Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
495.333
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Mieter oder Miteigentümer im Haus der Freundin

| 04.06.2013 15:16 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Ehepaar (Mann X, Frau Y) baut 2005 ein selbstgenutztes kreditfinanziertes EFH, mtl. Kreditrate (1100 €) wird von XY je zur Hälfte bezahlt, Laufzeit 25 Jahre.
Das Haus gehört von Anfang an lt. Grundbucheintrag Y allein.
X trennt sich 2011 – zieht aus, Y bleibt im Haus, X bezahlt seine Kreditrate bis zur Scheidung 2014.
Ab 2014 zieht ein neuer Partner Z zu Y in das Haus und soll die Kreditrate von X weiterzahlen.
Y will Alleinbesitzer bleiben und deshalb Z als Mieter.
Z fühlt sich als Mieter rechtlos und möchte lieber Miteigentümer werden.

Welche Rechte hat Z als Mieter nach Rückzahlung des Kredits ?
Was gibt es für Lösungsvarianten, damit Z einen gerechten Anteil an dem von ihm mitfinanzierten Haus erhält ?


Einsatz editiert am 04.06.2013 15:21:37

Sehr geehrter Ratsuchender,


sofern zwischen Y und Z ein Mietvertrag geschlossen wird, hat Z als Mieter vor und nach Rückzahlung des Kredites genau die gleichen Mieterrechte, wie jeder "normale" Mieter - eine Besonderheit aufgrund der Tatsache einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft ergeben sich ohne besondere vertragliche Vereinbarungen nicht.


Voraussetzung ist aber zunächst der Abschluss eines Mietvertrages, so dass mindestens eine Einigung über

Mieter und Vermieter,
welches Objekt (teilweise) vermietet wird
Beginn des Mietverhältnisses
Miethöhe

notwendig ist (BGH, Az.: XII ZR 178/04).


Ist das der Fall, ist Z als Mieter anzusehen, was für Z nur dann in Betracht kommen sollte, wenn der monatlich zu zahlende Kreditanteil auch der ortsüblichen Miete des teilvermieteten Objektes entspricht.


Als Mieter hätte er dann alle Mieterrechte, müsste sich dann - je nach Ausgestaltung des Mietvertrages, auch um nichts weiter kümmern und Y hätte dann die Vermieterpflichten.

Diese Variante kann also für Z, wenn die Mietzinshöhe stimmt, schon Vorteile haben - alle Reparaturen und Unterhaltskosten würde er dann nicht zu tragen haben, sondern könnte sich auf die Mietzinszahlung beschränken.


Wesentlich ist dabei also die genaue Abfassung des Mietvertrages und die Mietzinshöhe - dann muss es für Z nicht unbedingt negativ sein.



Will Z keine mietvertragliche Regelung, Y keine grundbuchrechtliche Miteigentümerschaft, bleibt nur noch die zu empfehlende schriftliche Partnerschaftsvereinbarung, die dann notariell beurkundet werden muss, wenn dort eine Verpflichtung zur Übertragung von Grundstücken, Wohnungseigentum oder ein Schenkungsversprechen aufgeführt ist - das dürfte hier aber nicht der Fall sein.


In dieser Vereinbarung können Sie dann alles regeln, was gesetzlich zulässig ist, also auch einen Ausgleich für den Fall der Trennung, so dass Z damit dann die gewünschte Sicherung, Y das gewünschte Alleineigentum erlangen könnte.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php
http://ra-bohle.blog.de/



Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
Bewertung des Fragestellers 07.06.2013 | 11:19

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Das Stichwort Partnerschaftsvertrag war sehr gut, auf dieser Basis könnten wir einvernehmliche Lösung finden. Erstmal reifen lassen, ggf. werde ich dann weiterführende Fragen stellen."
Stellungnahme vom Anwalt:
Nachfragen wurden nicht gestellt, so dass die Bewertung doch überraschend ist.