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Pfefferspray


| 10.03.2005 06:15 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Guten Tag,

ich war am Wochenende mit einem Kollegen in einer Bar. Als wir dann aus der Bar rausgegangen sind und heimlaufen wollten, sind 2 Typen an uns vorbeigegangen und der eine hat meinen Kollegen angerempelt. Daraufhin kam es zur verbalen Auseinandersetzung zwischen uns und den 2 anderen Typen. Dabei wurde uns angedroht, wenn wir nicht weitergehen würden, dass sie uns schlagen würden. Mein Kollege hat dann sein Pfefferspray genommen und es den beiden ins Gesicht gesprüht. Danach sind wir geflüchtet.

Am nächsten Tag hat eine Freundin von dem einen Typ meinen Kollegen angerufen (die Handynummer hat sie von einem anderen der uns kennt) und gesagt, dass sie auch eine Pfefferspray Ladung abbekommen hat und danach ins Krankenhaus musste mit dem Krankenwagen. Sie meinte, dass sie nun eine Sehschwäche von 10% hat, da sie schon eine Augenkrankheit hat. Und diese Sehschwäche nach 2 Monaten wieder weggehen kann, aber auch bleiben kann. Ausserdem meinte sie, dass sie die Krankenwagenkosten selber zahlen müsse, wenn sie keine Anzeige stellt. Dann hat mein Kollege und dieses Mädchen (18 Jahre) diskutiert, ob sie es aussergerichtlich klären können. Gestern hat sie wieder meinen Kollegen angerufen und meinte, dass der Staatsanwalt ihn angezeigt hat, aber nicht sie.

Wie sollen wir uns nun verhalten? Es war definitv keine Absicht von meinem Kollegen noch das Mädchen zu treffen, das Mädchen stand hinter uns und ist wohl genau in diesem Moment neben einen dieser 2 Typen gegangen.

Kann es überhaupt sein, dass ein Staatsanwalt Anzeige macht, aber das Opfer nicht?

Und stimmt es, dass sie den Krankenwageneinsatz selber zahlen muss? Sie ist wie jeder andere auch gesetzlich krankenversichert.

Diese 2 Typen haben keine Anzeige gemacht. Ich habe gelesen, dass man Pfefferspray nur gegen Hunde bzw. Tiere einsetzen darf.

Falls eine Vorladung von der Polizei kommt, sollen wir aussagen oder garnicht hingehen?

Und falls das Mädchen vor Gericht Recht bekommt, welche Strafe kann mein Kollege erwarten?

Mein Kollege ist nicht vorbestraft und 19 Jahre alt.

Danke!

Freundliche Grüße

-- Einsatz geändert am 10.03.2005 06:26:12

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Guten Morgen,

an der Stellungnahme der Freundin stimmt nach Ihrer Schilderung einiges nicht. Ein Staatsanwalt ist nicht zuständig für Anzeigen, sondern wird erst dann tätig, wenn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet ist. Dies kann durch Anzeige Dritter oder auch von Amts wegen (etwa wenn die Polizei den Vorfall aufgenommen hätte) geschehen. Auch ist der Krankentransport durch die gesetzliche Krankenversicherung abgesichert.

Mein Eindruck ist eher, daß hier versucht wird, aus dem Vorfall Geld zu erhalten. Sie sollten deshalb zunächst gar nichts machen, erst recht nicht Zahlungen leisten.

Wenn Sie tatsächlich eine Vorladung von der Polizei erhalten, sollte Ihr Kollege dort nicht aussagen, sondern zunächst -über einen Anwalt- Akteneinsicht beantragen. Er weiß dann, wie die Zeugenaussagen aussehen und was ihm genau vorgeworfen wird. Zunächst können Sie aber gelassen abwarten.

Wenn wider Erwarten aus dem ganzen Vorfall eine Verurteilung erfolgen sollte, wäre auch diese nicht so dramatisch. Es steht allenfalls eine fahrlässige Körperverletzung im Raume. Da Ihr Kollege noch nicht 21 ist und deshalb Jugendstrafrecht noch Anwendung finden kann, ist die Wahrscheinlich groß, daß allein eine Verwarnung ausgesprochen wird, die insbesondere in ein Führungszeugnis nicht eingetragen wird.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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