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Miete für Wohnung

| 12.04.2019 11:23 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi


Im Mietvertrag findet sich keine qm - Angabe für die gemietete Fläche; der Mieter behauptet, mündlich sei ihm eine größere Fläche versprochen worden, als tatsächlich vorhanden!,
Hat der Mieter das Recht die Miete zu mindern? - Und wenn ja, für wieviel Monate zurück (Verjährung)?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Angabe der qm-Fläche im Mietvertrag ist in der Regel keine Pflichtangabe, sodass der Mietvertrag auch ohne diese Angabe wirksam ist. Fehlt die Flächenangabe im Mietvertrag, bedeutet dies in der Regel, dass Vermieter und Mieter über die Wohnfläche keine Vereinbarung getroffen haben.

In diesen Fällen kann der Mieter grundsätzlich auch keine Miete für eine angeblich geringere Fläche zurückfordern, da die Rückforderung der Miete bei zu geringer Wohnfläche voraussetzt, dass die tatsächliche Wohnfläche kleiner ist als vereinbart wurde.

Angaben einer Wohnfläche in einer Zeitungsannonce oder in der Betriebskostenabrechnung bedeuten ebenfalls noch nicht, dass Mieter und Vermieter auf eine verbindliche Vereinbarung über die Wohnfläche getroffen haben.

Dass eine mündliche Vereinbarung außerhalb des Mietvertrags über die Wohnfläche getroffen wurde, scheint mir hier eher unwahrscheinlich. Wurde im Mietvertrag keine Wohnfläche angegeben, spricht dies, wie oben beschrieben, eher dafür, dass zu diesem Punkt bewusst keine Vereinbarung getroffen werden sollte.

Darüber hinaus stellt sich die Frage, ob eine mündliche Zusage oder Vereinbarung über die qm-Fläche überhaupt wirksam wäre. Viele Mietverträge schließen mündliche Nebenabreden oder Vereinbarungen aus.

Letztlich wäre der Mieter zudem verpflichtet, zu beweisen, welche mündliche Vereinbarung getroffen wurde, also welche qm-Fläche zugesagt wurde und wie diese Vereinbarung zustande kam. Ob ein solcher Beweis gelingen würde, ist die große Frage.

Auch die angebliche Flächenabweichung muss der Mieter nachweisen, indem er z. B. eine Neuvermessung der Wohnung vornimmt / vornehmen lässt. Allein die Behauptung, die Wohnung sei kleiner, reicht also nicht aus.

Eine Rückforderung zu viel gezahlter Miete setzt schließlich auch noch voraus, dass die Wohnfläche mindestens mehr als 10% kleiner ist als im Mietvertrag vereinbart worden ist. Auch dies muss der Mieter nachweisen.

Die Verjährung für die Rückforderung zu viel gezahlter Miete beginnt erst mit der Kenntnis des Mieters davon, dass die Wohnfläche mehr als 10% kleiner ist als vereinbart. Daher kann die Rückforderung der Miete auch für lange Zeiten verlangt werden, also möglicherweise auch für mehr als 3 Jahre rückwirkend, wenn erst sehr spät diese Kenntnis erlangt wird.

Nach Ihrer Schilderung spricht derzeit jedoch Einiges dafür, dass hier schon keine wirksame Vereinbarung über die Wohnfläche getroffen wurde, sodass eine Rückforderung der Miete dann ausscheiden würde.

Ich hoffe, Ihre Frage damit verständlich beantwortet zu haben. Bei Verständnisfragen nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion auf diesem Portal.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin



Bewertung des Fragestellers 12.04.2019 | 14:28

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