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Maklercourtage wenn uns das Objekt bereits bekannt war?

08.03.2009 17:07 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dennis Meivogel


Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten seit einiger Zeit eine Immobilie erwerben. Dabei stöbern wir auch auf den bekannten Internetseiten wie Immobilienscout, Immowelt etc. Nun haben wir dort ein interessantes Objekt gefunden und den Makler um weitere Informationen gebeten. So weit, so gut.
Bei der Zusendung des Exposees stellten wir allerdings fest, dass uns das Haus bereits bekannt war. Dieses war aufgrund der im Internet hinterlegten Fotos für uns nicht auf den ersten Blick erkennbar. Fakt ist, wir würden die Immobilie gern erwerben. Die Telefonnummer des Verkäufers haben wir durch Bekannte, die in der selben Strasse wohnen erhalten. Das Haus stand bereits leer.
Alle Verhandlungen mit dem Eigentümer haben wir ohne Assistenz des Maklers geführt. Gesehen haben wir den Makler ebenfalls nie. Für uns stellt sich jetzt die Frage, ob wir mit der leichtsinnig angeklickten Annonce des Maklers bereits einen Vertrag eingegangen sind.
Auf die Frage, ob er einen Vertrag mit dem Makler habe, hatte der Verkäufer uns gesagt, dass er nichts unterschrieben hätte. In der Annonce war allerdings vermerkt, dass bei erfolgreicher Vermittlung eine Gebühr von 5,95% fällig würde.
Uns ist durchaus bewusst, dass Makler eine Courtage erheben, die wir auch bereit wären zu zahlen.
In diesem Falle stellt es sich für uns aber so dar, dass wir die Immobilie wohl auch ohne die Informationen des Maklers hätten kaufen wollen, da uns das Objekt bereits bekannt war.

Vielen Dank für Ihren raschen Kommentar.

Gruß
M.D.

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Der Provisionsanspruch des Maklers setzt voraus, dass ein wirksamer Maklervertrag im Sinne des § 652 BGB zustande gekommen ist.

Der Vertrag kommt grundsätzlich schon dann zustande, wenn der Interessent Maklerdienste entgegennimmt und dabei weiß oder wissen muss, dass der Makler hierfür bei Zustandekommen des Hauptvertrages (Hauskauf) eine Gebühr verlangen wird. Dies ist vorliegend der Fall: Sie haben aktiv Maklerdienste in Anspruch genommen und sich weitere Informationen über das Objekt erteilen lassen in Kenntnis des Hinweises auf das Entstehen einer Gebühr im Falle des Vertragsabschlusses.

Allerdings ist für das Entstehen des Anspruches auf Zahlung einer Gebühr erforderlich, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen Maklerleistung und Vertragsschluss besteht. Die von dem Makler entfaltete Tätigkeit muss für den Abschluss des Hauptvertrages zwar nicht allein oder hauptsächlich aber zumindest mit ursächlich geworden sein. Der Vertragsabschluss (Objektkauf ) muss zumindest auch ein Ergebnis der Maklerleistung sein, denn der Makler wird nicht für den Erfolg schlechthin sondern für den Erfolg seiner Arbeit belohnt.

Im vorliegenden Fall haben Sie zwar Maklerleistungen erhalten. Letztlich ist bei Abschluss des Kaufvertrages aber die konkrete Maklerleistung wohl nicht als mitursächlich zu werten, da es auch ohne die Maklerleistung zu einem Vertragsabschluss gekommen wäre. Sie kannten das Objekt schon vor der Recherche im Internet und wussten auch dass es zum Verkauf steht und haben den Kontakt mit dem Verkäufer nicht durch den Makler hergestellt. Somit wäre keine der Maklerleistungen als mitursächlich für den Kauf zu werten. Es fehlt damit an der erforderlichen Ursächlichkeit bzw. an dem erforderlichen Kausalzusammenhang.

Damit besteht bei dem von Ihnen vorgetragenen Sachverhalt auch bei Kauf des Objektes trotz Entgegennahme der Maklerleistung wohl kein Provisionsanspruch.


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