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Überhöhte Rechnungen zahlen?


| 19.01.2007 15:32 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Sehr geehrte Damen und Herren

Ich wende mich heute erstmals mit einem Problem an Sie und
hoffe sehr, dass Sie mir schnell helfen können.

Am 17.01.2007 habe ich mein Auto zur Reparatur gegeben.
Der Auftrag von mir lautete – Erneuerung der Koppelstangen f. d. Stabilisator. Das Auto war voll funktionstüchtig Die Reparatur war also nicht unbedingt notwendig, aber ich wollte die Teile erneuern, weil sie ab und an beim Fahren über Unebenheiten Geräusche von sich gaben.

Leider erhielt ich nur einen mündlichen Kostenvoranschlag in Höhe von 80,00 €. Laut Aussage der Werkstatt sollte die Reparatur ca. eine Stunde dauern.

Als ich zur vereinbarten Zeit das Auto abholen wollte, war der Monteur noch am „Werkeln“.
Da er die (alten) Stangen aufgrund einer hartnäckigen Verbindung nicht aus dem Auto demontieren konnte, versuchte er durch Schläge mit dem Hammer, die Verbindung zu lösen. Dabei deformierte er die Lenkerradaufhängung so, dass auch sie erneuert werden musste.
(Ich und mein Neffe waren Zeuge dieses Vorganges. Jeder Schlag tat mir weh.)

Folge war:
Ich konnte mein Auto an diesem Tag noch nicht wie vereinbart mitnehmen, da nun eine neue Radaufhängung bestellt werden musste.
Zur Arbeit musste ich mit dem Taxi fahren, einen Leih- oder Ersatzwagen erhielt ich von der Werkstatt nicht.
Bei der Abholung am darauf folgenden Tag wurde mir auch die Radaufhängung und dazugehörige Arbeitsleistung in Rechnung gestellt- Rechnungsbetrag nun 399,54 €.
Da ich nicht bereit war, den durch die Werkstatt verursachten Schaden zu zahlen, verweigerte mir der Mitarbeiter die Herausgabe meines Autos. Auch die defekten Teile wollte man mir nicht herausgeben.

Nun bin ich sehr ratlos. Das Auto befindet sich noch immer in der Werkstatt. Selbstverständlich bin ich bereit, die vereinbarte Reparaturleistung laut Auftrag zu zahlen. Das wären 130,30 €.
Darauf geht der Monteur jedoch nicht ein. Er verlangt den vollen Rechnungsbetrag mit der Begründung, dass nur durch die Deformierung der Radaufhängung ein Austausch der Koppelstangen möglich war.
Da bin ich jedoch anderer Meinung (selbst Schlosser/Schweißer). Bei fachgerechter Ausführung hätten die verschlissenen Teile komplett mit Aufhängung ausgebaut werden müssen, um dann problemlos die Verbindungsbolzen am Schraubstock zu lösen.

Ich bin z. Z. Leiharbeiter und muss mir jede Geldausgabe gut überlegen. Aus diesem Grund habe ich mich (dummerweise!) diesmal für eine freie Werkstatt entschieden.
Wäre die Werkstatt Mitglied der Kfz- Innung, könnte ich mich problemlos an eine Schiedsstelle wenden. Aber so!?
Eine Rechtschutzversicherung habe ich leider auch nicht. (Auch bisher nicht gebraucht, bin überhaupt kein Streithahn.)

Was kann ich nun tun, um mein Auto zu bekommen?
Auto erhalte ich wie gesagt nur bei Zahlung des vollen Betrages. Den vollen Rechnungsbetrag möchte ich jedoch aus den genannten Gründen nicht zahlen. (Den überhöhten Betrag sehe ich dann ja auch bestimmt nie wieder.)
Nehme ich mir einen Anwalt, kostet das sicher auch ein paar Hunderter. Steht das dann noch im Verhältnis? Dann könnte ich ja auch gleich die Rechnung zahlen und somit Ärger und Zeit sparen. Aber ist das rechtens? Was wäre, wenn ich eine noch höhere Rechnung erhalten hätte.
Sie merken schon, ich bin wirklich sehr verzweifelt und ratlos. Ich ärgere mich über meine Dummheit und das unseriöse Verhalten der Werkstatt.

Über eine schnelle Antwort würde ich mich riesig freuen.
Viele Grüße
Im Auftrag M.
P.S. Ich habe übrigens auch einen Widerspruch der Rechnung mit Begründung schriftlich vorbereitet.

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben summarisch wie folgt beantworten:

Verursachte Schäden müssen Sie nicht zahlen.

Um an das Auto zu kommen, könnte die einfachste Lösung sein, den vollen Betrag unter Vorbehalt zu zahlen und die Differenz dann zurückfordern.

Ansonsten bliebe Ihnen nur die Klage auf Herausgabe gegen Zahlung des niedrigen Betrages.

Ob Sie Erfolg haben werden, wird auch von den tatsächlichen Gegebenheiten (Sachverständiger) abhängen.

Daher sollten Sie einen Kollegen vor Ort aufsuchen.

Bei geringem Einkommen können Sie Beratungshilfe erhalten. Einen Berechtigungsschein und weitere Informationen erhalten Sie bei dem für Ihren Wohnsitz zuständigen Amtsgericht. Mit Beratungshilfe ist die außergerichtliche Vertretung (bis auf einen Eigenanteil von 10 Euro) dann für Sie kostenfrei. Im Gerichtsverfahren können Sie einen Antrag auf Prozesskostenhilfe stellen.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

Nachfrage vom Fragesteller 19.01.2007 | 17:19

Sehr geehrter Herr Steininger,

vielen Dank für die schnelle und gute Antwort!!!!
Also ich bin wirklich völlig überrascht, wie schnell Sie geantwortet haben- echt Klasse! Ich werde dieses Forum bestimmt gern mal wieder nutzen. Bis heute habe ich nicht mal gewußt, dass es soetwas gibt. Also nochmals vielen Dank!
Aber eine Rückfrage habe ich dennoch. Ich würde mich ja gern für die (von Ihnen emfpohlene) einfachste Lösung entscheiden-also Zahlung des vollen Betrages und dann die Differenz zurückfordern.
Heißt das, ich schicke nach Zahlung unter Vorbehalt der Werkstatt meinen Widerspruch der Rechnung zu und fordere die Korrektur der Rechnung? Wenn die Werkstatt darauf nicht reagiert, muss ich dann einen Sachverständigen einschalten und vor Gericht Klagen oder sollte ich gleich nach Abholung des Autos einen Sachverständigen einschalten?
Viele Grüße
M.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.01.2007 | 17:23

Vielen Dank für die Nachfrage.

Bei der Zahlung machen Sie den Vorhalt deutlich (auf Überweisung vermerken oder bei Barzahlung auf Quittung vermerken lassen).

Danach müssen Sie die Rückforderung bei der Werkstatt geltend machen. Also der Rechnungshöhe widersprechen und den zu viel gezahlten Betrag unter Frist fordern.

Kommt man dieser Aufforderung nicht nach, werden Sie den Betrag einklagen müssen. Dazu müssen Sie den Fahler der Werkstatt beweisen, wass ggf. durch gerichtlichen Sachverstndigen erfolgt.

Viel Erfolg.

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Den ganzen Tag ging es mir wegen dem betreffendem Ärger mies. Nach der Antwort von Herrn Rechtsanwalt Steininger war meine Stimmung sofort wieder o.k. "
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