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Ebay Verkäufer will Motorrad nicht verkaufen


11.09.2006 16:58 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler



Hallo

Ich habe bei Ebay folgenden Artikel ersteigert.

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&ih=004&item=140022661497&rd=1&sspagename=STRK%3AMEWN%3AIT&rd=1

Der Verkäufer hat mir nur das nach Auktionsende geschieben.


Sie haben den Mindestpreis nicht erreicht. Diesen können Sie aus der in deutscher Sprache geschriebenen Artikelbeschreibung entnehmen.

MFG


So aber laut Ebay gesetzt ist das was er in die Auktion geschieben hat Gundsätzlich Verboten.
Er hätte ja auch bei Ebay die Funktion des Mindestpreis oder des Sofortkaufpreises eingeben können.Was er aber nicht gemacht.
Auf meine weitern Emails hat er sich bis jetzt nicht mehr gemeldet.


Meine Fragen

Da der Verkäufer nicht die tatsächlich von Ebay angebotene Möglichkeit des Mindestpreises gewählt hat, ist die Versteigerung rechtskräftig oder ??

Oder habe ich Überhaupt eine Chance die Maschine zu bekommen.???


Hab bis jetzt nur das im I-net gefunden.

Es gibt einschlägige Urteile, die sich mit solchen Versteigerungen befassen, in denen Käufer Recht bekommen haben. Wenn ein Bieter nicht den Text liest, in dem auf einen Mindestpreis hingewiesen wird, so kann er trotzdem nicht dafür verantwortlich gemacht werden, denn die von Ebay eingerichtete Möglichkeit des Mindestpreises ist klar erkennbar. Ist sie nicht vorhanden, bekommt der Höchstbietende den Zuschlag, unabhängig von Hinweisen im Text.

Aber da weiß ich nicht ob ich da mit rein gehöre.


Mit freundlichen Grüßen
Lucky1000



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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

aufgrund des von Ihnen dargelegten Sachverhaltes und vor dem Hintergrund Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Anfrage im Rahmen einer Erstberatung wie folgt:

Ein Vertrag über das Motorrad kommt durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zustande, Angebot und Annahme. Das Angebot beinhaltet vorliegend eine Einschränkung: "Das Motorrad wird nicht unter einem Gebot von 4500 Euro verkauft!". Diese Einschränkung war in der Artikelbeschreibung aufgeführt und Sie haben diese zur Kenntnis genommen. Diese Einschränkung war für Sie auch nicht mißverständlich. Ein rechtsverbindliches Angebot des Verkäufers, auch für ein Gebot unter dem Betrag zu verkaufen, liegt daher nicht vor. Nach meiner derzeitigen Einschätzung haben Sie daher keinen wirksamen Vertrag in Höhe Ihres Gebotes geschlossen.

Zwar besteht über eBay auch die Möglichkeit, ein Mindestgebot einzustellen und in den AGB sind solche Umgehungen der Ebaygebühren verboten. Durch ein Verstoß gegen die AGB wird jedoch kein Vertrag zwischen Ihnen und dem Verkäufer konstituiert.

Ich hoffe, dass Ihre Fragen in meinen Ausführungen zufrieden stellend beantwortet wurden und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen konnten. Andernfalls darf ich Sie auf die Möglichkeit einer für Sie kostenlosen Nachfrage hinweisen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Martin P. Freisler
Rechtsanwalt

http://www.ra-freisler.de
mail@ra-freisler.de
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