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Versteuerung Nebentätigkeit

17.04.2013 12:00 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


16:12

Zusammenfassung:

Nebentätigkeit eines im öffentlichen Dienst Tätigen, steuerliche Aspekte

Guten Tag,

ich arbeite im öffentlichen Dienst und hätte die Möglichkeit dieses Jahr nebenbei als Gutachter zu arbeiten (mit Einverständnis meines Arbeitsgebers). Die Einkünfte hieraus lägen unter der - meines Wissens nach hier geltenden - Mindestgrenze für Umsatzsteuerpflichtige Einnahme iHv 17400 EUR. Zur Versteuerung des Einkommens im Rahmen meiner regulären Einkommenssteuererklärung hätte ich die folgenden Fragen:

Ich geben die Einkünfte im Rahmen meiner Einkommenssteuererklärung an; muss ich darüber hinaus (z.B. vorab) das Finanzamt über diese Nebentätigkeit informieren?

Wenn ich dem Auftraggeber eine entsprechende Rechnung stelle, muss diese über die naheliegenden Angaben (Tätigkeit, Betrag, Datum, Adressen etc.) hinaus noch weitere Informationen beinhalten (z.B. meine normale Steuernummer)?

Ich wäre alleiniger Vertragspartner, würde die Arbeit und entsprechend auch das Honorar gerne mit einem Kollegen teilen: wenn ich in der Rechnung unsere beiden Leistungen getrennt ausweise und den vereinbarten Teilbetrag anschließend an meinen Kollegen weiterleite, besteht dann die Gefahr, dass dieser Teilbetrag dennoch für mich steuerlich wirksam wird, obwohl ich ihn ja nicht selbst erhalte?

Vielen Dank und Freundliche Grüße

17.04.2013 | 13:27

Antwort

von


(1164)
Hauptstraße 16 a
25488 Holm
Tel: 04103/9236623
Web: http://www.kanzlei-roth.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:


Grundsätzlich ist es ausreichend, wenn die Nebentätigkeit bei der Einkommensteuererklärung angegeben wird.
In diesem Fall darf die Nebentätigkeit eine Höhe von EUR 400,00/mtl. nicht übersteigen.

Nach Ihrem Sachvortrag generieren Sie aber Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit im Sinne von § 18 EStG .
Hier wäre eine gesonderte Steuererklärung abzugeben mit der Maßgabe, am Geschäftsjahresende die Steuererklärung dem Finanzamt zu übermitteln. Sie haben selbst mitgeteilt, dass Sie der Kleinunternehmerregelung unterliegen, da ihr Umsatz unterhalb einer Jahresgrenze von EUR 17.500 liegt.

Bei dieser Regelung reicht es aus, wenn Sie Ihre Einnahmen den Ausgaben gegenüberstellen. Die Einnahmen sind dann im Rahmen der Einkommensteuererklärung zu versteuern.

Rechnungen auf der Grundlage Ihrer Gutachtentätigkeit müssen dann folgende Punkte enthalten:

1. Vollständiger Name und Adresse
2. Steuer-IDNr. des Selbstständigen
3. Datum der Rechnung
4. Vollständiger Name und Adresse des Rechnungsempfängers
5. Rechnungsnummer
6. Zeitpunkt der Leistungserbringung
7. Rechnungsbetrag
8. Hinweis auf die Steuerbefreiung
9. Zahlungstext

Da Sie alleiniger Vertragspartner sind, wäre der von Ihnen beschriebene Weg der Beteiligung eines Kollegen so nicht zu vollziehen.

Hier müsste der Kollege Ihnen gegenüber eine entsprechende Rechnung erstellen, die Sie dann bei Ihren Ausgaben berücksichtigen könnten.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse.




Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt und zertifizierter Testamentsvollstrecker -

Rechtsanwaltskanzlei K. Roth
info@kanzlei-roth.de
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Tel. 040/317 97 380
Fax: 040/31 27 84
Johannisbollwerk 20
20459 Hamburg


Rechtsanwalt Karlheinz Roth

Rückfrage vom Fragesteller 17.04.2013 | 14:14

Sehr geehrter Herr Roth,

vielen Dank für die Information. Bei einigen Ihrer Anmerkungen habe ich jedoch noch Verständnisschwierigkeiten:

Sie schreiben es wäre in meinem Fall eine „gesonderte Steuererklärung abzugeben mit der Maßgabe, am Geschäftsjahresende die Steuererklärung dem Finanzamt zu übermitteln". Aus Ihren nachfolgenden Erläuterungen entnehme ich, dass es sich bei dieser „gesonderten Steuererklärung" lediglich um das Beiblatt zu meiner regulären Einkommenssteuererklärung handelt, auf dem ich Einnahmen und Ausgaben gegenüberstelle - habe ich das richtig verstanden?

Sie schreiben ich müsse die „Steuer-IDNr. des Selbstständigen" sowie „Hinweis auf die Steuerbefreiung" und „ Zahlungstext" auf meiner Rechnung vermerken. Bei ersterer handelt es sich also um meine reguläre Steuer-ID, die auch für meine normale Steuererklärung benutze? Was meinen Sie mit „Hinweis auf Steuerbefreiung" (der Hinweis, dass ich der Kleinunternehmerregelung unterliege und daher keine Mehrwertsteuer in Rechnung stelle)? Lege ich die „Rechnungsnummer" selbst fest? Was bedeutet „Zahlungstext"?

Zu meiner letzten Frage schreiben Sie: „Hier müsste der Kollege Ihnen gegenüber eine entsprechende Rechnung erstellen, die Sie dann bei Ihren Ausgaben berücksichtigen könnten." Das heißt – gemäß meiner Frage - wenn ich so vorginge müsste ich nicht befürchten, dass der entsprechende Betrag für mich in irgendeiner Weise steuerlich relevant wird (es würde sich doch dann um einen Unterauftrag handeln)?

Vielen Dank für die Klarstellung und freundliche Grüße.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.04.2013 | 16:12

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Sie schreiben es wäre in meinem Fall eine „gesonderte Steuererklärung abzugeben mit der Maßgabe, am Geschäftsjahresende die Steuererklärung dem Finanzamt zu übermitteln". Aus Ihren nachfolgenden Erläuterungen entnehme ich, dass es sich bei dieser „gesonderten Steuererklärung" lediglich um das Beiblatt zu meiner regulären Einkommenssteuererklärung handelt, auf dem ich Einnahmen und Ausgaben gegenüberstelle - habe ich das richtig verstanden?

Ja, richtig.


Sie schreiben ich müsse die „Steuer-IDNr. des Selbstständigen" sowie „Hinweis auf die Steuerbefreiung" und „ Zahlungstext" auf meiner Rechnung vermerken. Bei ersterer handelt es sich also um meine reguläre Steuer-ID, die auch für meine normale Steuererklärung benutze?

Ja.


Was meinen Sie mit „Hinweis auf Steuerbefreiung" (der Hinweis, dass ich der Kleinunternehmerregelung unterliege und daher keine Mehrwertsteuer in Rechnung stelle)? Lege ich die „Rechnungsnummer" selbst fest? Was bedeutet „Zahlungstext"?

Nach § 19 UStG müssen Sie darauf hinweisen, dass keine Umsatzsteuerpflicht besteht.
Die Rechnungsgnummer vergeben Sie eigenständig.
Beim Zahlungstext können bspw. Angaben zu Skonto gemacht werden. Anzugeben ist Ihre Bankverbindung.


Zu meiner letzten Frage schreiben Sie: „Hier müsste der Kollege Ihnen gegenüber eine entsprechende Rechnung erstellen, die Sie dann bei Ihren Ausgaben berücksichtigen könnten." Das heißt – gemäß meiner Frage - wenn ich so vorginge müsste ich nicht befürchten, dass der entsprechende Betrag für mich in irgendeiner Weise steuerlich relevant wird (es würde sich doch dann um einen Unterauftrag handeln)?

Richtig.


Mit freundlichen Grüßen
RA K. Roth

ANTWORT VON

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