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Umgehung Pflichtteil Erbe von Stieftochter

16.08.2019 13:02 |
Preis: 55,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

mein Mann und ich regeln gerade unseren Nachlass. Wir haben eine gemeinsame Tochter und je ein Kind aus einer anderen Beziehung. Die große Tochter meines Mannes führt einen sehr fraglichen Lebenswandel. Das bedeutet, z.B. das Drogenkonsum im Spiel ist. Zudem ist sie von Menschen aus sehr schlechten sozialen Verhältnissen umgeben, zu denen auch ihre Mutter gehört. Arbeiten ist für diese Menschen ein Fremdwort. Ich mache mir Sorgen, was passiert wenn mein Mann vor mir stirbt. Wir besitzen eine Immobilie, unser zu Hause. Mein Mann erwartet zudem eine große Geldsumme im Todesfall seiner Eltern. Wir möchten die Tochter quasi enterben, da wir befürchten, das nur Unfug mit dem Geld getrieben wird. Bzw.soll auf jeden Fall verhindert werden, dass die Mutter, oder sonstige Verwandte womöglich das Geld an sich nehmen. Ich müsste seine Tochter ja auszahlen sofern mein Mann verstirbt. Ist es irgendwie möglich dieses Kind komplett außen vor zu lassen? Z.B.Vorerbe, Nacherbe einzusetzen? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Ihr Mann kann zunächst Ihre Tochter enterben. Dann erhält sie nur den Pflichtteil. Das ist die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Der Pflichtteil kann nur unter extremen Bedingungen, die fast nie vorliegen, ausgeschlossen werden.

Sollte die Tochter noch minderjährig sein, kann er anordnen, dass die Kindesmutter nicht die Vermögenssorge für das Erbe erhält.

Ansonsten helfen testamentarische Regelungen nicht wirklich weiter: Wenn der Erbteil geringer ist als der Pflichtteil, kann die Tochter das Erbe ausschlagen und den Pflichtteil verlangen bzw. den Ergänzungspflichtteil fordern.

Eher wäre zu überlegen, ob Vermögensumschichtungen in Betracht kommen. Wenn lebzeitige Schenkungen an die gemeinsame Tochter erfolgen, können diese nur innerhalb von zehn Jahren bei der Pflichtteilsberechnung hinzugerechnet werden. Lebt Ihr Mann noch mehr als zehn Jahre nach der Schenkung, ist dieser Anteil für die Pflichtteilsberechnung irrelevant.

Auch über güterrechtliche Vereinbarungen kann eine Verschiebung der Vermögens mit erbrechtlichen Folgen erreicht werden.

Sie sollten wegen der Einzelheiten einen Notar vor Ort aufsuchen, der Ihnen sicher eine für Sie passende Gestaltung vorschlagen kann.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

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