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Schadensersatzforderung / Ebay Auktion vorzeitig beendet und wieder eingestellt

21.10.2012 18:22 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 24.9.12 stellte ich mein Handy mit der Bezeichnung HTC Sensation 4G Z710E G14, mit Hilfe des Vereinfachtes Verkaufsformulars in Ebay zum Startpreis von 1€ und einer Dauer von 5 Tagen ein.
Nach 5 Minuten nach Start der Auktion fiel mir auf das die Artikelbeschreibung falsch ist.
Die von Ebay automatisch übernommene Artikelbeschreibung HTC Sensation 4G Z710E G14 trifft Aufgrund des 4G nur auf Amerikanische Geräte bzw Netze zu. Da bereits ein Gebot von einem Euro daurauf geboten wurde konnte ich die Artikelbeschreibung nicht mehr nachträglich ändern.
Nun habe ich mit der Möglichkeit bei Ebay das Angebot vorzeitig beendet und alle aktiven Gebote streichen lassen.
wie hier beschrieben

http://pages.ebay.de/help/sell/end_early.html

"Angebote läuft noch länger als 12 Stunden

Wenn das Angebot noch 12 Stunden oder länger läuft, können Sie es ohne Einschränkungen vorzeitig beenden. Wenn zum Zeitpunkt der Beendung des Angebots Gebote für den Artikel vorliegen, werden Sie gefragt, ob Sie die Gebote streichen oder den Artikel an den Höchstbietenden verkaufen möchten. "

Nach der Namensänderung habe ich den Artikel mit der Artikelbezeichnung HTC Sensation Z710e schwarz erneut eingestellt und nach 5 Tagen zu einem Preis von 236€ Euro verkauft.

Nun erhielt ich, einen per Einschreiben verschickten Brief, des damals Höchstbietenden mit einem Euro (vor Abbruch der Auktion) welcher nun eine Schadensersatzforderung von mir verlangt. Er behauptet meine Kontaktdaten über den Ebay Support bekommen zu haben.
Dieser behauptet nun das ihm ein Schaden in Höhe von 235€ entstanden wäre, da ich nun nicht mehr in Lage sei das Angebotene Handy an ihn zu verschicken und er sich ohne Anerkennung einer Rechstpflicht auf eine Zahlung von 180€ einlassen würde.

Wenn ich den Angeforderten Betrag von 180€ nicht bis zum 25.10.12 an seine genannten Bankdaten zu überweisen würde wird er weitere rechtliche Schritte einleiten.

Was würden SIe mir in diesem Fall empfehlen? Ist er im Recht? Handelt es sich um einen Betrüger?

Mit freundlichen Grüßen
21.10.2012 | 18:58

Antwort

von


(674)
Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
Web: http://www.drseiter.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Prinzipiell entstehen nach herrschender Rechtsprechung beim vorzeitigen Beenden einer Auktion nur dann keine Schadensersatzansprüche, wenn es trifftige Gründe dafür gibt (z.B. Diebstahl der Sache - so der Bundesgerichtshof, oder fälschlicherweise als mangelfrei eingestellt, obwohl die Sache einen Sachmangel hatte, so das Landgericht Bonn (18 O 314/11 ).

"Bei Ablauf der Auktion oder bei vorzeitiger Beendigung des Angebots durch den Anbieter kommt zwischen Anbieter und Höchstbietendem ein Vertrag über den Erwerb des Artikel zustande, es sei denn der Anbieter war gesetzlich dazu berechtigt, das Angebot zurückzunehmen und die vorliegenden Gebote zu streichen."

Als Gründe werden dabei folge genannt: "Der Artikel ist verloren gegangen, beschädigt oder anderweitig nicht mehr zum Verkauf verfügbar.".

Alleine wirtschaftliche Gründe wurden von der herrschenden Rechtsprechung als schadensersatzpflichtig eingestuft.

In Ihrem Fall lag bei Ihnen ein Irrtum vor, der ggf. eine Anfechtung rechtfertigen könnte.

Zudem muss die andere Seite beweisen, dass der Schaden entstanden ist und auch tatsächlich in der Höhe.

Ich würde Ihnen zur Einschaltung eines Rechtsanwaltes raten. Die Kosten belaufen sich für das gesamte außergerichtliche Verfahren bis zu einem Streitwert von 300 EUR auf 46,41 EUR. Sie können unsere Kanzlei gerne per Email erreichen.

Ich verbleibe



Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter
Fachanwältin für Familienrecht, Fachanwältin für Strafrecht

ANTWORT VON

(674)

Stedinger Str. 39a
27753 Delmenhorst
Tel: 04221-983945
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