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Medikamentendiebstahl

| 07.09.2008 14:46 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich arbeitete bisher als AltenPfleger und bin Medikamentenabhängig und habe am 29.08.08 meine fristlose Kündigung wegen Medikamentendiebstahls erhalten. Vor fast genau 2 Jahren ist ein solcher Fall schon mal bei meinem damaligem Arbeitgeber aufgeflogen, jedoch durfte ich nach Abschluß einer Therapie bleiben. Dannach war ich clean konnte aber nicht länger den Umgan mit Medikamenten ertragen und habe im August 2007 gekündigt. Schon im September konnte ich bei einem ambulantem Pflegedienst anfangen. Erst hatte ich keinerlei verlangen doch Anfang des Jahres nahm ich eine Packung mit 10St. 25µ Fentanylplaster. Die Sache ging sofort zur Polizei aber es wurden bis jetzt keinerlei Ermittlungen durchgeführt. Ich verhielt mich deshalb vorsichtiger, entwendete aber desöfteren Tramaltabletten in unterschiedlichen Mengen. Die Sache mit dem Tramal ist meines Wissens nach nicht der Polizei gemeldet worden.
Jedoch wurde seit ca. Anfang August diesen Jahres penibel dokumentiert wer, wann kontakt mit derartigen Medikamenten hatte.
Infolgedessen konnte ich nichts mehr entwenden. Am 23.August rief die Polizei während einer Besprechung auf Station an und lud eine Kollegin vor. Diese Kollegin sollte mir ebenfalls mitteilen das ich Kontakt mit einem Polizisten aufnehmen solle, um meine Aussage zu machen. Am 25. August fuhr ich in Urlaub ohne vorher mit der Polizei gesprochen zu haben. Als ich nun gestern abends nach Hause kam fand ich die Kündigung im Briefkasten.
Wie soll ich mich nun verhalten?
Soll ich alles abstreiten?
Soll ich nun zur Polizei und aussagen?
Was habe ich im schlimmsten Falle zu befürchten (damals wurde ich zu einer Geldstrafe verurteilt/ ohne Verhandlung) ?

Ich bin völlig verzweifelt, denn erst jetzt wird mir mein Rückfall in die Sucht und mein kriminelles handeln bewußt?

Vielen Dank im Voraus

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ich beantworte Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes zusamenfassend wie folgt:

Sie sind rechtlich nicht verpflichtet, bei der Polizei zu erscheinen oder gegenüber der Polizei irgendwelche Angaben zu machen. Oftmals ist es auch nicht empfehlenswert, sich bei der Polizei zu äußern. Es ist sinnvoller, zunächst über einen Rechtsanwalt Akteneinsicht zu beantragen, um herauszufinden, welche Informationen die Polizei überhaupt hat und was man Ihnen konkret vorwirft.

Falls Sie sich entschließen, doch ohne Anwalt zur Polizei zu gehen, dann sollten Sie sich zumindest zunächst anhören, was Ihnen vorgeworfen wird. Wenn Sie meinen, dass die Beweislage durch die Kontrollen Ihres Arbeitgebers und die Zeugenaussagen eindeutig ist, dann hat Abstreiten keinen Sinn. Es macht sich dann besser, reinen Tisch zu machen.

Welche Strafe hinterher bei der Sache raus kommt, lässt sich schwer prgnostizieren. Dafür spielt der Umfang des Diebstahls, die Dauer, die Vorstrafe und das Nachtatverhalten eine Rolle. In Beracht kommt eine erneute - höhere - Geldstrafe oder eine kleine Bewährungsstrafe, ggf mit der Auflage eine Therapie zu machen.

Ggf. wäre es sicher zu empfehlen, wegen Ihres Medikamentenproblems umgehend freiwillig eine Therapie zu beginnen. Eine erfolgreiche Therapie - zumindest eine freiwillig begonnene Therapie - wirkt erheblich strafmildernd.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben. Gerne stehe ich Ihnen für eine Nachfrage oder eine weitergehende Interessensvertretung in dieser Sache zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt




Nachfrage vom Fragesteller 07.09.2008 | 19:08

Vielen Dank erst Mal.


Fraglich ist jetzt noch ob ich nun darauf warten soll bis ich eine Vorladung von der Polizei bekomme?
Ich möchte dort keinesfalls ohne Rechtbeistand irgendetwas aussagen. Macht es Sinn sie zu beauftragen da sie ja aus Koblenz kommen? Oder läuft der Fall mehr oder weniger schriftlich ab? Wenn nicht wäre ich ihnen über eine Empfehlung eines Kollegen aus dem Raum Hof sehr dankbar. Zur Sache mit der Therapie: ich habe damal erfolgreich eine Therapie beendet und kein Kostenträger wäre bereit nach so kurzer Zeit eine erneute zu finanzieren. Im übrigen ist es therapeutisch nicht sinnvoll. Ich werde mich jedoch in ambulante Hilfe begeben. Ist auch das strafmildernd?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.09.2008 | 08:53

Sehr geehrte Fragestellerin,

Sie sollten in der Tat abwarten, bis eine Vorladung oder ein Anhörungsbogen von der Polizei kommt. Vorher sollten Sie gar nichts tun. Erst wenn die Polizei sich bei Ihnen meldet, sollten Sie sich über einen Rechtsanwalt zur Sache einlassen.

Auch eine ambulante Therapie wirkt natürlich strafmildernd. Wichtig ist es nur, den Justizbehörden gegenüber zu signalisieren, dass Sie sich Ihres Medikamentenproblems bewusst sind und sich bemühen, dies in den Griff zu bekommen.

Für ein entsprechendes Mandat stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Die Entfernung ist kein Problem, da die Kommunikation mit Polizei und Staatsanwaltschaft ausschließlich auf schriftlichem Wege per Post funktioniert. Die persönliche Anwesenheit ist nur dann von Nöten, wenn es zu einer Anklage bzw. zu einer Hauptverhandlung vor Gericht kommen sollte.

Dass Sie der Kündigung nicht widersprochen haben, sieht in der Tat danach aus, dass Sie den Diebstahl zugeben, jedenfalls aber nicht abstreiten. Allerdings scheint ja die Beweislage recht eindeutig zu sein, so dass Abstreiten wohl ohnehin keinen Sinn macht. Genaueres wird man aber erst nach Akteneinsicht beurteilen können.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Aust
Rechtsanwalt

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