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Berechnung der Krankenkassenbeiträge bei Angestelltenverhältnis und Nebentätigkeit

06.07.2020 21:47 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


21:03

Hallo

Ich bin hauptberuflich angestellt (40h) mit einem Bruttojahreslohn von 50.000 Euro.
Ich betreibe nebenberuflich ein Einzelunternehmen (15h), das sich besser entwickelt hat als gedacht und bei dem ich 2020 voraussichtlich 60.000 Euro Umsatz erwirtschaften werde, jedoch auch ca. 30.000 Euro Ausgaben hatte und ich somit mit 30.000 Euro Jahresgewinn rechne.

Die Krankenkassenbeiträge wurden bisher von meinem Angestelltenverhältnis berechnet.
Es gibt die Regelung, dass die Krankenkassenbeiträge auf die Summe der beiden Einkünfte berechnet werden, wenn die Einnahmen aus dem Nebengewerbe die Einnahmen aus dem Angestelltenverhältnis überschreiten. Wird dies anhand der Jahreseinnahmen oder der Monatseinnahmen berechnet?

Wie genau ist hier der Begriff "Einnahmen" definiert?:
Ist hier in einem hauptberuflichen Angestelltenverhältnis der Bruttojahreslohn die "Einnahme" oder das "zu versteuernde Einkommen" (also zb abzüglich der Werbungskosten) oder gar der Nettojahreslohn?.
Ich bin verheiratet und mit meiner Ehefrau (angestellt, auch ca. 50.000 Bruttojahreslohn) gemeinsam steuerlich veranlagt. Ändern die Einkünfte meiner Ehefrau hier irgendwelche Berechnungen bzgl. meiner Krankenkassenbeiträge?

Sind in einem nebenberuflichen Gewerbe die Umsätze das "Einkommen" oder ist dies der Gewinn (also Umsatz abzüglich der Ausgaben)?
Wäre in diesem Fall weiterhin das Angestelltenverhältnis die Basis der Berechnung der Krankenkassenbeiträge? (da mein nebenberufliches "Einkommen" (in diesem Fall der Gewinn aus der nebenberuflichen Tätigkeit) niedriger ist als mein "Einkommen" (mein Bruttogehalt) aus meinem Angestelltenverhältnis)

Und zuletzt: Wird dies jedes Jahr erneut aufgrund der jeweils aktuellen Zahlen entschieden?

Vielen Dank

06.07.2020 | 22:25

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Letztendlich wird man neben dem Verdienst die Frage stellen, wo der inhaltliche und zeitliche Mittelpunkt Ihrer Tätigkeit liegt. Mir scheint es immer noch so, dass Ihr Einzelunternehmen zeitlich und inhaltlich nebenberuflich betrieben wird. Der Umsatz ist hier nur ein weiterer Indikator.

Dieser Einschätzung kann sich in der Tat ändern, insbesondere wenn die Nebentätigkeit arbeitsintensiver wird, Sie Ihren Hauptteil der Einkünfte aus dieser beziehen oder Arbeitnehmer einstellen, wird die Krankenkasse zu einer Neubewertung der Lage kommen.

Ich gehe daher nicht davon aus, dass sich die Höhe Ihre Sozialversicherungsbeiträge wegen dem Nebengewerbe verändern müssen.

In jedem Fall würden sich die Sozialversicherungsbeiträge nicht aus den Einnahmen berechnen, denn dort sind die betrieblichen Ausgaben noch nicht berücksichtigt worden. Abzustellen ist auf die Einkünfte, also das Ergebnis von Einnahmen minus Ausgaben.

Die Einkünfte Ihrer Ehefrau sind für Ihre Sozialversicherungsbeiträge nicht von Belang.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 07.07.2020 | 15:17

Vielen Dank für die Rückmeldung.
Ergänzend fehlt nur noch die Antwort, wann diese Berechnung erfolgt. Ich gehe davon aus, dass die Berechnung jährlich über die Einkommensteuererklärung erfolgt, über die die Krankenkasse die jeweiligen Beiträge entsprechend automatisch berechnet.
Ist dies so korrekt?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 07.07.2020 | 21:03

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Die Berechnung erfolgt dann, wenn Sie der KV den Sachverhalt offen legen. Denn diese wird im Zweifel nichts von Ihrem Nebenverdienst wissen. Die KV bekommt keine Meldung vom Finanzamt.

Sie sollten den Sachverhalt aber nicht verschweigen, um hier keine hohen Nachforderungen auszulösen. Daher sollten die Sache zeitnah klären, danach wäre dann in der Tat jährlich eine Steuererklärung einzureichen und es wird nacherhoben oder rückerstattet.

Mit freundlichen Grüßen

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