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Nachmietersuche: Mitarbeit des Vermieters zweifelhaft


11.05.2007 00:09 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wir haben einen Mietvertrag, ohne Nachmieterklausel, und diesen gekündigt, da wir eine neue Wohnung gefunden haben (für den Umzug gibt es keine Härtefallgründe).

Unser Vermieter erklärte mündlich, dass er mit einem Nachmieter einverstanden sei, so dass wir uns auf die Suche machten. Von über 50 Bewerbern suchten wir nach Durchführung von Besichtigungsterminen die 10 Geeignetsten heraus (persönlicher Eindruck, gesichertes Einkommen)und leiteten diese an den Vermieter weiter.

Von diesen hatte der Vermieter zwei als besonders geeignet empfunden und sich nach einiger Überlegung für einen der beiden entschieden.
Diesem hatte er einen Mietvertrag mitgegeben, jedoch hatte der Nachmieter ohne diesen zu unterschreiben, nach einiger Zeit (ca. 1 ½ Wochen), doch abgelehnt und die Wohnung nicht genommen.
Da sich dies schon abzeichnete, forderten wir unseren Vermieter auf, mit dem zweiten Wunschkandidat für den Notfall nochmals Kontakt aufzunehmen oder auch mit einem der anderen acht Kandidaten.
Dies lehnte unsere Vermieter jedoch ab und wollte die Entscheidung des ersten Kandidaten abwarten. Erst nach dessen Absage ging er auf den zweiten Wunschkandidat zu, welcher aber kurz zuvor bereits eine andere Wohnung gefunden hatte. Er äußerte, dass er einige Tage zuvor noch sofort zugesagt hätte.
Ob der Vermieter auf die anderen Kandidaten noch zuging ist uns nicht bekannt.

Unsere Frage ist nun, ob es rechtliche Möglichkeiten gibt, sich gegen dieses Verhalten des Vermieters zur Wehr zu setzen oder ob dies so zulässig ist.
Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Frage wie folgt:
Die Mietzahlungen aufgrund des Verhaltens Ihres Vermieters können Sie nicht einstellen, da das Verhalten des Vermieters nicht zu beanstanden ist.
Sie hängen dem "Nachmietergerücht" nach. Sie können nicht aus dem Mietvertrag aussteigen, nur weil Sie eine gewisse Anzahl an Ersatz- bzw. Nachmieter anbieten. Darauf besteht nur dann ein Anspruch, wenn es ausdrücklich so vereinbart wurde, d.h. wenn eine sog. Nachmieterklausel in Ihrem Vertrag enthalten ist. Dies ist aber in Ihrem Fall nicht so.
Der Vermieter hat hier einen gewissen Spielraum und handelt nicht etwa mißbräuchlich.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com.

Mit besten Grüßen
RA Hermes


Nachfrage vom Fragesteller 11.05.2007 | 00:52

Das "Nachmietergerücht" ist mir bekannt gewesen, ebenso, dass es nicht ausreicht meinem Vermieter, wie das Gerücht besagt, drei Nachmieter stelle und ich bin raus aus dem Mietvertrag.

Für mich stellt sich aber die Frage, ob durch die mündliche Zusage meines Vermieters einen Nachmieter zu akzeptieren ein Vertrag entstanden ist, welcher einer schriftlichen Nachmieterklausel gleich steht.
Wenn dies der Fall sein sollte, wäre die Anfrage sicherlich anders zu beurteilen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.05.2007 | 01:05

Nein, an diesen Aspekt habe ich auch gedacht. Aber auch bei der schriftlich fixierten Nachmieterklausel kann der Vermietet einen Nachmieter ablehnen, sofern dieser nicht wirtschaftlich und persönlich zuverlässig ist. Hier ist ja der potentielle Mieter selbst abgesprungen.
Sprechen Sie doch mit dem Vermieter und weisen Ihnen auf die anderen acht Kandidaten hin und bitten ihm um Kontaktaufnahme.
Ferner können Sie auch einen einvernehmliche Mietaufhebungsvertrag schließen; bieten Sie Ihrem Vermieter eine kleine Abstandszahlung an.

Mit besten Grüßen

RA Hermes

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