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Schuldrechtlicher Versorgungsausgleich Versteuerung


| 23.05.2006 16:35 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Seit 1998 bin ich in Rente und geschieden. Meine Ex-Frau ging 2005 auch in Rente. Damit fiel das Rentnerprivileg weg und meine Ex-Frau erhält einen Teil meiner Betrieblichen Altersversorgung im Schuldrechtlichen Versorgungsausgleich.Die Ermittlung des Betrages erfolgte nach der OLG-Methode durch einen Sachverständigen.

Zur Besteuerung gab er an, dass der Ausgleichsverpflichtete, also ich, nach § 10, Abs. 1, Nr. 1a EStG den Betrag als Dauernde Last steuerlich geltend machen kann. Meine Ex-Frau mösse nach § 22 Nr. 1 versteuern.

Meine Ex-Frau hat inzwischen ihre Steuerklärung abgegeben. Nach Ansicht des FA handelt es sich allerdings um Unterhalt, für den die Anlage U abgegeben werden müsse.

Wie wird der Schuldrechtliche Versorgungsausgleich steuerlich behandelt?



23.05.2006 | 17:32

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie sich im Rahmen des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs zur Zahlung einer Ausgleichsrente verpflichtet haben, dann handelt es sich nach § 1587 g BGB um Sonderausgaben, die in der Anlage U einzutragen sind. Denn es handelt sich hierbei um eine dauernde Last nach § 10 Abs. 1 Nr. 1 a EStG.

Ihre Ex-Ehefrau muss diese Zahlungen gem. § 22 Nr. 1 Satz 1 EStG als wiederkehrende Leistung der Besteuerung unterwerfen.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt

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Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 23.05.2006 | 19:07

Ist ws nicht von Vorteil denn schuldrechtlichen Versorgungsausgleich als Dauernde Last nach § 10 Abs 1 Nr 1a anzugeben, da die Beschränkung der Abzugsfähigkeit (wie beim Unterhalt) nicht anfällt und auf die Anlage U verzichtet werden kann?; Quelle: WISO Steuersparbuch 2006 Hilfetext zum Sch8uldrechtlichen Versorgungsausgleich.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.05.2006 | 10:56

Sehr geehrter Rechtssuchender,

soweit mir bekannt ist, können Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastung oder als Sonderausgaben im Rahmen des Realsplitting geltend machen.

Der Vorteil bei der Geltendmachung als außergewöhnliche Belastung ist der, dass der geschiedene Ehepartner nicht zustimmen muss. Der Nachteil ist, dass im Jahr nur max 7.188 ,- EUR abzugsfähig sind. Hat der Unterhaltsempfänger andere Einkünfte oder Bezüge über 624,- EUR, so wird darüber hinaus noch der abzugsfähige Bertrag bei Ihnen noch gekürzt.
( beispielsweise Sie zahlen im Jahr 4000 EUR und der geschiedene Ehepartner hat andere Einkünfte im Jahr in Höhe von 3.000 ,- EUR, dann könnten Sie nur 4000 / 2.376 ) also 1.624 EUR steuerlich berücksichtigen lassen.

Dagegen könne Sie Unterhaltszahlungen als Sonderausageben im Rahmen des Realsplittings in Höhe von 13.805,-EUR berücksichtigen lassen.(Dann muss Anlage U durch Sie ausgefüllt werden und der Partner muss dem Realsplitting zustimmen.)
Das Realsplitting ist steuerlich zumeist günstiger.

Im Rahmen der Erstberatrung kann allerdings nicht mehr geprüft werden, ob diese beiden Modelle unbeschränkt auch auf den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich Anwendung findet und ob es daneben noch ein drittes Modell geben könnte. Dies würde eine vertiefte Recherche voraussetzen.
Hierfür sollten Sie einen Steuerberater konsultieren

Mit freundlichen Grüssen

Marcus Glatzel
Rechtsanwalt

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"Die Antwort mit dem Hinweis, noch einen Steuerberater einzuschalten, nützt mir nicht viel. Es ging darum, den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich als Sonderausgabe als dauernde Last ohne die Anlage U und nicht als Unterhalt mit der Anlage U zu versteuern. Nach dem PC-Programm zur Einkommensteuer-Erklärung von WISO ist die dauernde Last (ohne Anlage U)vorzuziehen. "
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Die Antwort mit dem Hinweis, noch einen Steuerberater einzuschalten, nützt mir nicht viel. Es ging darum, den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich als Sonderausgabe als dauernde Last ohne die Anlage U und nicht als Unterhalt mit der Anlage U zu versteuern. Nach dem PC-Programm zur Einkommensteuer-Erklärung von WISO ist die dauernde Last (ohne Anlage U)vorzuziehen.


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