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Erbe.

| 11.07.2017 23:36 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Fällt eine Erbschaft nur wegen der vorausgegangenen Ausschlagung vorrangiger Erben an, so beginnt für den nachrückenden Erben die sechswöchige Ausschlagungsfrist erst mit Kenntnis von der vorangegangenen Erbausschlagung.

Schön guten Abend wünsch ich...

Ich gebe eine Frage...

Mein Bruder ist vor sechs Wochen und drei Tagen gestorben.....

Er hat 250000 Euro Schulden....

Er hat eine Ehe Frau und zwei Kinder.

Heute erfahre ich das die Frau und die Kinder das Erbe ausgeschlagen haben und das laut erbreinfolge ich jetzt dran bin....

Ich habe aber gelesen das es eine Frist von 6 Wochen gibt das Erbe auszuschlagen.
Da die Frist jetzt aber 4 Tage drüber ist,habe ich jetzt automatisch das Erbe an genommen?

Habe es heute erst erfahren und hatte ja somit garnicht die möglichkeit in der Frist das Erbe auszuschlagen.....

Wie verhält dich das jetzt?
Und was kam ich machen wenn das so Ist?

Vielen Dank im voraus....

MfG
12.07.2017 | 03:39

Antwort

von


(137)
Von-Groote-Str. 44
50968 Köln
Tel: 0221 44900095
Web: http://roger-neumann.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Sechs-Wochen-Frist nach § 1944 BGB beginnt nicht mit dem Tod zu laufen, sondern mit Kenntnis des Erben vom Anfall der Erbschaft. Fällt die Erbschaft wegen der vorausgegangenen Ausschlagung vorrangiger Erben an, so beginnt die Frist mit Kenntnis von deren Ausschlagung (Siegmann/Höger in: Bamberger/Roth Beckscher Online Kommentar zum BGB, 42. Edition 2017, § 1944 BGB, Rn. 4, Malitz in: Scherer Anwaltshandbuch Erbrecht, 4. Aufl. 2014 § 22, Rn. 37).

So ist es bei Ihnen, so dass die Frist nach Ihren Angaben erst am 11.07.2017 zu laufen beginnt.

Sie sollten nun schnellstmöglich das Erbe gegenüber dem zuständigen Nachlassgericht ausschlagen. Zuständig sind sowohl das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Erblasser (also Ihr Bruder) im Zeitpunkt seines Todes seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte, § 343 Abs. 1 FamFG, als auch das Amtsgericht, in dessen Bezirk die erklärende Person (also Sie) ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat, § 344 Abs. 7 FamFG. Eine Besonderheit gilt in Württemberg und Baden, wo die Erklärung gegenüber dem staatlichen Notariat abzugeben ist. Wenn ein gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland bei keinem von Ihnen vorlagen, gelten Sonderregeln.

Die Erklärung kann beim Nachlassgericht durch Erklärung zur Niederschrift, also an Ort und Stelle, oder durch gem. § 129 BGB öffentlich (notariell) beglaubigte Urkunde abgegeben werden.

Wenn die Frist versäumt wird, gibt es weitere Instrumente der Haftungsbeschränkung, insbesondere die Nachlassinsolvenz und die Einrede der Dürftigkeit. Diese haben aber nicht die absolute Wirkung der Erbausschlagung. Die Instrumente hier im Einzelnen zu erläutern, würde den Rahmen dieser Plattform sprengen. Allerdings kommt es darauf auch nicht an, wenn Sie nun fristgerecht das Erbe ausschlagen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Roger Neumann

Bewertung des Fragestellers 12.07.2017 | 06:42

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