Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Maklercourtage gerechtfertigt?

| 28.09.2009 10:09 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Hallo,

ich habe ein Haus angemietet und soll dafür eine Monatsmiete zzgl. MwSt an Courtage bezahlen.

Folgende Situation:
Über meinen Bekanntschaftskreis erfuhr ich von einem Objekt, dass zur Miete frei war.
Von meinem Bekannten wurde mir bereits im Vorwege viel über das Objekt erzählt.
Daraufhin besichtigte ich das Objekt äußerlich und wusste somit bereits vor der eigentlichen Besichtigung wesentliche Einzelheiten zum Objekt.

Sowohl die Eigentümerin des Objektes als auch der Makler ( zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass er Makler war ) zählen zum Freundeskreis meines Bekannten.

Mein Bekannter versuchte vergeblich die Eigentümerin direkt zu erreichen und kontaktierte daraufhin eine weitere Person ( Makler ), die mir das Objekt mal kurz zeigen sollte.

Das klappte auch und die „weitere Person“ zeigte mir das Haus von innen.

Die einzige Bemühung der Person bestand somit darin mir nach einem Anruf meines Bekannten, das Haus zu zeigen, da die Eigentümerin zu diesem Zeitpunkt nicht zu erreichen war. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt nicht die Kenntnis, dass die Person als Makler handelte. Zum Ende des Termins der Besichtigung stellte sich dann heraus, dass diese weitere Person ein Makler ist. Er sagte mir die fällige Courtage in Höhe einer Monatsmiete zzgl MwSt. Ich habe dies nur zur Kenntnis genommen.

Da ich ebenfalls in Kenntnis des Namens der Eigentümerin war bin ich der Meinung, dass die Gelegenheit zum Vertragsabschluss somit bereits vor dem Kennen lernen mit dem „Makler“ bekannt war.

Dazu kommt, dass es laut Aussage der Eigentümerin, keinen Maklervertrag zwischen den Parteien gab, die Immobilie zu diesem Zeitpunkt in keiner regionaler oder nationaler Anzeige ( print und online ) zu sehen oder zu finden war, es kein Schild vom Makler am Haus gab und der Makler der Eigentümerin bereits vorgeschlagen hat sich selbst um die Vermietung zu kümmern. Dieses tat sie auch mit Aushängen an den Fenstern des Hauses. Laut Aussage der Eigentümerin hatte der Makler somit kein „Mandat“ mehr.

Da ich Interesse an dem Objekt hatte und die Eigentümerin nach wie vor nicht erreichbar war erhielt ich eine Selbstauskunft zum Ausfüllen. „Die sei reine Formalität“, hieß es.

Nachdem ich die Eigentümerin endlich selbst kennen lernen durfte habe ich alle weitere Korrespondenz, insbesondere den Mietvertrag, mit Ihr direkt gemacht.

Dazu kommt, dass ich nun aus privaten Gründen nicht mehr in das Haus einziehen möchte und dieses auch bereits gekündigt und auch schon weiter vermietet bekommen habe.

Meines Erachtens nach liegt keine Maklerleistung vor und ich müsste somit nichts bezahlen oder es auf einen Vergleich ankommen lassen.

Vielen Dank vorab und mfG

Guten Morgen,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Basis des geschilderten Sachverhaltes wie folgt beantworten:

Sie schulden dann eine Maklerprovision, wenn Sie für den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrags oder für die Vermittlung eines Vertrags einen Mäklerlohn versprochen haben, vgl. § 652 BGB.

Erforderlich ist also eine zielgerichtete Willenserklärung dahingehend, die Dienste eines Maklers in Anspruch nehmen zu wollen, ferner eine Willenserklärung der Gegenseite, Ihnen Dienste eines Maklers zur Verfügung stellen zu wollen.

Hieran fehlt es nach Ihrer Darstellung.

Als der Makler aktiv war, war Ihnen nicht bekannt, dass er Makler ist. Er hat sich ja offensichtlich auch nicht in dieser Richtung geäussert.

Sie können daher gar keine Willenserklärung in Richtung Maklervertrag abgegeben haben.

Es fehlt also an einer vertraglichen Grundlage für den geltend gemachten Anspruch. Sie sollten ihn daher zurückweisen.


Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 28.09.2009 | 11:05

Guten Morgen Herr Rechtsanwalt Reinhard Otto,

wie ich gerade sehen konnte habe ich vergessen zu schreiben, dass ich die besagte Selbstauskunft auch ausgefüllt und unterschrieben habe. Auf dieser stand laut Aussage des Maklers ein Satz: Die Maklercourtage sei verdient und fällig mit Abschluß des Mietvertrages."

Ändert das die Situation..? Vielen Dank..

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.09.2009 | 11:10

Es erschwert zumindest die weitere Ablehnung der Zahlung.

Um es genau beurteilen zu können, würde ich gerne die gesamte Selbstauskunft sehen. Bitte leiten Sie sie mir per mail (raotto@live.de) oder Fax (0521/176651) zu.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 30.09.2009 | 11:24

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Vielen Dank für superschnelle Beantwortung meiner Frage. Bei Bedarf werde ich mich immer wieder gerne an Sie wenden. mfG"