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Selbstanzeige Schwarzarbeit durch Auftragnehmer (Privatleute)

| 29.04.2011 22:04 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo,

folgender fiktiver Sachverhalt:
Im Zuge einer Haussanierung und Renovierung wird ein nach eigenen Angaben handwerklich begabter "Bekannter" vom Auftraggeber (Privatleute) engagiert.
Die vereinbarten Arbeiten werden durchgeführt.
Das Ergebnis dieser Arbeiten ist nach Vollendung aber absolut nicht zufriedenstellend und weist erhebliche Mängel auf.
Dennoch werden für diese Arbeiten ca. 80 Tage verteilt über ein Jahr etwa 16.000€ bezahlt.
Es erfolgen Nachbesserungen des Auftragnehmers mit mäßigem Erfolg.
Aus diesem Grund entlässt der Auftraggeber den Bekannten unter Einbehaltung einer Restsumme von 500€.

Dies akzeptiert der Bekannte nicht und droht nun mit Selbstanzeige beim Finanzamt, mittels eines unterschriebenen Briefes des Auftraggebers, welcher die Baumängel anzeigt.

Hier die Fragen:

1. Welches Strafmaß droht im Falle einer Anzeige beiden Parteien im Sinne aller Gerichtsbarkeiten (Arbeits, Zivil, Straf, Finanz, etc.pp.?

2. Stellt der Brief mit dem beschriebenen Inhalt ein gegen den Auftraggeber verwendbares Beweismittel für eine Schwarzarbeit dar?

3. Der Bekannte gab an sich bald selbständig zu machen und im Nachhinein eine Rechnung auszustellen. Kann diese Angabe dem Auftraggeber von Nutzen sein?

4. Wäre es sinnvoll auf die Erpressung des Bekannten einzugehen, um sich eine Menge Geld und Ärger zu ersparen?

5. Kann es Sinn machen als Auftraggeber mit einer Selbstanzeige dem Bekannten zuvor zu kommen?

6. Schlussendlich: Wie verhält man sich hier am geschicktesten als Auftraggeber?

Vorab vielen Dank für eine wenn möglich schnelle Antwort!

Sehr geehrter Fragesteller,

auch wenn in diesem Forum 20 Euro das Mindestgebot für eine Frage ist, von Ihnen jedoch 6 Fragen gestellt werden, will ich aus Kulanz dennoch antworten aufgrund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Frage 1:
Das Strafmaß hängt davon ab, ob es sích um den ersten Verstoß handelt und von den örtlichen Gegebenheiten. 16.000 Euro sind aber relativ massiv, bei Ersttätern dürften Sie aber dennoch mit einer Geldstrafe davonkommen, für den Beauftragten sollte es ebenfalls bei einer höheren Geldstrafe verbleiben.

Im Arbeits- und Zivilrecht gibt es keine Strafe.

Frage 2:
Der Brief beweist die Tätigkeit. Sie haben dies auch gewusst nach Ihrer Schilderung.

Frage 3:
Eine Rechnung im Nachhinein nützt nichts; Sie dürfen nur den Auftrag an einen "legalebn" Handwerker erteilen.

Frage 4:
500 Euro erscheinen angesichts des möglichen Ärgers und der zu erwartenden Strafen als sicher viel geringerer "Schaden".

Frage 5:
Natürlich ist es immer besser und wirkt sich günstig aus, wenn Sie Selbstanzeige erstatten, bevor gegen Sie ermittelt wird.

Frage 6:
Eine gütliche Regelung mit dem Handwerker ist in jedem Fall die für beide Beteiligten günstigste Lösung.

Einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage hoffe ich gegeben und Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Über eine positive Bewertung würde ich mich in jedem Fall freuen.

Sofern Sie weitere Hilfestellung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 29.04.2011 | 22:57

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