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Stornierungskosten für Hotel in Österreich

| 09.03.2009 00:14 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Ich habe im Oktober 2008 in Österrerich über Internet einen Skiurlaub gebucht für 5 Tage im Fasching, den wir (2 Personen) nicht antreten konnten, weil die Mutter meines Freundes ins Krankenhaus musste wg eines Ileus.

Ich stornierte also drei Tage vor Reiseantritt.

Nun sollte ich 70% des Zahlbetrags leisten obwohl im Angebot, dass ich geschickt bekam, bis zu 50% drin stand.

Auf Nachfrage wurde mir gesagt, daß meine Buchung kein normales Pauschal-Arrangement von 7 Tagen ist wie auf dem Angebot beschrieben, und sie deshalb das Recht dazu hätten. Dies wurde mir aber vorher auf keine Weise gesagt wie die Stornierungspreise zu meinem Angebot aussehen und ich habe angenommen, daß der Vermerk auf dem geschickten Angebot gelte.Dann habe ich in ihre Einzelpreisliste geschaut da standen auch 50% drin.Dann habe ich noch im österreichischem Hotelrecht nachgeschaut; da stehen 70% aber dieses Hotel hat ja explizit 50% angegeben...welche ich auch schon beglichen habe.

Es wäre nett, wenn Sie mir eine Antwort geben könnten.
mit freundlichen Grüssen

Claudia Stasiczek

Sehr geehrte Fragestellerin,

entscheidend für die Beantwortung der Frage, in welchem Umfang Stornokosten geschuldet sind, ist zunächst die zwischen Ihnen und dem Hotelier getroffene Vereinbarung. Wenn, wie Sie schreiben, in dem Vertragsangebot lediglich Stornokosten iHv 50% definiert waren, kann der Hotelier also nicht im Nachhinein höhere Stornokosten von 70% fordern, es sei denn, er kann darlegen und erforderlichenfalls auch beweisen, dass eine entsprechende Vereinbarung getroffen wurde.

Ohne eine entsprechende Vereinbarung gilt nach deutschem Recht, dass der Gast von der Bezahlung des Zimmerpreises nicht dadurch befreit wird, dass er persönlich verhindert ist, das Zimmer zu benutzen. Allerdings muss sich der Hotelier den Wert der ersparten Aufwendungen anrechnen lassen, die durch die Nichtinanspruchnahme des Zimmers wegfallen, denn der Wirt soll durch die persönliche Verhinderung des Gastes keinen Vorteil haben. Nach der Verkehrssitte macht die deutsche Rechtsprechung folgende Abschläge: 10-20% bei Übernachtung mit Frühstück, 30% bei Halbpension und 40% bei Vollpension.

In der Hoffnung, Ihnen mit meiner Antwort weitergeholfen zu haben, verbleibe ich

Mit freundlichen Grüßen
Martin Heuser
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 11.03.2009 | 19:51

reicht also für mich aus, nur 50% zu bezahlen (was ich ja auch schon getan habe) wenn keine anderen Infos über höhere Beträge auf der homepage dieses hotels zu finden sind, oder kann der Wirt sagen, ich hätte mich vorher mit dem österreichischen Hotelvertragsrecht auseinander setzen müssen oder dies durch Allgemeinbildung wissen müssen. Ich habe dem Wirt auch gemailt, dass ich Hilfe durch einen Anwalt in Anspruch genommen habe, eine Antwort habe ich bis jetzt nicht mehr bekommen. Ich möchte vermeiden, dass ich Mahnungen bekomme.
Ich danke Ihnen schon im voraus für meine Nachfrage, weil ich sicher gehen will, dass ich alles verstanden habe.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.03.2009 | 09:13

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Grundsätzlich gelten Gesetze unabhängig davon, ob man sich vorher mit Ihnen auseinandergesetzt hat und sie kennt. Ob es in Österreich eine gesetzliche Regelung gibt, nach der in Ihrem Fall 70% Stornokosten zu zahlen sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Auch in Österreich gilt aber der Vorrang der Individualabrede, so dass eine eventuell gesetzlich geregelte Stornopauschale von 70% nicht zur Anwendung gelangen kann, wenn einzelvertraglich eine geringere Stornopauschale vereinbart wurde.

Mit freundllichen Grüßen
Martin Heuser
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.03.2009 | 22:08

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