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Abmahnung wegen mutwilligen Überstunden von medizinischem Personal


11.09.2007 16:01 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind tätig im örtlichen Krankenhaus (Staßfurt). Derzeit eskaliert die Situation in unserer funktionsdiagnostischen Abteilung. Hintergrund ist u.a. die angespannte Finanzlage (wie sie ja fast alle Häuser betrifft). Dabei spielen die Personalkosten die größte Rolle. Man versucht mit allen Mitteln hier einzusparen, sogar soweit, das teilweise eine Funktionalität kaum noch gegeben ist. Im konkreten Fall ergab es sich, dass an einem Nachmittag zwei Notfallmagenspiegelungen bei akuter Blutung erfolgen mußten. Die Untersuchungen überschritten die normale Dienstzeit. Es entstanden Überstunden. Für die Assistenz dieser Untersuchung blieben 2 MTA (med.techn. Angestellte),für sie selbstverständlich länger. Aus meiner Sicht als Arzt durchaus gerechtfertigt. In jedem Moment kann in einer solchen Untersuchung eine Notfallsituation eintreten die umgehendes Handeln erfordert. Hier wäre ein Arzt und eine MTA sicher schnell überfordert. Es handelt sich hier nicht um eine Elektivuntersuchung. In der Konsequenz mußten sich die MTA´s am Folgetag gegenüber dem für Pesonalfragen Verantwortlichen für ihr Verhalten rechtfertigen. Es wurde massiv mit Abmahnung gedroht, würden sich solche Vorfälle wiederholen. Es wurde mutwilliges Anhäufen von Überstunden unterstellt (dies war ganz sicher nicht Beweggrund der MTA´s)Mit dem entspr. Leiter bestehen ohnehin erhebliche Spannungen, dieser ist scheinbar unantastbar und entwickelt offenbar eine eigene Rechtssprechung. Die MTA´s sind ihm nahezu schutzlos ausgeliefert. Darüberhinaus bekleidet er das Amt des Personalratschefs (eine gewisse Schizophrenie...). Konkrete Frage: kann in diesem Fall tatsächlich mit Abmahnung gedroht werden?
Im weiteren drohte dieser Leiter den MTA´s, würden sie diese Probleme an uns als Ärzte weiterleiten, würde ebenfalls Abmahnung drohen! Uns als Ärzten bleibt die aktuelle Situation nicht verborgen, auch wir haben unseren Unmut geäußert. Dies war dem Leiter Grund genug diese Drohung auszusprechen. Den MTA´s wurde vorgeworfen die Probleme nach "außen zu tragen". Ist auch hier eine Androhung/Durchsetzung einer Abmahnung rechtlich in Ordnung. Offenbar basiert das geschilderte Vorgehen auf Abschreckung und Einschüchterung der Mitarbeiter. Ich bin mir nicht sicher, ob hier nicht Mobbing vorliegt!?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


die Drohung kann zwar erfolgen, sie läuft aber ins Leere.


In beiden Fällen würde einer Abmahnung jegliche Substanz fehlen. Sollte diese - unberechtigte - Abmahung trotzdem ausgesprochen werden, sollten die Mitarbeiter dagegen dann vorgehen.

Es sollte dann zunächst verlangt werden, die Abmahnung zurück zu nehmen. Erfolgt dieses (wahrscheinlich, nach Ihrer Schilderung der Zustände) nicht und geben die MTA´s sich auch nicht mit einer Gegendarstellung in Ihrer Personalakte zufrieden, müsste dann eine Entscheidung des Arbeitsgerichtes herbeigefüht werden.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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