Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Pflichtteilsanspruch nach dem Tode des Elternteils


| 26.12.2006 14:54 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren

Zum Sachverhalt:
1958 erstanden mein Vater und meine Mutter ein Haus auf der Basis Erbaurecht.Mein Vater verstarb bereits 1984,es gab kein Testament.Der Teil meines Vater fiel somit an meine Mutter.Es sind 3 Kinder vorhanden.Auf meinen Pflichtteilanspruch zu dieser Zeit habe ich verzichtet,um meine Mutter nicht finanziell zu belasten.Kurz darauf wurde das Haus meiner jüngeren Schwester überschrieben.Diese widerum einigte sich mit meiner älteren Schwester auf eine Auszahlung,mit mir jedoch nicht,da ich es bisher ablehnte.Meine Mutter bewohnt das Haus zur Zeit alleine.

Zu meinen Fragen:
1)Soweit mir bekannt würde mir nur noch ein Plichtteil in Höhe 1/6 nach dem Tode meiner Mutter zustehen.Bin ich verpflichtet mir diesen Teil auszahlen zu lassen,oder besteht auch dann noch ein Zugriffsrecht auf das Haus bzw. einen Teil des Hauses?

2)Meine jüngere Schwester betrachtet das Haus inzwischen als ihr Eigentum und es wurde auch zwischenzeitlich angebaut.Ist dies zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt möglich,und welche Auswirkungen hätte dies auf den verbleibenden Pflichtteilsanspruch?

3)Da es sich um Erbbaurecht handelt und jetzt die Möglichkeit besteht das Grundstück relativ günstig von der Stadt zu kaufen,würde dies unter Umständen den Verkehrswert des Gebäudes erhöhen?

4)Könnte das Haus nach dem Tode meiner Mutter von meiner Schwester verkauft werden,unabhängig vom Pflichtteilanspruch?

Bedanke mich vorab für eine eventuell folgende Antwort
26.12.2006 | 15:33

Antwort

von


221 Bewertungen
Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

herzlichen Dank für Ihre Online-Anfrage. Ich hoffe, zu einer schnellen Klärung Ihres Falles beitragen zu können. Zur Lösung:

1. Beim Pflichtteilsrecht besteht kein gesetzliches Erbrecht mehr. Stattdessen haben Sie einen Geldanspruch in Höhe der zutreffend errechneten Quote. Daher gibt es bzgl. des Hauses kein Zugriffsrecht. Zu Ausgleichansprüchen sogleich.

2. Aufgrund der Übertragung ist das Haus ja offenbar auch Eigentum der Schwester. Demnach wären auch bauliche Maßnahmen möglich. Der Pflichtteilsanspruch wird ggf. um einen Pflichtteilsergänzungsanspruch bereichert, § 2325 BGB. Dieser ist allerdings auf 10 Jahre begrenzt:

§ 2325
Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen


(1) Hat der Erblasser einem Dritten eine Schenkung gemacht, so kann der Pflichtteilsberechtigte als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird.

(2) Eine verbrauchbare Sache kommt mit dem Werte in Ansatz, den sie zur Zeit der Schenkung hatte. Ein anderer Gegenstand kommt mit dem Werte in Ansatz, den er zur Zeit des Erbfalls hat; hatte er zur Zeit der Schenkung einen geringeren Wert, so wird nur dieser in Ansatz gebracht.

(3) Die Schenkung bleibt unberücksichtigt, wenn zur Zeit des Erbfalls zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstands verstrichen sind; ist die Schenkung an den Ehegatten des Erblassers erfolgt, so beginnt die Frist nicht vor der Auflösung der Ehe.


3. Wenn das Grundstück gekauft wird, könnte dies unzweifelhaft den Verkehrswert erhöhen, allerdings kann nicht summarisch beurteilt werden, wie das Verhältnis des dann vorliegenden Verkehrswertes und des angebotenen Kaufpreises ist.

4. Ja, das Erbbaurecht ist sowohl vererblich als auch veräußerlich.



Für Rückfragen stehe ich natürlich im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere, dringend zu empfehlende Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail!


Mit freundlichen Grüßen
RA Hellmann


Burgwedel 2006
mail(at)<image> </image>anwaltskanzlei-hellmann.de


Die vorstehende summarische Lösung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Außerdem wird, wie die Plattform-Bedingungen es vorsehen, nur ein erster Überblick geboten. Außerdem ist der Umfang der Antwort auch abhängig von der Höhe des gebotenen Honorars. Daher kann diese Beratung das umfassende, verbindliche und abschließende Beratungsgespräch durch den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens keineswegs ersetzen. Bitte beachten Sie dies!


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 26.12.2006 | 16:14

An RA Hellmann
Danke für die schnelle Antwort

Das bedeutet in dem hier vorliegenden Fall es würde für mich keinen rechtlichen Unterschied machen zum jetzigen Zeitpunkt das Angebot meiner Schwester anzunehmen oder nach dem Tode meiner Mutter einen Pflichtteilanspruch geltend zu machen,da meinerseits keine weiteren Ansprüche bestehen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.12.2006 | 18:07

Danke für Ihre Nachfrage, die ich gerne beantworten möchte. Ich kann es nicht beurteilen, ob die Annahme des Angebots, das mir nicht vorliegt, sinnvoll ist. Wenn Sie allerdings nunmehr Absprachen treffen, könnte man dies ggf. als Pflichtteilsverzicht auslegen. Vor dem Hintergrund sollten Sie - vorallem vor dem Hintergrund eines Pflichtteilsergänzungsanspruches, das vorliegende Angebot genau anwaltlich prüfen lassen!

Guten Rutsch!

Hochachtungsvoll

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke für die ausführlichen Antworten und einen Guten Rutsch "
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER
5/5.0

Danke für die ausführlichen Antworten und einen Guten Rutsch


ANTWORT VON

221 Bewertungen

Eiermarkt 2
30938 Burgwedel
Tel: 05139 - 9 70 333 4
Web: www.hellmannundpaetsch.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Versicherungsrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht