Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Nachlasssache - Kann das Sozialamt an das Erbe?

16.12.2005 14:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Am 1.10.2005 ist meine Großmutter verstorben sie hinterläßt insgesamt ca. 28.000 € .Sie hat im Testament meine Mutter und mich zu gleichen Teilen eingesetzt. Meine Mutter die Sozialhilfe erhielt ist am 5.12.2005 leider ebenfalls verstorben.Meine Mutter hat die Erbschaft meiner Oma am 5.10.2005 schriftlich Ausgeschlagen.Meine Mutter hatte auch Schulden. Ich habe jetzt Post vom Nachlassgericht bekommen mit der Bitte einen Wertevordruck auszufüllen und die Erben anzugeben . Erbe bin nur noch ich. Habe bisher weder Ausschlagung noch sonstige Unterlagen eingereicht . Wie gehe ich am besten vor ? Kann das Sozialamt an das Erbe ? Soll ich das Erbe meiner Mutter ablehnen wegen der Schulden ?

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Nachdem Ihre Mutter die Erbschaft nach Ihrer Großmutter ausgeschlagen hat, fällt diese im vollem Umfange Ihnen an. Dies ergibt sich aus § 1953 Abs. 2 BGB , wonach bei Auschlagung die Erbschaft demjenigen anfällt, welcher als Erbe berufen sein würde, wenn der Ausschlagende zur Zeit des Erbfalls nicht gelebt hätte. Der Anfall der Erbschaft gilt dabei als mit dem Erbfall erfolgt.

Die Erbschaft Ihrer Mutter schlagen Sie bitte aus, da nach Ihren eigenen Angaben der Nachlass Ihrer Mutter überschuldet ist. Bitte beachten Sie hierzu, dass die Ausschlagungsfrist sechs Wochen beträgt, § 1944 Abs. 1 BGB . Der Fristbeginn ist in § 1944 Abs. 2 BGB geregelt. Da Ihre Mutter erst vor wenigen Tagen verstorben ist, ist danach also besondere Eile nicht geboten. Dennoch sollten Sie hier nicht allzuviel Zeit verstreichen lassen und bis zum letzten Tag warten. Wenn Sie die Erbschaft Ihrer Mutter ausschlagen, haben Sie vom Sozialamt nichts zu befürchten.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weiterhelfen können. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne im Rahmen der Nachfragefunktion noch zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen



Achim Schroers
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 16.12.2005 | 17:31

Vielen Dank erst einmal für ihr Antwort.Eine Frage noch:Ich habe dem Nachlassgericht die von meiner Mutter am 5.10.2005 geschriebene Ausschlagung der Erbschaft meiner Oma aufgrund der schweren Krankheit meiner Mutter bisher noch nicht migeteilt bzw. das Erbe meiner Oma beantragt. Habe ich jetzt gegen die 6 Wochen Ausschlagungsfrist verstossen?und was kann ich tun.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.12.2005 | 11:41

Sehr geehrter Fragesteller,

eine Antwort auf Ihre Nachfrage habe ich Ihnen soeben mit gesonderter Mail zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen


Achim Schroers
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 94540 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
4,8/5,0
Die Antwort war sehr gut verständlich, auch wenn ich mir eine sehr anders lautende Antwort gewünscht hätte. Nun habe ich aber wenigstens Klarheit und kann mir den Aufwand eines Rechtstreites (den ich verlieren würde) sparen. ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle und gute Auskunft. Mal sehen was der Vermieter noch so alles auf Lager hat. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super, vielen Dank für die schnelle und verständliche Antwort. ...
FRAGESTELLER