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Rückforderung von mündlich gewährtem Kredit

25.03.2012 20:11 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe einer Bekannten ca.10.000 Euro geliehen. Beim Verwendungszweck der Überweisung habe ich Darlehen angegeben. Kann ich mein Geld jetzt zurückfordern? Mit freundlichen Grüßen. F.H.

25.03.2012 | 20:52

Antwort

von


(299)
Bosestraße 9
08056 Zwickau
Tel: 0375/35313120
Web: http://www.ra-lars-winkler.de
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts beantworten möchte:

Nach Ihren Angaben haben Sie mit Ihrer Bekannten einen (wohl mündlichen) Darlehensvertrag geschlossen. Weiter gehe ich davon aus, dass der Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde. In diesem Falle wird die Darlehenssumme gemäß § 488 Abs.3 Satz 1 BGB erst dann zu Rückzahlung fällig, wenn eine der beiden Vertragsparteien kündigt. Die Kündigungsfrist beträgt gemäß § 488 Abs.3 Satz 2 BGB 3 Monate.

Si sollten also (zu Beweiszwecken möglichst per Einschreiben mit Rückschein) gegenüber Ihrer Bekannten den Darlehensvertrag kündigen. Der Satz "Sehr geehrte ..., hiermit kündige ich das Dir gegebene Darlehen über 10.000 € ordentlich." ist hierzu ausreichend. Nach Ablauf von 3 Monaten Ab dem Zugang der Kündigung muss Ihre Bekannte das Geld zurückzahlen.

Eine zeitigere Rückzahlung könnten Sie gemäß § 490 BGB leider nur in Ausnahmefällen über eine außerordentliche Kündigung aus besonderem Grund herbeiführen. Ein solcher Grund wäre es etwa, wenn sich die Vermögensverhältnisse der Darlehensnehmerin wesentlich verschlechtern oder eine gestellte Sicherheit sich wesentlich verschlechtert.

Der Vermerk "Darlehen" auf dem Überweisungsträger kann übrigens sehr wichtig werden, wenn etwa die Darlehensnehmerin behaupten sollte, das Geld sei geschenkt und nicht geliehen. In einem solchen Fall müssten nämlich Sie als Darlehensgeberin beweisen, dass gerade ein Darlehen und keine Schenkung vorliegt. Generell muss man dringend dazu raten, einen solchen Vertrag schriftlich abzuschließen.


ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Bitte beachten Sie dass jeder Zusatz und jede Änderung im mitgeteilten Sachverhalt die rechtliche Wertung ändern kann.

Mit freundlichen Grüßen
Lars Winkler
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Lars Winkler

ANTWORT VON

(299)

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