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Tochter hat Wohnung gemietet, kann aber Miete nicht zahlen

| 27. Januar 2022 22:01 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


08:44

Sehr geehrte Damen und Herren!

Meine Tochter (20 Jahre), hat am 01.11.2021 einen Mietvertrag bei der TAG wohnen unterzeichnet. Problem...Meine Tochter ist sehr euphorisch und unbedarft an die Unterzeichnug gegangen! Lesen des Kleingedruckten ist nicht einer ihrer starken Fähigkeiten.
Letztlich hat sie nicht genug Einkommen, um die Miete in voller Höhe und ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Im Vertrag steht unter §2 Mietzeit : 2.1 Das Mietverhältnis beginnt am 01.11.2021 und läuft auf unbestimmte Zeit. Die Kündigungsfrist beträgt für Mieter und Vermieter 3 Monate. Nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraumes verlängert sich die Kündigungsfrist für den Vermieter um jeweils 3 Monate.
Die ordentliche Kündigung dieses Vertrages ist durch jede Partei erstmalig zum 31.01.2024 möglich.
Die Kündigung muss schriftlich spätestens zum 3. Werktag des ersten Monats der Kündigungsfrist erfolgen. Für die Rechtzeitigkeit der Kündigung kommt es nicht auf die Absendung, sondern auf den Zugang des Kündigungsschreibens an.

2.3 Das Recht zur außerordentlichen fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund nach §§543, 569 BGB bleibt unberührt
Im Falle einer vom Mieter zu vertretenden fristlosen Kündigung haftet der Mieter dem Vermieter auch nach erfolgter Rückgabe des Mietgegenstandes für einen etwa enstehenden Ausfall an Miete, NK und sonstigen Entgelten, jedoch nur für den Ausfall, der bis zu dem Tag entsteht, zu dem das Mietverhältnis unter Einhaltung der Fristnach §2.1 hätte gekündigt werden können.
Wir haben den Mietvertrag gekündigt und auch angegeben, das meine Tochter derzeit finanziell nicht in der Lage ist, die Miete zu bezahlen und wir verhindern möchten, dass es zu "Mietschulden" kommt. Freundliche (schriftliche)Antwort von einem der vielen Mitarbeiter, man könne doch auch Hlfen beantragen usw. Geheimtipp : man könne man ja auch einen Nachmieter suchen.( Schwierig in derzeiger Corona Situation).
Meine Tochter bewohnt diese Wohnung nicht, lebt weiter bei uns zu Hause. Mir ist klar, das Verträge bindend sind und ich war leider nicht bei den Vorgesprächen dabei und weiss auch nicht 100%ig, was Tochter an Einkommen angegeben hat.
Was haben wir für rechtliche Möglichkeiten? Ich möchte es ungern auf Mahnverfahren oder dergleichen ankommen lassen( Eidesstattliche Versicherung) . Man bot uns zwar Hilfe an, aber ich bezweifel, dass das von uns gemachte "Angebot" so gut ankommen wird .
Wie kommen wir aus dieser verfahrenen Situation raus?
Vielen Dank und freundliche Grüße und bleiben Sie Gesund !
Melanie

27. Januar 2022 | 22:27

Antwort

von


(2003)
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70372 Stuttgart
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Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Leider kann ich Ihnen da nicht viel Hoffnung machen und man müsste versuchen, einen Aufhebungsvertrag mit der Vermieterseite zu schließen. Im Einzelnen:
Die Regelungen im Mietvertrag sind wirksam, insbesondere im Hinblick auf die feste Laufzeit von drei Jahren, was nach der Rechtsprechung möglich ist, also der Kündigungsausschluss, was die ordentliche Kündigung betrifft.

Insofern geht zwar Ihre Kündigung nicht ins Leere, aber es sind eben die (knapp) 3 Monate, und das noch dazu zu meinem Bedauern erst ab dem frühestmöglichen Kündigungszeitraum im Jahr 2024.

Nur nützt es natürlich auch dem Vermieter nichts, wenn er nur sporadisch seine Miete bekommt oder zum Teil eben nicht bekommt. Vor diesem Hintergrund sollte der Vermieter gesprächsbereit sein und Ihnen einen Aufhebungsvertrag anbieten können, wobei man ebenfalls vereinbaren kann, dass Ihre Tochter sich um einen Nachmieter kümmert. Dieser könnte dann eher einspringen und die finanzielle Last abmildern. Mehr wird man hier nicht machen können, da es ansonsten kein Recht gibt, etwa durch eine Nachmieterstellung frühzeitig aus dem Mietvertrag zu kommen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 27. Januar 2022 | 22:37

Recht herzlichen Dank, für die schnelle Antwort!
Wäre es nicht auch möglich, das meine Tochter sich selbst "anzeigt", bezüglich "falscher" Angaben zum Einkommen? Wie würde es dann funktionieren und würde es Sinn machen?
Ich verstehe es mit dem Aufhebungsvertrag so, dass die Miete trotzdem in voller Höhe bezahlt werden muss, auch wenn es einen Nachmieter gibt? (interpretiere ich durch Ihre Antwort "abmildern der finanziellen Last".)
Es wird sehr schwer, einen Nachmieter zu finden (haben seit mehreren Wochen eine Anzeige bei ebay Kleinanzeigen geschaltet) bis dato keine Nachfragen.
Vielen Dank !

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 28. Januar 2022 | 08:44

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten (danke für Ihre Bewertung):

Eine Selbstanzeige wird hier nichts einbringen - ich kann auch nicht dazu raten.

Richtig, ein Nachmieter frühzeitig stellen zu können, der das Mietverhältnis übernimmt, verringert das finanzielle Risiko.

Möglich wäre für die Zwischenzeit eine Untervermietung, nur müsste dazu auch ein Untermieter gefunden werden. Verweigert der Vermieter die Erlaubnis dazu, so kann der Mieter das Mietverhältnis außerordentlich mit der gesetzlichen Frist kündigen, sofern nicht in der Person des Dritten ein wichtiger Grund (mangelnde Solvenz z. B.) vorliegt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 27. Januar 2022 | 22:38

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