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Rückzahlung von mündlichem Kredit

3. September 2010 13:46 |
Preis: ***,00 € |

Kredite


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Im Mai 2010 hat mir ein Freund eine Schuldigkeit gegenüber meiner Ex-Freundin von 763,50 Euro ausgelegt und direkt von seinem Konto an meine Ex-Freundin überwiesen mit dem Betreff: Kreditrückzahlung an Vorname/Nachname Ex-Freundin. Über Rückzahlungsmodalitäten wurde nicht gesprochen. Kurz darauf habe ich mir noch eine gebrauchte Maus ausgeliehen, Neuwert ca. 50 Euro. Am 09.08. bekam ich eine Email, dass ich den Betrag sofort zurückzahlen solle aber im Gespräch (Email) hat mir der Gläubiger geschrieben, dass er Verständnis hat zu meiner finanziellen Situation und er vorerst wartet. Zuvor gab es ein Gespräch per Chat am 15.07., wo ich die Schuld bestätigt habe aber wiederum nicht über Rückzahlungsmodalitäten gesprochen wurde. Heute, am 03.09. bekam ich einen Mahnbescheid vom Amtsgericht Coburg über 763,50 Euro + 40 Euro (für die Maus, wird derzeit ca. für 25 Euro gebraucht gehandelt) + 48, 50 Euro für den Mahnbescheid + 13,24 Euro Zinsen 6% über gültigen Basiszinssatz (ab 19.05.2010) Kommunikation mit dem Gläubiger ist nicht möglich. Er geht nicht ans Telefon und hat mir per SMS geschrieben, dass ich Anrufe lassen solle da er mich sonst wegen "Belästigung" anzeigt. Also kurz gesagt, das Verhältnis ist gestört. Zudem hat der Gläubiger von mir noch Hardware mit einem Neuwert von ca. 90 Euro, die ich bis heute nicht zurück erhalten habe.

Meine Frage ist, wie ich in diesem Fall vorgehen soll. Grundsätzlich erkenne ich die Schuld über 763,50 Euro an und ich hatte das auch vor zurück zu zahlen sobald es mir finanziell möglich ist. Die Maus, die mir bei einem Raub gestohlen wurde, wollte ich wieder gebraucht anschaffen und dem Gläubiger zurückgeben.

Soll ich dem Mahnbescheid widersprechen? Wie und in welcher Weise bin ich verpflichtet das Geld zurück zu zahlen und in welcher Höhe? Ist es berechtigt die Maus mit 40 Euro anzusetzen und einzufordern auch wenn diese mir nachweislich geraubt wurde?

3. September 2010 | 14:25

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Widerspruch gegen den Mahnbescheid sollte nur dann erhoben werden, wenn Sie vorhaben, sich gegen die Forderung zu verteidigen. Wenn Sie nur beabsichtigen, etwas Zeit zu gewinnen, ist es sinnvoller, dass Sie sich mit dem Gläubiger auf eine Ratenzahlung einigen und für die Dauer der Ratenzahlung vereinbaren, dass keine zusätzlichen Maßnahmen vom Gläubiger unternommen werden.

Erheben Sie Widerspruch, ist damit zu rechnen, dass der Gläubiger das streitige Verfahren vor dem zuständigen Amtsgericht gegen Sie aufnimmt. Durch das Verfahren entstehen auch dann zusätzliche Kosten, wenn Sie sich nicht verteidigen, die sicherlich vermeidbar sind.

Falls Sie nicht mit dem Gläubiger einigen, hat dieser die Möglichkeit nach Ablauf von zwei Wochen einen Antrag auf Erlass eines Vollstreckungsbescheides zu stellen. Mit einem Vollstreckungsbescheid könnte der Schuldner die Zwangsvollstreckung gegen Sie betreiben. Sie haben dann zwar immer noch die Möglichkeit, einen Einspruch einzulegen, um die Forderung des Gläubigers gerichtlich überprüfen zu lassen. Befürchten müssen Sie dann aber u.U. eine vorläufige Zwangsvollstreckung.

Die Fälligkeit der von Ihnen geforderten Zahlung ergibt sich aus § 488 BGB . Dazu müsste allerdings die Vorgeschichte überprüft werden. Nach Ihrer Schilderung könnte derzeit die Kündigungsfrist noch nicht abgelaufen sein.

Die Maus müssen Sie selbstverständlich ersetzen, da Sie Ihre Rückgabepflicht nicht mehr erfüllen können. Wenn die Sache bei Ihnen abhanden kommt, kann dies nicht das Problem der Verleihers sein. Sie haben dann Ihrerseits einen Anspruch gegen den Räuber.

Der Schadensersatzanspruch des Verleihers besteht in der Höhe des Zeitwertes. Wegen der Differenz von 15,- € ist m.E. ein Rechtsstreit allerdings nicht wirtschaftlich sinnvoll.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt


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