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Recht auf Auskunft für Sohn?

28.03.2012 01:29 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.


Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,

ich bitte um eine Beantwortung der nachfolgenden Frage .

Sachverhalt:

Person X ist der Vater von Person Y 7 Jahre. Nach dem BGB hat Person X Auskunftsanspruch über das Kind Y. Y geht seit letztes Jahr im August in die Schule.

Frage:

Es gab noch keine Zeugnisse. X hat kaum zu seinem Sohn Y Kontakt. Hat er ein spezifisches Recht auf Auskunft wie sein Sohn in der Schule steht und sich verhält? Wenn ja nur wenn es Zeugnis gibt, oder auch ohne Zeugnis? Darf er hier einen Bericht der Schule anfordern? Oder wie erhält er Auskunft? Die Kindesmutter sagt nur Gut verhält er sich. Mehr sicherlich nicht.

Gibt es urteile auf die sich person x stützen kann? wie bekommt er eine genaue aussage über den leistungsstand des Sohnes y? Wie am besten verhalten=

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nach § 1686 BGB haben Sie ein Auskunftsrecht gegenüber der Mutter.

Auskunft kann über die persönlichen Verhältnisse des Kindes verlangt werden, also über alle für das Befinden und die Entwicklung des Kindes wesentlichen Umstände, die der Auskunftsberechtigte nach dem Zweck des Umgangsrechts erfahren darf und soll (BayObLG FamRZ 1993, 1487, 1489).

Umfasst sind nicht nur der schulische Werdegang, sondern auch alle sonstigen Angaben, die die Entwicklung und das Wohlergehen des Kindes betreffen (LG Karlsruhe FamRZ 1983, 1169).

Schon Entschieden worden ist aber, dass Sie die Vorlage von Schul- und Klassenarbeitsheften (OLG Hamm FamRZ 2001, 514 m abl Anm Zieroth) und laufende Auskunft zu schulischen Leistungen des Kindes (OLG Naumburg FamRZ 2001, 513, 514) nicht verlangen können.

Gegen die Schule direkt haben Sie aber kein Anspruch.

Wenn die Mutter die Informaton nach schriftlicher Aufforderung nicht mitteilt, dann haben Sie die Möglichkeit, dies gerichtlich vor dem Familiengericht durchzusetzen. Vor dem Hintergund der zitierten Entscheidungen ist Ihr Vorhaben aber kaum durchsetzbar.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

Ernesto Grueneberg, LL.M.
Abogado
Mitglied der Rechtsanwaltskammern Berlin & Madrid

Köthener Straße 44
10963 Berlin

info@kanzlei-potsdamerplatz.de
Tel.: 030 2318 5608
Fax.: 030 577 057 759

Nachfrage vom Fragesteller 28.03.2012 | 15:58

Was genau kann nun gefordert werden von der Mutter? Muss sie alle 6 Monate das Zeugnis vorlegen, dass ich den schulischen Stand meines Sohnes überblicke?

Es geht nicht um Klassenarbeiten etc. Um 2 Zeugnisse im Jahr

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.03.2012 | 16:05

Vorlage der Zeugnisse können Sie verlangen und zwar von allen.

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