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Mietvertrag Mindestlaufzeit 10 Jahre

18.07.2010 15:21 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Sehr geehrte Damen und Herren,
wir möchten gerne ein Haus mieten. Der Vermieter hätte gerne eine Mindestlaufzeit von 10 Jahren.

Meine Fragen daher:

Kann eine so lange Mindestlaufzeit fest gelegt werden, ich habe mal etwas von 4 Jahren gehört?

Worauf müssten wir bei so einem Vertrag achten?

Sollte dieser gültig sein:

Was ist, wenn wir z. B. mal arbeitslos werden, uns trennen sollten etc.? Kann man dann aus besonderen Gründen kündigen?

Und was ist, wenn man einen Nachmieter stellen würde und sich ernsthaft darum kümmern würde?

wie hoch wäre der Schadensersatz, wenn offensichtlich adäquate Nachmieter zur Verfügung ständen?

Und wie wäre es dann mit Untervermietung?


Über Feedback würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage, die ich sehr gerne wie folgt beantworten möchte:

Zu 1.)Kann eine so lange Mindestlaufzeit fest gelegt werden, ich habe mal etwas von 4 Jahren gehört?

Ja, eine solche Vertragsdauer (und auch länger) kann grundsätzlich wirksam vereinbart werden. Das mit den 4 Jahren was Sie meinen ist wahrscheinlich die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zur Wirksamkeit des Ausschlusses der ordentlichen Kündigung im Mietvertrag.

Nach dieser Rechtsprechung kann nämlich das Recht zur ordentlichen Kündigung durch den Mieter im Mietvertrag für längstens 4 Jahre ausgeschlossen werden.

Zu 2.)Worauf müssten wir bei so einem Vertrag achten?

Es müsste vor allem darauf geachtet werden, dass die Befristung wirksam ist. Dies ist grundsätzlich nur dann der Fall, wenn ein sachlicher Grund für die Befristung angegeben ist.

Sollte dies nicht der Fall sein, so würde der Vertrag zwar grundsätzlich wirksam sein, würde aber als unbefristeter Vertrag behandelt werden. Dies ergibt sich unmittelbar aus dem Gesetz und zwar aus § 575 BGB.

Sonst müssen Sie wie bei jedem Vertrag auch darauf achten, dass die wichtigsten Punkte, die Sie persönlich für wichtig erachten, geregelt sind.


Zu 3.)Was ist, wenn wir z. B. mal arbeitslos werden, uns trennen sollten etc.? Kann man dann aus besonderen Gründen kündigen?

Nein, das geht zumindest nach dem Gesetz nicht. Es wäre aber dann möglich, wenn Sie dieses als Aufhebungsgrund im Mietvertrag vereinbaren, also dass der Mitvertrag unter der sog. Auflösenden Bedingung des Eintritts der Arbeitslosigkeit, etc. geschlossen wird.


Zu 4.)Und was ist, wenn man einen Nachmieter stellen würde und sich ernsthaft darum kümmern würde?

Dies müsste der Vermieter nach dem Gesetz und der Rechtsprechung zwar nicht akzeptieren, es wäre aber ebenfalls wirksam im Vertrag regelbar, dass Sie beispielsweise bei Stellung eines angemessenen Nachmieters einen Anspruch auf Entlassung aus dem Mietvertrag haben.


Zu 5.)Wie hoch wäre der Schadensersatz, wenn offensichtlich adäquate Nachmieter zur Verfügung ständen?

Eine Verpflichtung zum Schadensersatz kann ich nicht erkennen, da mir nicht klar ist, wo hier der Schadenseintritt liegen soll. Bitte präzisieren Sie diesen Punkt gegebenenfalls, damit ich im Rahmen der Nachtfrageoption hierzu abschließend Stellung nehmen kann.


Zu 6.)Und wie wäre es dann mit Untervermietung?

Eine Untervermietung ist grundsätzlich möglich, wie bei jedem Mitvertrag auch. Damit es aber zu keinen Schwierigkeiten kommt, sollte dieses Punkt ebenfalls vorher im Mietvertrag geregelt werden.

Es sollte also in etwa geregelt werden, dass der Vermieter grundsätzlich mit der Untervermietung einverstanden ist.

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über meine E-Mail-Adresse oder die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Sonntagnachmittag!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax.0471/57774

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