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Minijob auf Abruf, Arbeitgeber meldet sich nicht mehr, was jetzt?

03.04.2012 19:59 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Guten Tag,

ich habe folgendes Problem: ich bin seit mehr als drei Jahren als Aushilfe geringfügig beschäftigt. Einen Arbeitsvertrag habe ich nicht. Bisher war es so, dass mein Arbeitgeber wöchentlich die Einteilung gemacht hat und ich so immer für die nächste Woche wusste, wann ich kommen sollte. Nun ist Mitte Januar eine Kollegin in Teilzeit aus einer anderen Filiale (die zugemacht wurde) hinzugekommen und seither bin ich von meinem Arbeitgeber nicht mehr eingeteilt worden. Nach etwa zwei Wochen habe ich mich telefonisch erkundigt und habe mitgeteilt bekommen, es wäre im Moment kein Bedarf, man könne mich aber in einer Filiale einer anderen Stadt (ca 60 km entfernt) einsetzen. Dies habe ich abgelehnt. Dann bin ich gefragt worden, ob ich nicht kündigen wolle, das habe ich auch verneint. Seither habe ich nichts mehr gehört. Gekündigt wurde ich auch nicht. Ich habe monatlich 399,00 Euro verdient, bezahlt wurden 7,- Euro die Stunde. Kranken - und Urlaubsgeld habe ich bislang nie erhalten, mein Arbeitgeber erklärte mir, dies stehe mir nicht zu. Was soll ich nun tun? Ich bin auf meinen Verdienst angewiesen und werde jetzt quasi auf Eis gelegt.
Habe ich noch einen Anspruch auf Urlaubsgeld (eventuell auch noch für die vergangenen Jahre?)
Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Das (zusätzlich zum Lohn gezahlte) Urlaubsgeld ist streng zu trennen von dem Urlaubsentgelt nach § 11 Bundesurlaubsgesetz (BUrlG), das grundsätzlich die Weiterzahlung des gewohnten Lohnes während der Dauer des Urlaubs bedeutet.

Wenn Sie Letzteres meinen, dann haben Sie Recht, auch hinsichtlich des Lohnes wegen Entgeltfortzahlung im Krankheitsfalle nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG).

Minijobber, die unverschuldet infolge Krankheit arbeitsunfähig sind, haben wie andere Arbeitnehmer auch Anspruch auf Fortzahlung ihres regelmäßigen Verdienstes durch den Arbeitgeber bis zu sechs Wochen.

Gleiches gilt für den Urlaub und die Abgeltung von nicht genommenen Urlaubs sowie für die Zeit nicht gezahlten Lohns.

Sie können diese noch ausstehenden Ansprüche binnen der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei (auch rückwirkend für diese Zeit) noch geltend machen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Nachfrage vom Fragesteller 04.04.2012 | 10:01

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Eine Frage blieb jedoch offen: was muss ich tun, damit ich wieder arbeiten kann, bzw. ich meinen Lohn bekomme obwohl mich mein Arbeitgeber nicht mehr einteilt.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir hier noch einen Hinweis geben würden.

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.04.2012 | 10:16

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

Sie müssen schriftlich Ihre Arbeit dem Arbeitgeber anbieten.

Kommt der Arbeitgeber mit der Annahme der Dienste in Verzug, so kann der Verpflichtete für die infolge des Verzugs nicht geleisteten Dienste die vereinbarte Vergütung (Lohn) verlangen, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein.

Schriftlich sollten Sie die Ansprüche ausrechnen und eine Frist zur Zahlung setzen.

Nach Fristablauf können Sie z. B. das arbeitsgerichtliche Mahnverfahren wählen oder einen Anwalt Ihrer Wahl aufsuchen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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