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Maklervertrag und Pflichten


11.02.2006 22:26 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Mutter hat vor ca. 2 Jahren den Makler der Sparkasse beauftragt Ihr Haus zu verkaufen.
Die Sparkasse hat im Dezember 2004 einen Kunden gefunden und im Januar wurde der Kaufvertrag unterschrieben. Der Käufer hat auch im Anschluss 1/3 der Summe bezahlt.
Der Notartermin kam bis Heute noch nicht zu Stande, da der Käufer das Geld nicht gezahlt hat und sich auch nicht meldet. Meine Mutter hat seit einen ¾ Jahr einen Anwalt eingeschaltet der probiert das Geld einzuholen. Auf dem Haus ist noch eine Hypothek wofür meine Mutter die ganze Zeit schon die Zinsen zahlt und zusätzlich die Versicherungen. Man muß dazu sagen, dass meine Mutter nicht mehr in diesen Haus wohnt und es die ganze Zeit schon leer steht.
Letzte Woche hat nun die Sparkasse angerufen und meiner Mutter mitgeteilt: Das der Käufer kein Geld mehr bekomme und das es doch besser währe wenn man das Haus noch einmal weiter anbieten würde.

Die Frage: meine Mutter hat ja mit der Sparkasse einen Maklervertrag abgeschlossen und die Sparkasse müsste ja normal den Käufer prüfen ob er das Geld überhaupt hat oder als Darlehn bekommt
Hat meine Mutter eine rechtliche Chance auf die Kosten die Ihr während dieser Zeit entstanden sind die Sparkasse zu verklagen?

Über eine Hilfreiche Antwort von Ihnen wäre ich sehr Dankbar.

Falls Sie aus den Bereich Wolfhagen / Kassel kommen, wäre meine Mutter auch bereit vielleicht Ihnen diesen Fall zu übergeben.

-- Einsatz geändert am 11.02.2006 22:35:50

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Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Leider sehe ich - vorbehaltlich einer konkreten Prüfung des Maklervertrages - keine Möglichkeit, die Sparkasse erfolgreich zu verklagen. Denn der Maklervertrag beinhaltet zunächst allein die Pflicht, einen Käufer für das Objekt zu vermitteln. Dabei kann der Käufer auch von außerhalb kommen und muß kein Kunde der Bank sein. Deshalb wird die Bank die Finanzen des Käufers nur dann prüfen, wenn er den Kauf über sie finanzieren möchte. Ob dies hier geschehen ist, ist ohne nähere Kenntnisse natürlich nicht feststellbar. Falls der Käufer damals aber eine Kreditzusage erhalten hat, bedeutet dies, daß die Bank die Kreditwürdigkeit des Käufers überprüft hat. Damit hat die Bank aber keine Pflicht Ihrer Mutter gegenüber erfüllt: Es ist nämlich in der Regel nicht Aufgabe des Maklers, zu prüfen, ob der Käufer überhaupt solvent genug ist. Selbst wenn dies zwischen der Sparkasse und Ihrer Mutter vereinbart war, ist noch nicht gesagt, daß die Bank Ihre Pflicht verletzt hat. Denn seit Vertragsschluß können Umstände eine Rolle gespielt haben, die die Sparkasse damals nicht erkennen konnte.

Da Ihre Mutter bereits einen Anwalt mit der Geltendmachung des Kaufpreises beauftragt hat, bietet es sich an, diesen auch mit der Prüfung etwaiger Ansprüche gegen die Bank zu betrauen. Denn dem Kollegen wird ggf. bekannt sein, weshalb der Käufer nicht zahlt - und ob die Sparkasse aus dem Maklervertrag verpflichtet war, die Solvenz des Käufers zu prüfen UND diese Pflicht verletzt hat. Das ist aus der Entfernung nicht zu erkennen, grundsätzlich natürlich aber auch nicht auszuschließen.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395
Sipgate: (0221) 355 333915 / Skype: schwartmann50733
www.andreas-schwartmann.de

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Nachfrage vom Fragesteller 11.02.2006 | 23:11

Sehr geehrter Hr. Schwart,
Danke für Ihre Antwort.
Die Sparkasse wollte das Haus damals finanzieren. Sie hat andere Interresenten geprüft und hat diese als Käufer abgelehnt.
Ich habe diese Frage gestellt, da ich mir nicht sicher war ob es eine Rechtsgrundlage gibt.
Nur es kann ja auch nicht sein, das ein Vertrag abgeschlossen wird wo nur Rechte sind und keine Pflichten. Die Bank hat den Vertrag über den Kauf aufgesetzt und ich denke spätestens dann hätte Sie dieses prüfen müssen.

Gibt es in diesen Fällen keine Rechte??

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.02.2006 | 22:36

Ein Anspruch gegen die Bank könnte sich nur aus dem Maklervertrag ergeben. Dieser verpflichtet den Makler aber zunächst nicht zur Prüfung der Bonität des Interessenten, sondern nur zur Vermittlung des Kaufvertrages.

Da die Bank hier an der Erstellung des Vertrages beteiligt war, könnte sich hier ein anderes Ergebnis ergeben. Das lässt sich aber erst nach Prüfung des Maklervertrages genauer sagen.

Mit freundlichen Grüßen
A. Schwartmann

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