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Versteuerung von Einnahmen durch Untermiete

| 09.12.2018 11:11 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Versteuerung von Einnahmen aus Untervermietung

Lieber Anwalt,

ich bin Mieter von zwei kleinen Einzimmerwohnungen in einer guten Lage in München, die sich ein Bad auf dem Gang teilen. Die Wohnungen wurden von der GEZ wegen des gemeinsamen Bades als ein Haushalt eingestuft.
Eine dieser Wohnungen habe ich seit 01.09.2013 an einen guten Freund von mir untervermietet, dieser hat die Wohnung auch gleich angemeldet. Ich habe dies aber bisher nie beim Finanzamt angegeben, da die Untermiete geringer ist als die Warmmiete, die ich zahle. Die Miete wird monatlich in Bar abgerechnet. Jemand, mit dem ich Streit hatte, hat das mitbekommen und droht nun damit, das Untermietverhältnis beim Finanzamt zu melden. Daher möchte ich mich hier über etwaige Konsequenzen informieren.

Die Kaltmiete der untervermieteten Wohnung beträgt 240,- Euro, die Nebenkosten für beide Wohnungen betragen ca. 130,- Euro (Strom, Gas, Internet, GEZ). Die untervermietete Wohnung hat ca. 1/3 der Wohnfläche, somit kann man 45,- Euro der Nebenosten auf diese ansetzen, richtig? Die Gesamtkosten für die Wohnung wären dann ca. 285,- Euro. Der Untermieter zahlt eine Miete von 250,- Euro.

Nun meine Fragen:
1) Sehe ich das richtig, dass alles, was die Warm-Kosten der Wohnung übersteigt, versteuert werden muss
und dass also in meinem Fall keine Steuer fällig wird?
2) Angenommen, ich möchte einmal eine höhere Untermiete verlangen – ab welchem Betrag muss diese
versteuert werden (bei einer Warm-Miete von 285,-Euro)? Die Wohnung ist voll möbliert, senkt das
eventuell die Steuerlast?
3) Muss ich das Untermietverhältnis beim Finanzamt angeben, auch wenn die Untermiete geringer ist als die
Miete? Droht eine Strafe, wenn herauskommt, dass ich das bisher nicht gemacht habe?
4) Ist es problematisch, dass die Miete mir in bar überreicht wurde und wird?

Danke und beste Grüße!

MG
09.12.2018 | 15:32

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,
auf der Grundlage Ihrer Angaben darf ich Ihnen verbindlich antworten, wie folgt.
1. Sie sehen es richtig, dass derzeit für die Wohnung keine Steuer zu zahlen ist, da unter dem Strich Sie keinen Überschuss mit der Wohnung erzielten. Sie zahlen 285,- EUR und bekommen lediglich 250,00 EUR.
2. Ab 286,00 EUR erzielen Sie einen Überschuss, müssten diesen also versteuern. Dass Möbel in der Wohnung stehen, macht grundsätzlich keinen Unterschied, es sei denn, die Möbel sind noch so neu (Alter unter 5 Jahren), dass Sie sie abschreiben könnten. Bei Einkünften aus Vermietung macht man für das Finanzamt eine Einnahme - Überschussrechnung und hier können Sie die sog. Abschreibung einkommensmindernd mit einstellen. Nach längstens 5 Jahren sind die Möbel aber abgeschrieben und dann geht das nicht mehr. Auch benötigen Sie, wenn Sie die Abschreibung nutzen wollen, die Original - Kaufbelege.
3. Grundsätzlich muss man beim Finanzamt alle Einkünfte angeben, auch wenn sie nicht zu einer Steuer führen, Da sich aber bei Ihnen alles im geringfügigen Bereich bewegt, werden Ihnen aus der Nichtangabe keine Probleme entstehen. Sollte überhaupt ein Verfahren eingeleitet werden, wird es eingestellt.
4. Dass Sie die Miete in bar bekommen, ist natürlich schon ein Haken an der Sache, denn bei dem Mietkostenniveau in München entsteht die Frage, ob Ihre Angaben zur Höhe der erhaltenen Miete richtig sind. Wenn Sie und Ihr Mieter standhaft dieselben Angaben machen, kann das Finanzamt im Ergebnis nichts machen, aber es löst zunächst einmal gewisse Verdachtsmomente aus.
Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen Angaben behilflich sein konnte.
Mit freundlichen Grüßen zum Advent
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 09.12.2018 | 17:48

Liebe Frau Brümmer,

vielen Dank für Ihre kompetente und schnelle Antwort!

Verstehe ich das richtig, dass Sie an meiner Stelle dem Finanzamt weiterhin nichts melden würden, da, selbst wenn jemand das Finanzamt auf die nicht gemeldete Untermiete aufmerksam macht, definitiv nichts passieren kann?

Danke und liebe Grüße,

MG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.12.2018 | 18:47

Sehr geehrter Fragesteller,
genauso würde ich es machen!
Noch einen schönen Advent!
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 11.12.2018 | 02:33

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