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Nach Erziehungszeit wieder Eintritt ins Berufsleben


01.11.2006 11:41 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Hallo, folgender Sachverhalt.
Nach 3 Kindern und 8 Jahren Erziehungsurlaub müßte ich Ende Dezember wieder zurück ins Berufsleben.
Vollzeit Kauffrau im Einzelhandel, Erstverkäuferin
(Lieber wäre mit natürlich Teilzeit oder Minijob!)
Nun habe ich seit 4 Wochen versucht Kontakt mit den zuständiger Firma aufzunehmen. In diesen 8 Jahren hat die Firma fusioniert mit einem anderen Unternehmen und die Ansprechpartner von damals existieren natürlich nicht mehr. Die Firma möchte ich nun nicht nennen aber es ist ein sehr großes Unternehmen.
So, jetzt habe ich nach 4 Wochen einen Anruf bekommen und dann einen persönlichen Termin am nachmittag ausgemacht.
Dort erschienen, wurde ich darumgebeten etwas zum Werdegang in der alten Firma darzustellen. Die wußten nicht mal das ich als Erstverkäuferin beschäftigt war.
Erster Eindruck von mir: Dort wurde nicht mal die Mühe gemacht die alten Akten zu studieren was ich damals gemacht habe und wer da heute nachmittag erscheint.
Kurz und bündig wurde mir gesagt, naja 8 Jahre sind eine lange Zeit und da ist viel passiert aber wir müssen Sie ja wieder nehmen.
Zweiter Eindruck: Da bin ich doch das 5 Rad am Wagen.
Dann wurde mit eine Stelle in einer Filiale angeboten die 30 Km einfach entfert ist.
Dritter Eindruck: Die wollen mich loswerden, ohne zweites Auto überhaupt nicht machbar täglich 60 km zu fahren und das noch mit 3 Kindern. Da muß ich wohl künidgen. Das ist wohl auch die Strategie der Herren.
Meine Nachfrage ob Teilzeit oder Minijob etwas machbar wäre, wurde auch verneint zur Zeit nichts fei.

Jetzt hätte ich gerne erfahren ob ich kündigen muß, da ich die Stelle unter den oben genannten Grünen nicht annehmen kann.
Oder gibt es vielleicht gewisse Grundsätze die eingehalten werden müssen bei Müttern die aus der Erziehungszeit kommen.
Können Arbeitrechtlich Schritte gemacht werden?
Kann der Arbeitgeber mir auch kündigen?
Vielen Dank schon mal
Martina

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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Schilderungen summarisch wie folgt beantworten möchte.

Die Rückkehr aus dem Erzeigungsurlaub gibt Ihnen zwar grundsätzlich keinen Anspruch auf den alten, angestammten Arbeitsplatz. Sie haben jedoch einen Anspruch auf die Ausübung einer Tätigkeit, welche den arbeitsvertraglichen Vereinbarungen entspricht. Ob dies der Fall ist, sollten Sie anhand Ihres Arbeitsvertrages und Ihrer Beschäftigung vor Eintritt in die Elternzeit bzw. den Erziehungsurlaub überprüfen bzw. überprüfen lassen.

Sollte der angebotene Einsatzbereich dem vorherigen Tätigkeitsfeldern entsprechen, ist dies möglicherweise durch eine Umsetzung bzw. Versetzung gedeckt. Um dies zu eruieren, ist es jedoch erforderlich, den Inhalt des Arbeitsvertrages zu kennen und zu überprüfen, ob sich eine diesbezügliche Regelung dort findet. Sie sollten Ihren Arbeitgeber jedoch auffordern, die genauen Gründe hierfür darzulegen. Er hat darzulegen, wieso er Sie nicht vor Ort beschäftigen kann.

Während der Elternzeit besteht Sonderkündigungsschutz nach § 18 BErzGG. Nach Beendigung der Elternzeit ist eine Kündigung des Arbeitgebers jedoch grundsätzlich nach den gesetzlichen / vertraglichen Fristen grundsätzlich möglich.

Abschließend bitte ich zu beachten, dass diese Antwort zwar alle wesentlichen Aspekte des von Ihnen geschilderten Falles umfasst, jedoch daneben Tatsachen relevant sein könnten, die möglicherweise zu einem anderen Ergebnis führen würden.
Verbindliche Auskünfte sind nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 01.11.2006 | 15:37

Hallo, danke für die Antworten!
Einen Arbeitsvertrag habe ich nicht sondern nur einen Ausbildungsvertrag und eine Übernahme nach der Ausbildung in das Angeselltenverhältnis.
Und hier steht im Ausbildungsvertrag das unter sonstigen Vereinbarungen steht: Aus betriebsbedingten Gründen kann ggf. eine andere als unter Punkt C (Adresse Ausbildungsstelle) des Vertrages vereinbarte zumutbare Ausbildungsstätte bestimmt werden.
Frage 1: Trifft dies dann auch für die Übernahme ins Angestelltenverhältnisse zu?
Frage 2: Was ist eine zumutbare Ausbildungsstätte (Beschäftigung)?
Sind 60 km Fahrstrecke zumutbar, noch dazu ohne Auto?
Schöne Grüße
Martina

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2006 | 15:55

Sehr geehrte Fragestellerin,

danke für Ihre Nachfrage.

Mangels einer anderweitigen Regelung dürfte diese weiterhin gelten. Der Begriff der zumutbaren Ausbildungsstätte ist unbestimmt und bedarf daher der Auslegung. Jedoch dürfte es unzumutbar sein, eine Beschäftigung in einer 60 km entfernten Betriebsstätte anzubieten - zumal kein Kfz vorhanden ist. Die Grenzen der Zumutbarkeit sind hier wohl überschritten.

Ich hoffe, Ihnen zunächst weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Tobias Kraft
Rechtsanwalt

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