Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nachmieter vom Vermieter abgelehnt


14.02.2007 00:42 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe meine Wohnung fristgerecht zum 30.04.07 gekündigt.Ich habe den Vermieter gefragt,ob ich selbt Nachmieter suchen kann,um die Whng.schneller zu vermieten, um nicht doppelte Miete zu bezahlen.Er sagte,ich darf. Ich habe Immoanzeige aufgegeben und habe dafür 27 Euro bezahlt. Es meldeten sich viele Menschen und eine Familie (verheiratet, ordentlich, 1 Kind)wollte die Whng.nach Besichtigung (05.Feb) unbedingt haben.Einziehen würden sie zum 01.03, also keine doppelte Miete für mich.
Am 06.Februar rief ich meinen Vermieter an und sagte ihm, dass ich jemanden hätte. Er fragte mich nach der Adresse der Interessenten und sagte mir, nach wirtschaftlichen Prüfung wäre alles ok. Er hat auch die Familie angerufen, bat um eine Schufa-Auskunft, und sagte, sie sollen sich am 09.Feb mit der Schufa-Auskunft melden.Am 09.Feb rief die Frau an, und mein Vermieter sagte ihr unfreundlich, dass er schon jemanden hätte und hat diese Frau abgeleht, obwohl er sie weder kennengelert hat, noch ihre Auskunft sich angeschaut hat. Nach einem verzweifelten Anruf der Frau bei mir, habe ich den Vermieter angerufen, und wir haben eine große Auseinandersetzung gehabt. Er sagte, er bestimme selbst, wen er als Mieter haben möchte. Ich sagte ihm, dass er sich ja die Familie nicht mal angeschaut hat, aber er hat gesagt, über dritte möchte er nicht mit mir reden. Er bejahte meine Frage, ob er jemand anders für die Whng.schon hätte.Diese andrere Person wird aber erst zum 01.05 einziehen, das heißt für mich, dass ich 2 Monatsmieten nun doch zahlen muß.
Habe ich mir nun umsonst die ganze Mühe gemacht mit der Suche nach neuen Nachmietern?
Die von mir vorgeschlagenen Nachmieter wollten die Wohnung in jetzigem Zustand übernehmen, jetzt muß ich aber wegen der anderen Nachmieter die Wohnung renovieren, Böden ausreissen usw.
Wie kann ich weiter vorgehen? Ich müsste zwei mal 680 Euro Miete zahlen, was für mich sehr hoch ist.
Darf der Vermieter mich dermaßen schikanieren?
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort
14.02.2007 | 01:20

Antwort

von


972 Bewertungen
Kaiserin Augusta Allee 102
10553 Berlin
Tel: 030 36445774
Web: www.rechtsanwalt-weber.eu
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Der Vermieter muss die Ablehnung begründen. Wenn er keine objektive Begründung (Wohnung zu klein, Familie nicht zahlungsfähig etc.) vorweisen kann, müssen Sie die Mieten nicht zahlen.

Befürchtete Lärmbelästigung durch ein Kind muss der Vermieter konkret nachweisen.

Ich rege an, den Vermieter noch einmal schriftlich um eine Begründung zu bitten, weiter sollten Sie sich die Mietbereitschaft und Ablehung der Familie von dieser nach Möglichkeit schriftlich geben und, wenn der Vermieter hartnäckig bleibt, einen örtlichen Kollegen Ihres Vertrauens hinzuziehen.

Für die Beweisführung wäre es auch praktisch, wenn Sie die Absprache der vorzeitigen Aufhebung des Vertrages bei Stellung eines Nachmieters schriftlich haben.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung stellt lediglich eine erste rechtliche Orientierung dar.


Nachfrage vom Fragesteller 14.02.2007 | 02:16

Herr Weber,gibt es ein konkretes Paragraph im Gesetz, auf welches ich mich beziehen kann, oder wie kann ich es im Schreiben so formulieren, dass der Vermieter weiß, dass er nicht alles mit uns machen kann, und das wir nicht die Sache so hinnehmen.
Nach Aussage des Vermieters,hat der Bruder des Vermieters (es sind zwei Geschäftspartner) der anderen Familie (B) bereits die Wohnung zugesagt, deshalb mußte er "meinem Nachmieter (A)" absagen. Dies sind aber meiner Meinung nach Ausreden, da der Vermieter der Familie A ja noch am 06.02. gesagt hat, sie sollen Schufa-Auskunft einholen und die Wohnung ist frei, und erst am 09.02 hatte er Familie A gesagt, dass die Wohnung an Familie B bereits vergeben ist.
Habe ich eigentlich troztdem noch Chancen, wenn Familie A die Whng überhaupt nicht mehr will?
Danke im Voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.02.2007 | 21:35

Sehr geehrter Ratsuchender,

es gibt leider keine Gesetzesvorschrift, die explizit dieses aussagt.

Diese rechtlichen Regelungen wurden von Gerichten im Wege des sogenannten Richterrechts aus dem Grundsatz von Treu und Glauben entwickelt.

Wenn die Familie A ihre Meinung NACH der Ablehnung durch den Vermieter geändert hat, ist dies unerheblich.

Erfahrungsgemäß sind höfliche, präzise, sachliche und kühle Formulierungen in kurzen Sätzen am wirkungsvollsten. Sie sollten Abschweifungen und Unsachlichkeiten vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

ANTWORT VON

972 Bewertungen

Kaiserin Augusta Allee 102
10553 Berlin
Tel: 030 36445774
Web: www.rechtsanwalt-weber.eu
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Kaufrecht, Mietrecht, Urheberrecht, Internet und Computerrecht, Vertragsrecht, Grundstücksrecht, Medienrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER