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Reklamation eines Kaufs vom Dez. 2003


| 16.06.2006 16:53 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen



Hallo, über Ebay habe ich einige Artikel privat verkauft, teilweise noch Neu (Schrankopfer) , teilweise gebraucht. Unter anderem habe ich auch eine von mir selbst im Fachhandel Originale Tasche verkauft, dieser Verkauf wurde von beiden Seiten positiv bewertet.
Nun schreibt mir die damalige Käuferin, sie hätte diesen Artikel nun selbst verkauft, der Artikel wäre immer noch Neu und ungebraucht gewesen, und die nunmehr neue Käuferin würde beklagen,dass es sich bei dem Artikel um eine Kopie handeln würde.

Die Käuferin meines Artikels will mich nun belangen und anzeigen, ich weiß jedoch, daß ich original Ware verkauft habe und habe nach der langen Zeit keine Unterlagen mehr über den Artikel, weder eine Rechnung noch Bilder.

Wie soll ich jetzt nach dieser langer Zeit beweisen, was ich genau verkauft habe, denn genau diesen Beweis fordert die damalige Käuferin, und ich habe ein ungutes Gefühl, daß ich hier jetzt übers Ohr gehauen werden soll

Wie lange wäre denn die Verjährungsfrist in diesem Fall, das heißt bis wann hätte sich den die Käuferin melden müssen bei einer Reklamation?

Streitwert liegt bei ca. 350 Euro

Vielen Dank u. freundliche Grüße

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Die Verjährungsfrist im Rahmen der Mängelgewährleistung beträgt im Allgemeinen zwei Jahre. Insoweit wäre ein Gewährleistungsanspruch der Käuferin seit Dez. 2005 verjährt.
Davon abweichend verjähren Gewährleistungsansprüche nach drei Jahren, wenn der Verkäufer den Mangel der Kaufsache arglistig verschwiegen hat. „Arglist“ bedeutet Vorsatz und damit Kenntnis von der Mangelhaftigkeit der Sache. Soweit hier Arglist vorgelegen hat, würden Gewährleistungsansprüche der Käuferin frühestens mit Ablauf des Jahres 2006 verjähren. (Soweit die Käuferin den Mangel erst dieses Jahr entdeckt hat, würde bei Arglist des Verkäufers erst mit Ablauf des Jahres 2009 Verjährung eintreten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die (abschließende) Prüfung der Verjährungsvoraussetzungen grds. volle Sachverhaltskenntnis erfordert, die in diesem Forum nicht gegeben sein kann.)

Sowohl die Mangelhaftigkeit der Kaufsache (hier: „Fälschung“) als auch die Arglist (Kenntnis des Verkäufers davon, dass es sich um eine Fälschung gehandelt hat) sind von der Käuferin zu beweisen. Weiterhin muss die Käuferin beweisen, dass Sie genau die gegenständliche Tasche von Ihnen erworben hat. Dies dürfte (wenn es sich um einen „gewöhnlichen“ Artikel handelt) nach so langer Zeit sehr schwer sein.

Sie müssen demnach (derzeit) nichts beweisen. Bestreiten Sie also, dass es sich überhaupt um die Tasche handelt, die Sie damals verkauft haben. Bestreiten Sie, dass es sich um eine Fälschung handelt. Falls die Tasche wirklich gefälscht sein sollte, geben Sie an, dass Sie niemals von einer etwaigen Fälschung Kenntnis hatten.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.07.2006 | 21:28

Sehr geehrter Herr Schmidt,
vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort,
die Käuferin möchte mich nach wie vor verklagen, ist es empfehlenswert, einen Anwalt im Falle einer tatsächlichen Klage zu nehmen, oder ist damit genüge getan, wenn ich selbst meine Position vertrete?
Ich kenne mich überhaupt nicht aus mit Anwälten, wenn ich einen Anwalt bräuchte, auf was müßte ich bei der Suche danach achten (Fachgebiet) bzw. wären Sie auch bereit mich hier in dieser Angelegenheit zu vertreten.

Vielen Dank u. freundlichen Gruss

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.07.2006 | 11:12

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Einen Anwalt bräuchten Sie vor dem Amtsgericht in Zivilsachen nicht. Dennoch würde ich Ihnen empfehlen, sich gegen das Begehren der Käuferin anwaltlich zur Wehr zu setzen. So könnten Sie u.U. noch eine Prozess vermeiden, wenngleich ich Ihre Chancen in einem gerichtlichen Verfahren nicht für schlecht halte.

Falls Sie einen Anwalt vor Ort konsultieren möchten, so wäre hier das Rechtsgebiet „Kaufrecht“ bzw. „Internet- und Computerrecht“.

Falls Sie eine Vertretung durch mich wünschen, können Sie mich jederzeit kontaktieren. Für eine weitere Vertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan André Schmidt, LL.M.
Rechtsanwalt

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