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Maklercourtage und Vorkenntnis


14.09.2006 21:27 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich habe eine Frage zum im Maklerrecht :
Familie A möchte ein Haus kaufen. Frau A sieht in einer Internet- immobilienbörse ein Haus und fordert von der Maklerin B Informationen an. Abends zeigt Frau A ihrem Mann dieInternet- anzeige Herrn A kommt das Haus bekannt vor. Er glaubt das dass Haus einem ehemaligen Kollegen gehört. Am nächsten Morgen schreibt er eine Email an seinen ehemaligen Kollegen um nachzufragen ob der Kollege der Verkäufer ist. Der Kollege bejaht
dies und man verabredet ein Telefonat am Abend um einen Besichtig ungstermin zu vereinbaren.Gut eine Stunde später bekommt Frau A ein Expose von der Maklerin B und kurz darauf einen Anruf um einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Frau A stimmt einem Besichtigungstermin zu. Am Abend erklärt Herr A seiner Frau das er den Verkäufer kennt und mit ihm einen Besichtigungstermin vereinbart hat. Frau A sagt daraufhin den Besichtigungstermin bei der Maklerin B ab.
Familie A besichtigt das Haus und findet gefallen daran aller- dings missfällt ihnen das dass Haus über eine Maklerin verkauft wird. Der Verkäufer behauptet dass dies kein Problem sei da er keinen Vertrag mit der Maklerin abgeschlossen hat. Familie A bittet sich Bedenkzeit aus weil Sie noch andere Objekte besichtigen möchte.
Herr A hat sich nach der Besichtigung das Expose der Maklerin B durchgelesen dabei stieß er in den Geschäftsbedingungen auf folgenden Absatz:
Sollte Ihnen bereits bekannt sein, dass das im Angebot genannte Objekt zum Verkauf oder zur Vermietung ansteht, bin ich unter Angabe der Informationsquelle sofort darüber zu unterrichten.
Herr A schreibt darauf hin eine Email in dem er der Maklerin B erklärt, das er noch bevor er ihr Expose erhalten hat mit dem Verkäufer bzgl. des Hausverkaufs in Kontakt getreten sei.
Daher halte er eine Courtage der Maklerin B für nicht gerechtfertigt dass sie weder einen Nachweis- noch eine Vermittlungstätigkeit erbracht hätte.
Die Maklerin B antwortet ihrerseits das h der Verkäufer eine
Kaufabwicklung ausschließlich über ihr Büro wünscht und bietet Familie A einen neuen Besichtigungstermin an.
Herr A erkundigt sich beim Verkäufer ob die Maklerin B mit ihren Aussagen Recht hat. Der Verkäufer verneint die Aussagen der Maklerin B.
Herr A schreibt erneut eine Email an die Maklerin B und erklärt ihr das ihre Aussagen nicht der Wahrheit entsprächen und der Verkäufer sehr wohl bereit wäre das Haus ohne sie zu verkaufen. Und das ein Kauf für Familie A nur ohne Courtagezahlung in frage kommt und lehnt den Besichtigungstermin ab.
Darauf hin versucht die Maklerin B telefonisch Druck auf den Verkäufer auszuüben. Und droht gleichzeitig Familie A ihre Courtage im Fall eines Kaufs mit Rechtsmitteln durchzusetzen. Herr A wiederholt seine Aussage dass ihm der Verkauf und der Verkäufer vor dem Eintreffen ihres Exposes bekannt war und er eine Courtage für nicht gerechtfertigt hält. Als Beweis sendet er das Email des Verkäufers, in dem der Verkäufer ihm bestätigte das sein Haus zu verkaufen sei, als Anhang mit. Und weist die Maklerin B auf die Uhrzeit des Emails hin da das Email gut 1 ¼ h früher empfangen wurde als das Expose. Er fordert Maklerin B auf Falls Sie unter diesen Umständen noch immer auf eine Courtage bestehen würde sich bei Familie A zu melden.
Die Maklerin meldet sich nicht mehr bei Familie A.
Zwischenzeitlich hat sich der Verkäufer von der Maklerin getrennt und möchte sein Haus an Familie A privat verkaufen.
Familie A aber zögert noch da sie nicht weis ob die Maklerin im Fall eines Kaufs eine Courtage verlangen bzw. bekommen kann. Kann Familie A sich auf die Vorkenntnis des Verkaufsobjekts berufen?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


hier wird sich die Familie A nach Ihrer Darstellung NICHT auf die Vorkenntnis des Verkaufsobjektes berufen können.

Kenntnis von der VerkaufsABSICHTEN des Eigentümers hatte A nämlich nicht. Allein der Umstand, dass A dann der Verkäufer bekannt gewesen ist, reicht nicht, da erst durch den Internetauftritt der Maklerin diese Verküfereigenschaft bekannt geworden ist.

Ohne das Internetangebot der Maklerin wäre A nicht an den Verkäufer herangetreten, so dass die Tätigkeit der Maklerin (Internetauftritt) ausreicht, den Provisionsanspruch zu begründen, WENN auf dem Internetangebot das Provisionsverlangen deutlich gemacht worden ist (wovon ich ausgehe, was dann aber sicherlich genauer zu prüfen wäre).



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 15.09.2006 | 15:08

Gehört zum Nachweis einer Gelegenheit seitens des Maklers nicht das er dem Käufer
den Namen oder zu mindestens die Anschrift des Verkäufers mitteilt?
Der Nachweis der Gelegenheit wurde in der Internetanzeige im Immobilienportal, die leider ein Provisionsverlangen enthielt, nicht vollständig erfüllt.
Es wurde nur die Rückseite des Hauses ohne Adresse gezeigt. Der Nachweis wurde erst im Expose durch die Bekanntgabe der Anschrift erbracht und da war Familie A schon die Anschrift des Objekts und Name des Verkäufers bekannt.
Mit freundlichen Grüßen
Herr A

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.09.2006 | 16:21

Sehr geehrter Herr A.


leider reicht das, was die Maklerin getan hat, zur Begründung des Provisionsanspruches aus. Die Nennung des Namens oder der Adresse ist nicht notwendig, erfolgt in der Regel auch immer nach Besichtigungen.

Der Anspruch der Maklerin wird also bestehen.

Vielleicht versuchen Sie ein Gespräch mit der Maklerin und Ihrem Kollegen gemeinsam zu führen. Denn wenn der Verkauf wegen der Provision scheitern sollte, bekämen diese Beiden gar nichts. Hier könnte doch eine vernünftige Lösung ( z.B. Jeder trägt ein Drittel) gefunden werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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