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Scheidungsantrag zurückziehen oder aussetzen?

| 17.07.2012 22:56 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich bin seit 16 Jahren verheiratet, 2 Kinder (13, 16)bei mir lebend, und lebe seit zwei Jahren von meinem Ehemann getrennt. Wir haben eine Mediation bei einem Anwalt und einer Psychologin gemacht und eine Trennungsfolgenvereinbarung getroffen und notariell beglaubigt. Darin sind Vereinbarungen für die nächsten 3 Jahre getroffen worden.
Anfang 2012 habe ich auf Empfehlung meiner Anwältin die Scheidung eingereicht.
Seither bin ich mit dieser Entscheidung am Zweifeln. Mein Noch-Ehemann und ich verstehen uns momentan sehr gut und er möchte, dass ich den Scheidungsantrag zurückziehe.
Ich bin hierzu sehr unsicher, auch was die Rechtsfolgen und auch die daraus resultierenden Kosten anbelangt.
Unglücklicherweise hat meine Anwältin kurzfristig ihre Kanzlei geschlossen und "meinen" Fall an eine ihr bekannte Kollegin weitergereicht, die ich aber bislang gar nicht kenne.
Daher bitte ich um Auskunft:
Kann ich das Scheidungsverfahren "ruhen" lassen? Oder müsste ich den Antrag zurückziehen? Brauche ich dazu eine anwaltliche Vertretung? Welche Auswirkungen hat das auf eine etwaige doch noch folgende Scheidung?
Welche Kosten sind damit verbunden?
Kann ich die "neue Anwältin" um Herausgabe der Akte der "alten Anwältin" bitten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Sie müssen den Antrag nicht gleich zurücknehmen.

In Ihrem Fall bietet es sich an, einen Antrag auf Aussetzung des Verfahrens nach § 136 FamFG zu stellen. Diesen Antrag muss ein Anwalt stellen. Sie müssten mit dem Antrag darlegen, dass eine Aussicht auf Fortsetzung der Ehe besteht.
Die Aussetzung ist nur für maximal ein Jahr möglich.
Diesen Antrag können Sie ohne Ihren Mann stellen, dass Gericht prüft dann ob die Voraussetzungen vorliegen.

Wenn Sie sich mit Ihrem Mann einig sind, können Sie auch das Ruhen des Verfahrens beantragen. Stimmt Ihr Mann zu, dann muss das Gericht das Ruhen beschließen.

Kosten entstehen Ihnen keine. Im Fall des Ruhens reicht es, wenn später eine Seite die Fortsetzung beantragt. Auch bei der Aussetzung kann Fortsetzung beantragt werden, wenn man darlegen kann, dass die Versöhnung gescheitert ist.

Auch die Aussetzung verursacht keine Kosten.

Sie können jederzeit darum bitten, dass Sie Abschriften erhalten. Einen Anspruch auf Überlassung der kompletten Handakte haben Sie nicht.
Wie gesagt, müsste der Antrag noch von der Anwältin gesellt werden.

Durch den Anwaltswechsel an sich düfen Ihnen keine Zusatzkosten entstehen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Oliver Wöhler, Rechtsanwalt




Bewertung des Fragestellers 21.07.2012 | 15:09

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