmittelbare Vorgesetzte. Bleibt die Beschwerde erfolglos, können sie sich an den Arbeitgeber wenden. Formen und Fristen für die Beschwerde gibt es nicht. Sie können ein Mitglied des Betriebsrats als Person ihres Vertrauens hinzuziehen (§ 84 Abs. 1 Satz 2 BetrVG).

Ihre Frau sollte sich daher an einen der Objektleiterin übergeordeneten Vorgesetzten wenden und das Problem dort darlegen.


Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
-Rechtsanwalt-

www.net-rechtsanwalt.de
www.net-scheidung.de
www.online-einspruch.de
www.strom-und-gas.de
www.net-strafverteidiger.de
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Wie Sie vorgeschlagen haben werden wir uns mit dem Vorgesetzen der Objektleiterin in verbindung setzen.Danke für die Hilfe "
FRAGESTELLER 4/5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER