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Lehrer verweigert Auskunft.

16.02.2016 19:24 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Eine Lehrerin rief mich an und teilte mir mit, dass mein Sohn von einem anderen Kind so stark gekratzt würde dass er stark blutete und nun einen ca. 20cm zweispurigen Kratzer am Hals und Rücken hat.
Grundsätzlich hat mein Sohn es verkraftet und ist drüber weg.
In eigener Sache interessiert mich jedoch folgendes.
Nach dem die Lehrerin den Sachverhalt geschildert hatte, fragte ich sie nach dem Namen des Verusachers.
Daraufhin bekam ich die Antwort, dass mir aus Datenschutzgründen der Name des anderen Kindes nicht mitgeteilt werden könne.
Ist das so richtig?
Ich vertraue mein Kind der Schule an.
Ich möchte sehr wohl wissen wer meinem Kind Leid zufügt.
Über eine Auskunft hierüber wäre ich dankbar.

Sehr geehrter Fragesteller,

die Auskunft, die Ihnen die Schule erteilt hat, ist so nicht korrekt.

Es ist zum Einen Ausdruck Ihres grundgesetzlich abgesicherten Rechts, aber auch Ihrer Pflicht auf Erziehung, berechtigten Interessen Ihres Kindes nachzukommen.
Diese Interessen können - unabhängig vom Vorhandensein von psychologischen Auswirkungen auf Ihr Kind je nach Alter des anderen Kindes unterschiedlich gelagert sein. Ist das Kind bereits deliktsfähig, also älter als sieben Jahre alt, kommen eventuell Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche in Betracht, die Sie nur dann durchsetzen können, wenn Ihnen die persönlichen Daten des anderen Kindes und seiner Eltern bekannt sind.

Daneben kann es für Sie von Interesse sein, dafür zu sorgen, dass die beiden Kinder sich zukünftig meiden, was gleichfalls voraussetzt, dass Ihnen die Identität des "Widersachers" bekannt ist.

Weiterhelfen kann Ihnen dabei das für Ihr Bundesland einschlägige Landesinformationsfreiheitsgesetz. Danach haben Sie einen Anspruch darauf, die über Ihr Kind bei der Schule als öffentlicher Stelle bekannt gewordenen Daten in Erfahrung zu bringen. Dies gilt für alle Umstände und Daten, die der Schule bezüglich Ihres Kindes im Rahmen seiner Schullaufbahn bekannt werden.
Sollte dies für Sie von Interesse sein, können Sie einen diesbezüglichen schriftlichen Antrag an die Schulleitung stellen.

Es ist daher eher davon auszugehen, dass die Schule darauf hofft, dass sich das Problem bereits "von selbst gelöst" hat und man sich daher aus der Angelegenheit zurückziehen und weiteren Ärger vermeiden kann.
Hierauf müssen Sie sich aber nicht verweisen lassen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben und stehe für Rückfragen natürlich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

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