Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nebentätigkeit und AfA für Haus und Arbeitsraum


| 24.06.2007 18:45 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

zu folgender Fragestellung bitten wir Sie um Ihre fachliche Beratung:
Wir haben 2006 ein EFH gebaut und dies im Nov. 2006 bezogen.
Meine Frau ist Angestellte, arbeitet aber neben Ihrem Hauptberuf noch als Näherin, dazu nutzt sie einen kompletten Raum in unserem Haus.
a) Welche Möglichkeiten haben wir bei der Steuerklärung für 2006, die Baukosten für das Haus anteilig auf das "Arbeitszimmer" (oder Betriebsraum?) abzuschreiben?

b) Inwieweit haben wir im Hinblick auf die neue Regelung ab 2007 können wir steuerliche Vorteile durch die Nebentätigkeit erreichen?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Fragestellender
Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

gerne nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen im Zusammenhang mit der gewerblichen Nebentätigkeit Ihrer Frau als Näherin in Ihrem Haus Stellung und beantworte diese wie folgt:


a)Welche Möglichkeiten haben wir bei der Steuerklärung für 2006, die Baukosten für das Haus anteilig auf das "Arbeitszimmer" (oder Betriebsraum?) abzuschreiben?

Da Ihre Frau neben Ihrer Haupttätigkeit als Angestellte den Beruf als Näherin in einem eigenständigen Gewerbe ausübt und den betreffenden Raum ausschließlich für das Gewerbe nutzt, können die anteiligen Hauskosten gem. Nutzfläche komplett als Betriebsausgaben berücksichtigt werden. Neben der AfA, die gem. § 7 Abs. 4 Nr. 1 EStG jährlich 3% beträgt, kommt somit ein Betriebsausgabenabzug für anteilige Nebenkosten sowie für die Einrichtung des Raumes in Betracht.


b)Inwieweit haben wir im Hinblick auf die neue Regelung ab 2007 können wir steuerliche Vorteile durch die Nebentätigkeit erreichen?

Die Nebentätigkeit als Näherin ist als eigenständiger Gewerbebetrieb gem. § 15 EStG zu beurteilen. Es wird daher ein Gesamtbetrag der Einkünfte aus den Einkünften Ihrer Frau aus nichtselbständiger Haupttätigkeit und Gewerbebetrieb gebildet. Besondere steuerliche Vorteile ergeben sich dabei – auch nach der Rechtslage 2007 – nur insoweit, als gewisse Kosten als Betriebsausgaben in Abzug gebracht werden können, was ohne den Gewerbebetrieb nicht möglich wäre. Anderweitige Steuervergünstigungen bestehen demgegenüber leider nicht.


Ich hoffe, Ihnen mit meinen Anmerkungen weitergeholfen zu haben, wünsche Ihnen viel Erfolg und stehe Ihnen für etwaige Rückfragen und weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.

Für das mir entgegengebrachte Vertrauen darf ich mich bei Ihnen bedanken und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Steuerrecht

Nachfrage vom Fragesteller 25.06.2007 | 08:13

Sehr geehrte Frau Fey,

vielen Dank für Ihre Ausführungen, die schon erheblich mehr Klarheit gebracht haben.
Eine Nachfrage zu dem von Ihnen angesprochenen Gewerbebetrieb habe ich:
Inwieweit müssten wir einen Gewerbebetrieb anmelden oder können wir die Einkünfte aus der Nebentätigkeit (Einkünfte < 1.000€ pro Jahr) in der Steuererklärung einfach als Einkünfte aus selbstständiger Arbeit mit Einnahmen/Ausgaben-Bilanz angeben?

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Fragestellender

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.06.2007 | 18:50

Sehr geehrte Rechtsratssuchende,
sehr geehrter Rechtsratssuchender,

die Einkünfte wären in der Steuererklärung in der Anlage GSE unter gewerbliche Einkünfte einzutragen. Zur Ermittlung dieser Einkünfte ist eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach amtlichem Formular (Anlage EÜR) zu verwenden, in der Sie die Einnahmen und Ausgaben angeben müssen.

Unabhängig von der steuerlichen Situation ist zwingend ein Gewerbe beim Gewerbeamt anzumelden, auch wenn es sich lediglich um eine Nebentätigkeit handelt.

Ich hoffe, Ihre Rückfragen hiermit beantwortet zu haben, und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Andrea Fey
Rechtsanwältin und Notarin
Fachanwältin für Steuerrecht

Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antwort ist überzeugend, klar gegliedert und gibt Hilfstellungen bzw. Verweise auf die entsprechenden Festlegungen. "